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Mitstreiten im Januar/Februar 2013

Anreiten junger Hengste im Anschluss an die Körung - Sinn oder Unsinn?

Dass Junghengste unmittelbar nach ihrer Körung angeritten werden, wenn sie noch nicht ganz dreijährig sind, sorgte jüngst einmal mehr für eine Welle der Empörung. Und trotzdem wird es regelmäßig gemacht. Es muss also Gründe dafür geben.

Schließlich sind die Pferde gründlich auf die Körungen vorbereitet worden, haben Muskulatur aufgebaut und an Kondition gewonnen. Ein guter Grund, oder? Oder ist es nicht vielmehr das Problem, dass ohnehin zu früh zu viel mit den Pferden gemacht wird?

Wir sind gespannt, wie Sie das sehen. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

06.03.2014
 
Kommentar von Gabriele Urban
Dem Thema aus dem Februarheft
und den Kommentaren dazu ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht das aus Geldgier alles, aber wirklich auch alles außen vor gelassen wird, wie z.B. die Heeresdienstvorschrift 12.
Würde man nach dieser ausbilden(aber das kostet ja
Zeit und Geld, denn es beinhaltet ja für die jungen Remonten viel Geländereiten)
würden sich viele Probleme von alleine erledigen.
Womit ich zum Thema ZUCHT aus dem Märzheft überleiten möchte.Der Zuchtleiter vom Oldenburger Verband hat mir derart aus der Seele geprochen, besser ging es nicht. Über kurz oder lang züchten und reiten wir unsere Pferde kaputt.
Ich höre jetzt schon das Geschrei der Verantwortlichen, wenn wir nur noch Mittelmaß sind.
Wie war das noch gleich:ZÜCHTEN heißt in GENERATIONEN denken.
Heute heißt Züchten, in Geldnoten denken.
Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Eine Züchterin und Reiterin
18.02.2014
 
Kommentar von Erika Pisl
Wenn man Züchter ist, dann ist man eigentlich gezwungen möglichst früh anzufangen, damit man weiß wo der Zögling steht und vorallem: Jeder Monat mehr geht ins Geld. Meine persönliche Meinung ist, dass die Pferde erst ab 3 Jahren zur Körung vorgestellt werden dürfen - dann ist die Vorbereitung dafür und das Anreiten auch erst später und damit nicht mehr reine Kinderarbeit. Das Bundeschampionat müsste auch erst ab 4 Jahre los gehen. Dann ist hier auch eine klare Grenze. Aber das bedeutet wiederum, dass eine ganze Branche fast ein Jahr lang viel Geld verliert - deshalb wird das auch ein Wunschtraum bleiben.
18.02.2014
 
Kommentar von Dio
Meiner Meinung nach sollten Pferde nicht vor 5 Jahren angeritten werden. Das betrifft jegliche übertriebene körperliche Belastung.
Starts bei irgendwelchen Turnieren sollte erst ab 6 Jahren erlaubt sein. Man beachte einmal, wann ein Pferd wirklich ausgewachsen ist. Die meisten, die mit 2-3 Jahren angeritten werden, sind daher auch mit spätestens 10 Jahren platt.
06.02.2014
 
Kommentar von Jessica Jungk
Was hier noch nicht gesagt wurde (oder habe ich es überlesen...?) wäre eine wichtige Basis für dieses Gespräch überhaupt:

Was versteht man denn generell unter "angeritten" (und dazugehörig unter "eingeritten")?

Also mir sind diese Begriffe wie folgt bekannt:

- angeritten:
Das Pferd kennt Sattel und Reitergewicht und befindet sich u.a. in der Lernphase der Gleichgewichtsfindung. d.h. Takt und Losgelassenheit sind das "Endziel" dieser Ausbildungsphase. Ferner Richtungsänderungen und Tempounterschiede (nicht die dressurmässigen, sondern in dieser Phase schlicht durchparieren, beschleunigen, stillstehen, etc.).

- eingeritten:
Das Pferd hat die vorangegangenen Inhalte verinnerlicht (d.h. es kann quasi "aus dem Tiefschlaf" oder nach einer auch monatelangen Pause von der Weide geholt werden, und der Reiter kann die Lerninhalte sofort abrufen. Das Pferd hat eine Art Routine erlangt, die quasi ins "reflexhafte" übergegangen ist. Aufgrund von Verinnerlichung. Es sei nicht "totgedrillt"!
=> Das eingerittene Pferd sei nun soweit, dass es stilistische Geschichten verbessert und weiterführende Lektionen erlernen kann - weil die "basics" wirklich sitzen.

