Nordfriesland: Pony auf Weide erschossen

Symbolfoto Weide

(© Symbolfoto Weide)

Ein brutaler Mord an einem Reitpony erschütterte Anfang Januar den Ort Ostenfeld im Kreis Nordfriesland.

Das 16-jährige Schimmelpony Shakespeare stand zusammen mit zwei weiteren Pferden auf einer angepachteten Weide. Am Morgen des . Januar fand der Besitzer der Weide, Klaus-Jens Grage, Shakespeare reglos am Boden. Der Wallach war tot.

Die Besitzer wurden verständigt. Karina Ruhkieck und ihre zwölfjährige Tochter haben sich Shakespeare geteilt, er war quasi ein Familienmitglied. Zunächst war keine Todesursache festzustellen. Man ging von einer Kolik aus. Nicht zuletzt um selbst die Gewissheit zu haben, ihrem Pony nicht etwa etwas falsches gefüttert zu haben, ließ die Familie Ruhkieck ihr Pony obduzieren. Das Ergebnis: Der Schimmel war erschossen worden. Und zwar ganz offensichtlich absichtlich, denn die Einschussstelle verriet, dass die Waffe, ein Kleinkalibergeschoss, auf den Mähnenkamm aufgesetzt worden war. Der Schuss zerstörte das Gehirn, das Pony war wahrscheinlich sofort tot.

Keiner der befragten Anwohner hatte einen Schuss in der Nacht auf den 3. Januar gehört. Karina Ruhkieck hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Dort ermittelt man, tappt aber noch ziemlich im Dunkeln. Man kann auch nicht sicher sein, dass der Anschlag tatsächlich Shakespeare selbst galt. Vielleicht war er mit seinem weißen Fell in der Dunkelheit auch einfach gut zu sehen. Aber sowohl die Ponybesitzerin Karina Ruhkieck als auch der Weidebesitzer Klaus Grage sind sicher, dass Vorsatz hinter der Aktion gesteckt haben muss. Grage sagt: „Hier, wo ich wohne, ist es abends stockdunkel. Zudem befindet sich die Koppel hinter meinem Haus. Da muss man Ortskenntnisse haben. Der oder die Täter müssen in der Dunkelheit auf die Weide gegangen sein, um das Tier zu töten.“

Wer in der Nacht zum 3. Januar im Ostenfelder Osterende etwas Verdächtiges gesehen oder gehört hat, sollte sich mit der Polizei in Husum unter Telefon 04841/8300 in Verbindung setzen. Klaus Grage ist überzeugt, dass der Täter vermutlich kein Gewehr, sondern eine Kleinkaliberpistole benutzt hat. Vermutlich hat er geschossen, als das Tier den Kopf nach unten hielt.