Anzeige
Ferienhäuser
für Hundehalter
Erlebniswelt Fliegenfischen

ST.GEORG live vor Ort in Hongkong

Eyecatcher


Chefredakteurin Gabriele Pochhammer (Mitte),  Donata von Preussen (re.) und Julia Rau (li., Fotos) berichten live für den ST.GEORG von den Olympischen Reiterspielen 2008! Wählen Sie rechts die einzelnen Rubriken …

SPRINGEN  21.08.2008 19:24

Olympisches Einzelspringen – wir lassen Bilder sprechen

Klicken Sie auf ein Bild, um die Bildergalerie zu starten (5 Bilder)
SPRINGEN  21.08.2008 17:51

Einzelmedaillen vergeben: Gold Lamaze, Silber Bengtsson, Bronze MAdden

Das gab es noch nie: Alle drei Medaillen im Einzelspringen der Olympischen Spiele mussten im Stechen errungen werden. Ins Stechen um die Goldmedaille gingen der Kanadier Eric Lamaze mit Hickstead und der Schwede Rolf-Göran Bengtsson auf Ninja. Bengtsson war erster Starter in dem spannungsgeladenen Stechen, er ritt eher auf Sicherheit. Bis zum letzten Sprung, einem Nachbau der chinesischen Mauer, ging seine Rechnung auch auf - doch dann fielen die Bausteine der Mauer zu Boden. Nach 38,39 Sekunden war klar: Wenn Lamaze fehlerfrei reiten würde, hätte Kanada olympisches Einzelgold geholt. Er gab nicht übermäßig Gas, blieb fehlerfrei - und die Uhr blieb auf die hundtertstel Sekunde genau auf derselben Zeit stehen wie bei Bengtsson.
Für Einzelbronze mussten insgesamt sieben Paare ins Stechen - darunter auch Ludger Beerbaum mit All Inclusive und Meredith Michaels-Beerbaum auf Shutterfly. Während Ludger sich mit einem Abwurf aus dem Medaillenrängen katapultierte, konnte Meredith nach einem Nullfehlerritt fast bis zum letzten Reiter auf Bronze hoffen. Einzig die Amerikanerin Beezie Madden mit Authentic, die sie schon bei der WM in Aachen 2006  "ausgestochen" hatte, konnte ihr noch gefährlich werden - und sie unterbot die Zeit von Michaels-Beerbaum um zwölf Hundertstel. Damit ging Bronze an Beezie Madden, Rang vier für Meredith Michaels-Beerbaum. Ludger landete schlussendlich als zweitbester deutscher Reiter auf Rang sieben.
DOPING  21.08.2008 11:33

Olympischer Springsport steht vor dem Abgrund: Vier Dopingfälle

Der Taifun, der sich den Wettprognosen zufolge dem olympischen Reitstadion in Hongkong nähert, verzögert die pünktliche Heimreise der Pferde, zwei Flüge wurden bereits verschoben. Doch das ist ein mildes Lüftchen verglichen mit dem Orkan, den gleich vier Dopingfälle im olympischen Springsport auslösten. Bei vier Pferden, Cöster von Christian Ahlmann (Deutschland), Lantinus von Denis Lynch (Irland), Chupa Chup von Bernardo Alves (Brasilien) und Camiro von Tony Hansen (Norwegen) wurde die verbotene Substanz Capsaicin gefunden, ein Mittel, das aus der  Chilischote gewonnen wird. Es wird als Paste oder Lotion verabreicht, um die Durchblutung zu fördern, beziehungsweise den Schmerz zu nehmen, aber auch um die Empfindlichkeit der Beine zu steigern. In letzterem Fall würde zum Beispiel die Berührung einer Hindernisstange für das Pferd wesentlich schmerzhafter sein als normal, weil die Haut künstlich sensibilisiert wurde. Das Pferd wird versuchen, die Berührung der Hindernisse, und damit Fehler, auf jeden Fall zu vermeiden.

Ist auch die B-Probe positiv, wird Norwegen wird voraussichtlich seine Bronzemedaille an die Schweiz verlieren.  Alle vier Reiter wurden sofort vom olympischen Turnier suspendiert. Diese Maßnahme ist seit einer im Frühjahr beschlossenen Regel möglich. Die Substanz wurde zum ersten Mal im Springsport nachgewiesen, vorher lediglich einmal bei Rennpferden.

