Chilli kann jetzt morgens chillen

William Fox-Pitt und Chilli Morning bei den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie, wo das Paar Bronze in der Einzelwertung gewann.

William Fox-Pitt und Chilli Morning bei den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie, wo das Paar Bronze in der Einzelwertung gewann. (© www.toffi-images.de)

Dass die Olympischen Spiele in Rio der letzte gemeinsame Auftritt von William Fox-Pitt und Chilli Morning werden würde, stand ja fest. Aber nun hieß es wirklich Abschied nehmen im Stall Fox-Pitt.

„Ein sehr bewegender Tage für uns alle!“, schreibt das Team Fox-Pitt auf Facebook. Gestern haben sie den erfolgreichsten Vielseitigkeitshengst aller Zeiten aus ihrem Stall verabschiedet. Der nun 17-jährige Chilli Morning wird auf dem West Kington Stud im Wiltshire künftig in Vollzeit kleine Eventer zeugen.

Bestes Blut für den Busch

Chilli Morning ist ein Brandenburger und hieß einst Pearl Harbour – so wie es sich gehört für die meisten deutschen Pferde, wenn der Vater mit „P“ anfängt. Im Falle von Chilli Morning war das der Vollblüter Phantomic xx, den Rainer Schicketanz aus Neustadt mit der Kolibri-Grollus xx-Tochter Koralle angepaart hat. Der Vollblüter Grollus xx ist auch der Vater von Christian Zehes Erfolgspferd Gallus.

Einige erfolgreiche Nachkommen hat Chilli Morning bereits, allen voran den jetzt achtjährigen Chillis Gem, Siebter bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde in Lion d’Angers 2016.

Hoch erfolgreich

Nicht lang, aber umso erfolgreicher war die gemeinsame Karriere von William Fox-Pitt und Chilli Morning. In den Sport gebracht worden war der Hengst von Nick Gauntlett. Unter ihm war Chilli bereits Drei-Sterne-siegreich gewesen und hatte auf Vier-Sterne-Niveau erste Erfahrungen gesammelt als er zu Mary King ging. Die zarte Amazone stellte jedoch recht schnell fest, dass Chilli Morning zu stark für sie ist im Gelände und gab den Fuchs an William Fox-Pitt ab. Bei den beiden passte es.

2012 gingen sie ihre ersten gemeinsamen Turniere. In Bramham gewannen sie auf Anhieb den CCI3* in Bramham und wurden Fünfte in Pau beim dortigen CCI4*. 2013 folgte ein weiterer Sieg in Bramham und Einzelbronze bei der EM in Malmö. 2014 siegte das Paar zum dritten Mal in Folge in Bramham und holte erneut Bronze, diesmal bei den Weltreiterspielen in der Normandie. 2015 gewann Chilli Morning als erster Hengst überhaupt den CCI4* in Badminton. 2016 waren er und „WFP“ einemal mehr bestes britisches Championatspaar, diesmal wurde es Rang zwölf bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

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