Mein alter Reitlehrer ("konventioneller" Großpferdestall) brachte uns bei, dass ein Warmblüter idealerweise nicht vor dem 10.(!) Lebensjahr mit dem Springen anfangen sollte - da er bis dahin die Hilfen in jeder Lebenslage verinnerlicht hat (kein Zerren und Reissen nötig, wenns im Galopp durch den noch ungewohnten Parcour geht); und seinen Charakter genügend gefestigt hat (Entscheidungsfähigkeit des Pferdes, Selbstbewusstsein, Kennen der eigenen Fähigkeiten, z.B. kein falsches Abspringen, wenn Pferd merkt, dass der Absprung einfach nicht passt, keine Stürze mitten in die Stangen...).

Was spricht gegen die Idee der "Vorschule" wie sie bei Menschen im Kindergarten praktiziert wird?
Spielerische Vorbereitung (nicht zu verwechseln mit anti-autoritärem Beschwichtigen) auf das, was dem Pferd später abverlangt werden soll? Jahrelang keinen oder kaum Kontakt zum Menschen, und dann innerhalb von kurzer Zeit alles "auf einmal" (gemessen an der bisherigen Lebensspanne des Tieres)?
Manches Pferd wird das schnelle Lerntempo toll finden und neugierig und begeistert mitmachen. Andere kommen womöglich nicht so gut zurecht mit der radikalen Veränderung ihrer bisherigen Lebensumstände.

Wieder liegt es (meiner Meinung nach) an den jeweiligen Menschen, zu erkennen, was ihrem Pferd am besten zumutbar ist.
Pauschale(!) Lösungen wie "kurz und schmerzlos" oder "nur Horsemanship" oder andere dogmenähnliche Methoden können bei genau diesem einen Tier dann schiefgehen. Ein interdisziplinärer Ansatz könnte Türen öffnen, die man selbst so vielleicht übersehen würde.
Zumal in allen Lagern nicht immer jeder Mensch geeignet ist für "den einen Weg" in der Jungpferdeausbildung. Manch einem Ausbilder liegt der schnelle, komprimierte Weg in der Pferdeausbildung besser. Andere lassen sich "lieber mehr Zeit". Beides ist nicht verwerflich, wenn es den Fähigkeiten des jeweiligen Ausbilders entspricht - d.h. das Tier nicht auf der Strecke bleibt. Eiliges, ungeduldiges Kompakttraining kann dem sensiblen, nervösen Pferd ebenso schaden wie monotones, ewigliches Rumtüddeln der immer gleichen beiden (oder auch 5... wow) Lektionen, welches dem intelligenten, lernwilligen Pferd schlicht auf die Nerven geht und seine Kooperationsbereitschaft zermürbt.

Das Endergebnis zählt wie ich persönlich finde - solange das Pferd dann artgerecht und seinem jeweiligen Charakter entsprechend behandelt wurde und der Mensch nicht an seine eigenen persönlichen Grenzen stösst.
gisela.becker@bluewin.ch  22.01.2014
 
Kommentar von Becker Gisela
Am lautesten geben ihre Meinung die raus, die selbst noch nie Pferde gezogen oder ausgebildet haben.Die haben schiss sich selbst draufzusetzen!Genau diese sind es,die ihre eigenen Kinder weder zu Ordnung,Disziplin,Rücksicht usw.erziehen und wie Halbgötter halten.Der Halbgott Kind muss sich entfalten können.Einem Pferdekind, und das sind diese nun noch in diesem Alter,wird genau das, was auch ein Kind lernen sollte, dem jungen Pferd mit Nachdruck und ohne Gefühl eingedrillt.Warendorf?Die machen still und leise mit,unterstützen diese Kinderarbeit.Knochen,Sehnen,Psyche und Verstand sind für tägl.Ausbildungsarbeit noch nicht fertig genug.Kinderarbeit wird weltweit geächtet. Das Pferd ist doch so gross, da geht daas alles!Was helfen Vorschriften u. Gesetze wenn es alte Betonköpfe gibt,die von Wachstum,Körperbau,Psyche,Entwicklung medizinisch keine Ahnung haben aber sich mächtig wichtig vorkommen.Verstand und Einfühlungsvermögen ist dringend notwendig. Es darf keine Turniere,Prüfungen ect. in der LPO geben,bevor das Pferd nicht das 5.Lj.vollendet hat.Nur wenn das konsequent durchgezogen würde, hätten junge Tiere eine Chance ihre Jugend gesund zu überleben.Geld regiert die Welt auch die Jugend und Kindheit der Pferde. Warendorf und LPO - ab in den Papierkorb samt den Verfassern.
05.01.2014
 