Capsaicin gilt als illegale Droge. Sollte die Substanz zum Zwecke der Hypersensibilisierung auf die Pferdebeine aufgebracht worden sei, ist der Tatbestand des Dopings erfüllt, ansonsten handelt es sich um die minderschwer Medikation Klasse A. Der Nachweis, an welchem Körperteil die ätzende Lotion angewendet wurde, dürfte allerdings schwierig sein, die Substanz gilt als sehr flüchtig. „Bei allen Springpferden wurden nach der Prüfung die Bandagen abgenommen und die Beine kontrolliert, dabei wurden keine Auffälligkeiten bemerkt“, sagte Paul Farrington, Mitglied der Veterinärkommission der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI). Bei 15 Pferden wurden Dopingproben genommen, entweder Blut oder Urin oder beides, damit sind mehr als 25 Prozent positiv. Cöster ist das einzige deutsche Pferd, das getestet wurde.

„Dieses Ergebnis ist ein ernster Angriff auf das Ansehen des Reitsports“, sagt FEI-Vizepräsident Sven Holmberg aus Schweden.  „Offenbar haben wir es hier mit einem Trend zu tun“. Damit spielt er auf die Tatsache an, dass alle vier Reiter wegen derselben Substanz auffällig geworden sind.  Erst seit etwa zwei Jahren kann Capsaicin nachgewiesen werden.

Nachdem bekannt wurde, dass die A-Probe von Cöster positiv getestet war, wurde Christian Ahlmann umgehend aus der deutschen Olympiamannschaft ausgeschlossen. Die Analyse der B-Probe soll in zwei bis drei Tagen vorliegen, als Zeuge der Analyse wird der deutsche Mannschaftstierarzt Dr. Björn Nolting anwesend sein. Ahlmann, der gestern Mittag bereits im Flugzeug nach Deutschland saß, äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Er müsse sich erst mit der Analyse befassen und recherchieren, bevor er eine Erklärung abgebe, ließ er ausrichten.

Bei ebenfalls positiver B-Probe kündigte das FEI-Tribunal eine Entscheidung noch im Laufe des September an. „Ich kenne die Substanz nur aus der Literatur, sie wird unter anderem verwendet, um das Immunsystem von Koi-Karpfen zu stärken“, so Nolting. Er sei von dem Analyseergebnis völlig überrascht worden. Die deutschen Reiter hätten im Vorfeld der Olympischen Spiele unterschrieben, jede Art von Medikation mit dem Mannschaftstierarzt abzusprechen. Vor allem die Erfahrung von Athen hätte eine Lehre sein müssen, so Nolting.  Ludger Beerbaum wurde nach den Spielen 2004 disqualifiziert, weil bei seinem Pferd Goldfever eine cortisonhaltige Substanz gefunden wurde, wie es heißt, durch das Aufbringen einer Wundsalbe. Die deutschen Springreiter mussten die Goldmedaille abgeben und durch Bronze eintauschen.  „Nach diesen Erfahrungen haben wir im Vorfeld sehr eindringlich mit den Reitern gesprochen“, so Nolting.

„Athen hat eine so deutliche Sprache gesprochen, dass jeder wissen konnte, was die Stunde geschlagen hat“, sagte Delegationsleiter Reinhard Wendt. Alle deutschen Pferde wurden bereits in der Quarantäne einer Dopingkontrolle unterzogen. Außerdem machte die Mannschaftsführung bei allen Pferden von der Möglichkeit Gebrauch, sie nach Ankunft in Hongkong auf bestimmte Substanzen testen zu lassen. Dabei handelt es sich allerdings lediglich um Substanzen, mit denen Krankheiten behandelt werden, nicht um Dopingsubstanzen. Damit solle verhindert werden, dass sich Restbestände von vorhergehenden Behandlungen fänden, die die Leistung nicht mehr beeinflussten, heißt es seitens der FEI. Es gibt aber auch kritische  Stimmen, die fürchten, durch diese vorsorglichen Test könnten die Reiter herausfinden, welche Substanzen  das Labor analysieren kann und welche nicht.

