Zürich: Großer Preis an Gregory Wathelet, erste Schleife für Ludger Beerbaum und Casello

Gregory Wathelet und Taalex, Sieger im Longines Grand Prix von Zürich 2016.

Schon heute gab es das erste Highlight beim Weltcup-Turnier in Zürich: den Longines Grand Prix. Hier zeigte Gregory Wathelet, dass er nicht umsonst als ein ganz heißer Kandidat für eine Olympiamedaille gehandelt wird.

1,55 Meter mit Stechen, 44 Teilnehmer, 100.000 Schweizer Franken Preisgeld (gut 90.000 Euro), das waren die Eckdaten des Longines Grand Prix, des Großen Preises von Zürich. Gregory Wathelet hatte für dieses Springen eines der Citizenguard-Pferde gesattelt, die nach langem hin und her nun bei ihm gelandet sind: den zwölfjährigen Taalex v. Tangelo van de Zuuthoeve-Alexis Z. Seit November reitet Gregory Wathelet den bayerischen Hengst, bislang ohne nennenswerte Ergebnisse. Das hat sich heute auf einen Schlag geändert, nachdem die beiden mit einem Riesenvorsprung dem Rest des Feldes einfach davon galoppierten. Fehlerfrei in 34,94 Sekunden lautete das Ergebnis. Nicht einmal die Paare mit Abwürfen in dem 16(!)-köpfigen Stechen waren schneller.

Wobei Denis Lynch sich auf seinem 13 Jahre alten Hannoveraner Argentinus-Sohn All Star alle Mühe gab, die beiden einzuholen. Am Ende stoppte ihre Zeit bei 36,48 Sekunden. Dritter wurde Martin Fuchs auf seinem Olympiakandidaten Clooney, mal wieder ein westfälischer Schimmel v. Cornet Obolensky, der es in die Weltspitze geschafft hat (0/36,60).

Einziger Deutscher unter den Platzierten war Daniel Deußer im Sattel seines 13 Jahre alten belgischen Clinton-Sohnes Clintop (0/37,81). Niklas Krieg und Carella, die nach ihrem Sieg in Leipzig nach Zürich eingeladen worden waren, schlugen sich wacker als zweitbestes deutsches Paar mit einem Abwurf im Umlauf. Sie ließen unter anderem alte Hasen wie Ludger Beerbaum auf Chaman und Hans-Dieter Dreher mit Cool and Easy, die jeweils acht Strafpunkte hatten, hinter sich. Christian Ahlmann und Epleaser van’t Heike kamen heute mit zwölf Strafpunkten aus dem Parcours.

Zuvor hatte es im „Price of Top 40“, einem Zeitspringen über 1,45 Meter, einen Sieg für den nach Österreich gewechselten Max Kühner mit Electric Touch gegeben. Dahinter landete Olympiasieger Steve Guerdat im Sattel von Albfuehren’s Happiness vor Marco Kutscher mit Balermo.

Ludger Beerbaum hatte für dieses Springen seine neu erworbene Hoffnung für Rio gesattelt, den Casall-Sohn Casello. Der Holsteiner enttäuschte ihn nicht und landete nach fehlerfreier Runde auf dem siebten Platz. Die beiden Championatskader-Kollegen Daniel Deußer und First Class van Eeckelghem landeten dahinter. Und schließlich konnte Niklas Krieg sich in diesem Springen seine erste Schleife abholen. Im Sattel seines 13-jährigen westfälischen Acorado-Sohnes Ayers Rock lieferte er die drittschnellste Vier-Fehler-Runde, Platz zwölf.

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