Münster: Bundeschampion Destacado Punktbester der Sportprüfung Dressur

Bundeschampionat

Destacado v. Desperados, Bundeschampion der dreijährigen Hengste 2016. PS: Das Bild stammt noch aus der Siegerehrung der Qualifikation, wo ein anderer Sponsor den Preis gestiftet hatte. Heute ging es um den Preis der VTV). (© Kiki Beelitz)

Nun ist auch der zweite Teil der Sportprüfung der Hengste in Münster-Handorf abgeschlossen. An der Spitze standen die beiden Bundeschampions des Vorjahres.

Vor allem der nun vierjährige Hannoveraner Desperados-Sohn Destacado aus der Zucht von Heinrich Gießelmann überzeugte die Richter. Wie im vergangenen Jahr in Warendorf, wo er einigermaßen überraschend, aber doch überlegen den Titel holte, saß Pascal Kandziora in seinem Sattel. Der stellte den Fuchs erneut gefällig und locker vor – etwas, was in den vergangenen Tagen alles andere als selbstverständlich war. Der Lohn war eine gewichtete Endnote von 9,14. Highlight waren Rittigkeit und Gesamteindruck, die jeweils mit einer 9,5 bewertet wurden. Schritt und Galopp waren ein glattes Sehr Gut wert. Im Trab blieb er knapp drunter, 8,7. Der Hengst wirkt auf dem Gestüt Schafhof, das ihn auch für den Sporttest in Münster angemeldet hatte.

Insgesamt waren 16 Vierjährige in Münster angereist. 14 beendeten den Test, zwölf erreichten das Klassenziel einer Mindestnote von 7,5 und besser. Nicht geschafft haben dieses Ergebnis Majerus v. Millennium (7,24) und Sir Samoa v. Millennium (6,86).

Don Martillo bei den Fünfjährigen vorn

Noch ein weiterer Bundeschampion erzielte die meisten Punkte seiner Klasse und auch er kommt aus dem Zuchtgebiet Hannover: der fünfjährige Don Martillo. Er hat den Jazz-Sohn Don Juan de Hus zum Vater und wurde von Axel Windeler aus einer Mutter v. Benetton Dream-Warkant gezogen. Angemeldet wurde er in Münster vom Gestüt Lonken, vorgestellt von Anna-Sophie Fiebelkorn. Der hochgewachsene Schwarze war in Warendorf von Ann-Christin Wienkamp präsentiert worden. Damals war er noch nicht mal gekört. Aber seine Grundgangarten überzeugten schon damals und machten ihn zum Champion. Sie rissen ihn auch diesmal heraus, denn er brauchte etwas, bis er unter Fremdreiter Philipp Hess zum Loslassen kam, nachdem seine Stammreiterin abgestiegen war. Die Richter erklärten, man habe dem Hengst zu Anfang an der Atmung angemerkt, dass er Stress hat. Das sei dann unter Hess immer besser geworden. Und obwohl der Rappe ein paar Mal zur Seite sprang, erklärte auch der Testreiter, dass er sich eigentlich sehr gut reiten ließe. So erhielt er im Bereich Rittigkeit nur eine 7,5. Aber dank einer 9,5 im Schritt sowie der 8,8 im Trab, der 8,9 im Galopp und der 8,8 für den Gesamteindruck kam er auf eine 8,57.

Damit war er überlegener Sieger unter seinen Alterskameraden. Von denen erzielte keiner mehr eine Wertnote über 8,0. Eher im Gegenteil. Von den sieben angetretenen Fünfjährigen erreichten drei das Klassenziel nicht: Celencio v. Cennin (6,62), Duke Noir v. De Niro (7,10) und Symphonic v. Sir Heinrich (6,6).