Kommentar von Susanne
Mit 2 Jahren, ach viel zu spät für eine leistungsorientierte Gesellschaft. Die Zukunft ist das Anreiten als Jährling mit dem neu erfundenen Fohlensattel. Reele Ausbildung gehört in die Vergangenheit, warum reitet die Spanische Hofreitschule die Hengste eigentlich erst mit 5 Jahren an? Kostet doch nur unötig Geld!
16.12.2013
 
Kommentar von J. Stahl
Das Größte Glück der Pferde, ist der Reiter auf der Erde ^^
11.12.2013
 
Kommentar von Alex
Liebe/r K.M. (Kommentar vom 09.12.13),
das war jetzt hoffentlich ironisch gemeint, oder?

Natürlich möchtes jedes Pferd lieber 23 Stunden am Tag in einer warmen, gut eingestreuten Box stehen um dann mal kurz, aber knackig gearbeitet zu werden. Weidegang, freie Bewegung an der frischen Luft etc. werden doch völlig überbewertet. Vor allem so junge Pferde haben doch eh keinen Bewegungsdrang, Artgenossen brauchen sie auch nicht. Also was soll's?

Und Lunge, Muskeln, Sehnen etc. entwickeln sich beim Stehen in der Box sowieso viel besser, vorallem wenn es schön warm, um nicht zu sagen stickig und staubig, und möglichst komplett frischluftfrei ist... (Zur Verdeutlichung: Das war ironisch gemeint ;) )
09.12.2013
 
Kommentar von K.M.
Ist es für Pferde, die 2-jährig schon entsprechend entwickelt sind, nicht schöner gearbeitet zu werden, anstatt den Winter über auf matschigen Paddocks den ganzen Tag im Regen zu stehen? Meiner Meinung nach ist ein professionell auf die Körung vorbereitetes Pferd, dass in einer gut eingestreuten Box mit Stroh steht, glücklicher als eines, dass sich wind und Wetter über seinen nassen Rücken fegen lassen muss.
04.12.2013
 
Kommentar von L
Ich finde das viel zu früh. Unsere Kinder schicken wir ja auch nicht mit 5 aufs Gymnasium. Das Anreiten und die Arbeit bedeuten nicht nur körperlichen, sondern auch seelischen Stress, und das kann man einem "Kind" nicht zumuten. Das ist Missbrauch auf Kosten des Pferdes und genauso verachtenswert wie Kinderarbeit, und es hat z.T. die gleichen Folgen!
03.12.2013
 
Kommentar von Sybille Moser
Wann gibt es endlich ein neues Streitthema?
26.11.2013
 
Kommentar von Katharina Ahrens
Meine Güte, mir genügt schon der erste Beitrag hier, um an der Befragung nicht teilnehmen zu wollen. Die Kluft zwischen den Profis, Halbamateuren und den Freizeitreitern wird nicht kleiner mit solchen Aussagen. Wer reitet doch gerade noch die Jungpferde in die Grütze? Ach ja, Bundeschampionat. Weil Jungpferde mit drei ja nicht mehr auf Turnier sollen, dafür gibt es ja jetzt Warendorf. Ich mag mich dazu nirgends mehr äußern, auf der Fachtagung in Verden ist dazu alles gesagt worden.
Kat. Ahrens
19.11.2013
 
Kommentar von A.C.
Was spricht dagegen ein Pferd dass auf die Körung vorbereiter wurde, Kondition und Muskeln aufgebaut hat, nicht direkt auch anzureiten? Wenn es ein korrektes anreiten ist, also kurz und schmerzlos (anstatt wie bei den meisten Freizeitreitern über Monate hinweg) hat es für das Pferd nur Vorteile. Und falls aus dem Hengst dann ein Wallach wird kann man ihn danach ja immer noch zurück auf die Wiese stellen.
22.10.2013
 
Kommentar von angie
Ich finde es schrecklich das mi so jungen Pferden so umgegangen wird. Ich habe vor drei Jahren einen 6 jährigen Wallach gekauft - dieser sollte gekört werden ...und war mit 3 Jahren und vier Monaten schon auf einem Landeschampionat...tja und nach und nach hab ich immer mehr raus gefunden...das Ende vom Lied...meine Bube habe ich damals 6jährig ( noch nicht lange kastriert) mit Kissing-spines und Arthrose und nervlich am Ende gekauft...ICH DANKE DEN SUPER DURCHDACHTEN PFERDESPORT... Kann nur noch den Kopf über sowas schütteln... Meinen Buben geht es für die Diagnosen sehr gut...aber ihn und mir hätte ohne diese Vorgehensweise einiges erspart werden können
25.05.2013
 
