Landgestüt Warendorf unter Verdacht wegen Vorteilsnahme

Die altehrwürdigen Gemäuer des Landgestüts Warendorf.
Die altehrwürdigen Gemäuer des Landgestüts Warendorf. (© www.toffi-images.de)

Das Nordrhein-Westfälische Landgestüt Warendorf ist ins Visier des Landeskriminalamtes (LKA) geraten. Reisen von drei Mitarbeitern in leitender Funktion nach Katar haben den Anfangsverdacht der Vorteilnahme erregt.

Wie die Lokalzeitung „Die Glocke“ berichtet, wurden am Mittwoch die Büros des Landgestüts Warendorf von LKA und Staatsanwaltschaft mehrere Stunden lang durchsucht. Dabei wurden Computer und andere Beweismaterialien sichergestellt. Weiter heißt es, die Staatsanwaltschaft ermittle schon eine ganze Weile gegen die unter Verdacht geratenen Mitarbeitern. Es habe einen anonymen Hinweis gegeben.

Katar, wo der Pferdesport eine zunehmend große Rolle spielt, wie ja auch in den anderen Staaten des arabischen Raums, holt sich regelmäßig europäisches Know-how. Auch das Landgestüt Warendorf pflegt seit längerer Zeit schon Kontakt in die Region.

Das Nordrhein-Westfälische Landgestüt hatte sich zu der Angelegenheit noch nicht geäußert. Das zuständige NRW-Umweltministerium in Düsseldorf soll den ermittelnden Behörden volle Kooperation zugesichert haben. Dazu der Pressesprecher Frank Seidlitz: „Damit der international gute Ruf des Landgestüts keinen dauerhaften Schaden nimmt und im Sinne der betroffenen Beschäftigten, strebt das Ministerium eine rasche Klärung der Vorwürfe an.“

Von Seiten der Staatsanwaltschaft kam noch die Information, dass der Ausgang der Ermittlungen völlig offen sei. Man werde nun alle Beweisunterlagen sorgfältig prüfen, wofür man aber wahrscheinlich mehrere Wochen brauchen werde.