©St. Georg
Coffein (aus Kaffeebohnen) zählte bis 2006 zu den verbotenen Substanzen. Seit der Reglementänderung 2006 ist es von der Liste gestrichen mit der Begründung, es sei häufig „aus Versehen“ gefüttert worden, das heißt in Fertigfutter enthalten; die Nachverfolgung dieser Fälle sei schwierig und wenig aussichtsreich. Fachleute sind sich allerdings einig, dass mit Coffein ein Pferd aufgeputscht werden kann, dass es sich außerdem dazu eignet, andere verbotene Substanzen zu überdecken (maskieren).
Ein Glukokortikoid (synthetisches Cortison) Wirkstoff, der um ein vielfaches stärker wirksam ist als körpereigenes Cortisol.
Ein aus der Humanmedizin bekannter Wirkstoff, mit dem unter anderem Arthrose und Gicht behandelt wird. Er wurde bei Maike, dem Pferd von Jessica Kürten, 2007 beim Turnier in La Baule gefunden. In der Pferdemedizin ist die Substanz bisher nicht bekannt. In den USA wurde sie wegen erheblicher Nebenwirkungen, unter anderem Herzinsuffizienz, nicht zugelassen.
Ein ausschließlich in der Tiermedizin zugelassener nicht steroidaler Entzündungshemmer (NSAID). Es wird bei allen Schmerzzuständen eingesetzt, vor allem bei Skeletterkrankungen und Schmerzzuständen der Eingeweide, und besitzt eine entzündungshemmende (Antiphlogistikum) und fiebersenkende (Antipyretikum) Wirkung.
Gehören beide zu den Psychopharmaka, die in den letzen Jahren verstärkt eingesetzt werden, um die Psyche des Pferdes zu beeinflussen. Der Stresslevel wird gesenkt, damit wird erreicht, dass das Pferd in der Prüfung weniger leicht ablenkbar ist und es im Training unter Umständen härtere Trainingsmethoden (Barren) akzeptiert. Guanabenz wurde unter anderem beim Pferd des irischen Olympiasiegers Ian o’Connor 2004 in Athengefunden. Nach einigem Hickhack musste er seine Goldmedaille daraufhin wieder abgeben. Für Guanabenz und Gabapentin gilt, dass es keine Therapie gibt, bei der die Behandlung mit ihnen sinnvoll wäre.