Kommentar von SWR
Wir haben bereits zweimal Wallache im Alter von 2 Jahren gekauft, die für die Körauswahl vorbereitet wurden. Beide wurden dann wirklich schonend (!) gearbeitet - Freispringen, Longieren, Anreiten und viel Freizeit mit Weidegang. Mag es an der guten Zuchtstätte liegen; aber wir haben gut erzogene, händelbare Pferde die sich auch bei Belastung immer kooperativ zeigen. Wichtig ist m.E. dem Pferd zum rechten Zeitpunkt Pausen zu gönnen und auch mal auf einen Turnierstart zu verzichten.
22.05.2013
 
Kommentar von Antonia
Ein Pferd mit 3 Jahren einreiten ? Naja also wenn man welche hat die Psychologisch schon weit genug sind gar kein Problem aber wenn man Junge Pferde hat die Psychologisch noch nicht so weit sind sollte man einfach ein Jahr langer auf der Wiese stehen lassen. Was eigendlich noch besser ist wenn die Pferde 3 Jahrig angeritten werden und dann nochmal fuer 6 Monate ganz raus auf die Wiese gehen koennen.
10.05.2013
 
Kommentar von Laura
Wenn mann von zu fruehes Anreiten spricht dann muss mann sich auch fragen ob die Koervorbereitung von noch nicht mal 2-jaehringen Pferden artgerecht ist. Ich dass ist ein viel gravierendes Problem da es im Endeffekt nicht viel ausmacht ob Zweijaehrige die aussehen wie fertige M-Pferde von der Bemuskelung zweimal die Woche einen Reiter auf den Ruecken geschnallt bekommen. Viel viel schlimmer finde ich dagegen dass, waehrend andere noch auf der Weide spielen und wachsen duerfen, die Koerkandidaten schon im Stall stehen muessen, jeden Tag gearbeitet werden, in die Fuehranlage gehen und longiert werden.
24.04.2013
 
Kommentar von Julia
Also meiner Meinung nach sollten Pferde allerfrühestens 3 jährig angeritten werden und dann auch nur entspannt, ohne Druck und nicht zu häufig. Ich denke (wenn ein Pferd 3 jährig körperlich schon gut entwickelt ist!) ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man 1 oder 2 mal in der Woche entspannt mit anderen ins Gelände geht oder ähnliches. Ich denke, das Grundsätzliche Problem ist die Finanzierung. Umso früher ein Pferd eingeritten wird ums schneller läasst es sich verkaufen. Wo das Pferd dabei bleibt ist meist nicht allzu bedacht. Daher bin ich ein Fan von der 4 jährigen Sattelkörung, wenn auch diese um ein halbes Jahr nach hinten verschoben werden könnte. Mitte/ende 4 jährig eine Körung unter dem Sattel, das wäre doch perfekt. Dann hätten wir mehr unter dem Sattel erprobte gekörte Hengste, pferdegerechtes Einreiten und möglicherweise weniger junge und kaputte Pferde. Aber das ist vermutlich ein Wunschtraum, denn es rentiert sich nicht. Und die Entscheidung zwischen Geld und Pferd fällt dann doch meist zugunsten ersterem aus.Leider auch heute noch, wo man meinen könnte, die Menschen hätten aus Fehlern gelernt.
30.03.2013
 
Kommentar von Martina
Ein Pferd ist vom Skelett her eigentlich nicht für die Reiterei gebaut.
Meiner Meinung nach sollte ein Reiter erst aufs Pferd, wenn dieses die entsprechende Muskulatur zum tragen des Gewichts aufgebaut hat. Ein zweieinhalbjähriger gehört für mich deshalb nicht unter den Sattel. Gegen eine fundierte Ausbildung vom Boden aus, ist hingegen nichts einzuwenden.
22.02.2013
 
Kommentar von Martina
Man kann so junge Pferde sehr wohl schon ausbilden: gerade aus als Handpferd ins Gelände, so was wie ein ruhiger Wanderritt in der Gruppe mit Pause, Wasserdurchritt etc. Davon profitiert das Pferd körperlich und seelisch sehr viel für die Zukunft - nur keine Belastung durch Reiter, Gebiss und Zügelzug. Und schon gar keine Longiererei im Kreis mit der Scherwirkung auf die unfertigen Gelenke! Aber so was ist aus der Mode gekommen. Es macht nichts her und ist nicht "schick" und macht nur Mühe (der Reiter muss gut und sicher reiten können, oho). So ein Handpferd strampelt nicht spektakulär daher, es lernt nur von den anderen Pferden und das sieht man ihm nicht an. Schade eigentlich. Ich werde gegen den Strom schwimmen und unsere Pferde nicht im 4eck anreiten, das steht fest.
22.02.2013
 
Kommentar von Sabine Brandt
"Dass Junghengste unmittelbar nach ihrer Körung angeritten werden, wenn sie noch nicht ganz dreijährig sind, sorgte jüngst einmal mehr für eine Welle der Empörung."