Peter Hofmann, der Vorsitzende des deutschen Springausschusses, sprach von einem „Supergau“. „Ich und viele andere sind ehrenamtlich in diesem Sport tätig, weil er uns fasziniert und es ist noch nicht abzusehen, welche Folgen das haben wird“, so Hofmann. Er sieht sogar die Zukunft des olympischen Reitsports gefährdet. Dem hält Hanfried Haring, der Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und Mitglied des FEI-Bureaus entgegen: „Es wird jetzt davon abhängen, wie die FEI mit diesen Fällen umgeht und glaubhaft zeigen kann, wie ernst es ihr im Kampf gegen Doping ist.“

DOPING  21.08.2008 08:53

EILMELDUNG AUS HONGKONG. CÖSTER STARTET NICHT

Christian Ahlmann und Cöster wurden vom Einzelspringen der Olympischen Spiele in Hongkong nach einer positiven Medikationskontrolle suspendiert. Dabei wurde ein Mittel angewendet, das auf die Haut aufgebracht wird, vermutlich um die Haut schmerzempfindlicher zu machen. Ahlmann befindet sich bereits auf der Rückreise.

Vier weitere qualifizierte Reiter fehlen auf der Startliste: Tony Hansen (Norwegen), Will Simpson (USA),Denis Lynch (IRL) und Bernardo Alves (BRA). Die Internationale Reiterliche Vereinigung kündigte für 18 Uhr (12 Uhr) eine Pressekonfernz an.

Im folgenden die Presseerklärung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zum Fall Ahlmann:

Springreiter Christian Ahlmann von den Olympischen Spielen suspendiert

von Dennis Peiler

Hongkong (fn-press). Die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) hat Springreiter Christian Ahlmann (Marl) von den Olympischen Spielen suspendiert. Im Rahmen einer Medikationskontrolle am 17. August bei den Olympischen Spielen in Hongkong wurde bei seinem Pferd Cöster die Substanz Capsaicin nachgewiesen. Dies teilte das Legal Department der Internationalen Reiterlichen Vereinigung gestern gegen 20 Uhr dem Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Dr. Hanfried Haring, mit.

Im Anschluss wurde das Ergebnis der Medikationskontrolle dem Chef de Mission, Reinhard Wendt (Warendorf), und dem Reiter Christian Ahlmann mitgeteilt. Die internationale Reiterliche Vereinigung hatte heute zur Klärung des Sachverhaltes um 10 Uhr eine Anhörung angesetzt, die zu folgendem Ergebnis führte:

Christian Ahlmann wurde mit sofortiger Wirkung von den Olympischen Spielen ausgeschlossen und darf damit nicht am olympischen Finalspringen heute Abend teilnehmen. Damit tritt bei Olympischen Spielen die neue Regelung in Kraft, die vorsieht, dass Reiter und Pferd bereits nach einer positiven A-Probe vom Turnier suspendiert werden. Die Öffnung der B-Probe ist für Freitag, 22. August, um 10 Uhr im "Hong Kong Analytical Laboratory" vorgesehen.

"Die Beschleunigung des Verfahrens, die international unter besonderer Mitwirkung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ins Leben gerufen wurde, ist genau richtig", bekräftigte Dr. Haring die neue Regelung. "Wir werden seitens der FN alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Fall aufzuklären", so Haring weiter.

"Bei der Substanz Capsaicin handelt es sich um ein Extrakt der Chilischote, das zur oberflächlichen Behandlung auf der Haut angewendet werden kann", so der Mannschaftstierarzt Dr. Björn Nolting (Weilerswist). "Es hat in erster Linie einen durchblutungsfördernden Effekt", erklärt Nolting.

DRESSUR  19.08.2008 18:28

Heike im Glück

Heike Kemmer hat sich heute ihre erste Einzelmedaille bei einem Championat erritten – Bronze. Verdient. So losgelassen und harmonisch wie in Hongkong ging Bonaparte lange nicht mehr. Hier ein paar Impressionen aus der Kür.
Klicken Sie auf ein Bild, um die Bildergalerie zu starten (3 Bilder)
AngelWoche • Blinker • ESOX • FLIEGENFISCHEN • KUTTER & KÜSTE
AERO INTERNATIONAL • fliegermagazin • ROTORBLATT • fotoMAGAZIN
FOTOwirtschaft • GOLFmagazin • JÄGER • outdoor.markt • Mein Pferd •
segeln • tauchen • tennis magazin • OUTDOOR Action • JAHR TSV Abo-Shop
JAHR TSV Shop • JAHR TOP SPECIAL VERLAG • Royal Fishing Club