Für Empörung sorgten die Videos einiger Hengsthalter, die 2 1/2 jährige Hengste in nicht altersgerechter Art und Weise unter dem Sattel zeigten: strammgezogen, hoch aufgerichtet und sich dabei die Beine aus dem Leib strampelnd.

Gegen altersgerechtes (an)reiten dieser jungen Körkandidaten, die in satter Kondition stehend mitten im Winter von der Körung kommen, ist grundsätzlich nichts einzuwenden.

Grössere Empörung sollte man eher den unzähligen naiven "Daumen hoch" Kommentare euphorischer "Fans" zollen, die durch blindes Lemminge-Verhalten derart altersungerechten Drill noch zusätzlich mit ihrer unreflektierten "Begeisterung" in der Öffentlichkeit unterstützen.

Solches Verhalten unterstützt unangemessene Praktiken der Hengshalter, die ihre Junghengste im Netz feiern lassen.

Wen sollte man nun also eher kritisieren?
den unangemessenen "Ausbilder" udn Hnegsthalter oder die Heerscharen euphorischer "gefällt-mir-Fans" die soetwas durch naives Schwarmverhalten unterstützen - ?
20.02.2013
 
Kommentar von Ralph
Komisch, daß diese Diskussion immer nur bei den Reitpferden, aber nicht bei den Rennpferden oder Westernpferden auftaucht.
Früher war es ganz selbstverständlich die Pferde von der Weide weg im Spätherbst 2 1/2jährig anzureiten. Das war einfach eine wirtschaftliche Rechnung des Züchters. Die Pferde wurden nach Möglichkeit, wenn nicht schon als Fohlen, als 3jährige vermarktet, denn ein Jahr später stand ja der nächste Jahrgang ins Haus (Ställen). 6jährig durften die Pferde schon S-Springen gehen!
Die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten ist zugunsten der Pferde deutlich positiver geworden. Man läßt ihnen mehr Zeit sich zu entwickeln, die Anforderungen im Sport werden altersgerecht erst später abgefragt, bzw. sind verringert worden.
Wenn man Sorgfalt walten läßt, ist gegen das Anreiten als 3jährige nichts einzuwenden. Nicht zu schwerer Reiter, nicht jeden Tag, das Pensum an die Entwicklung angepaßt, bei Wachstumsschüben auch mal eine Auszeit (Weide). Die besten Erfahrungen habe ich gemacht, wenn man das Anreiten begann, bevor die Pferde viel Hafer gesehen hatten. Vor der Kraft (Übermut) hatten die Youngster Kultur.
13.02.2013
 
Kommentar von MountedGames
Mal ganz ehrlich: Was willst du denn
mit Hengsten machen, die von der Körung kommen? Noch ein halbes Jahr auf die Weide oder wieder wegstellen, damit sie dann mit 3 1/2 oder 4 angeritten werden? Wenn die Hengste erstmal so aif die Körung vorbereitet sind, dann kannst du die auch nicht mehr wegstellen. Dann lieber langsam anfangen anzureiten. Ich sehe kein Problem darin, Pferde dreijährig anzureiten. Bei uns wird das so gehandhabt, dass die Pferde (ich spreche jetzt nicht von Hengsten, die zur Körung sollen) Anfang des Jahres angeritten werden und dann den Sommer wieder auf die Weide gestellt werden. Im Herbst/Winter beginnt dann die "richtige" Arbeit. Alles natürlich in Maßen, immer noch viel Longieren und kurze Reitreprisen. Egal in welchem Alter sollte man Pferde fair und gerecht arbeiten, so dass es nicht zum Verschleiß kommt. Ein erst 5 Jährig eingerittener mit danach 8 Jahren Turnierkarriere ist verschleißanfälliger als ein 3 Jährig eingerittener, der dosiert eingesetzt wird und auch mal sein Jahr Turnierpause oder einen freien Monat auf der Wiese hat. Also: Schiebt nicht immer alles auf das Alter des Anreitens. Horsemanship ist vielmehr der bewusste Umgang und die richtige Bewegung für das Pferd. Jeden Tag. Egal, welches Pferd. Egal wie alt. Egal, ob Sport- oder Freizeitpferd. Immer.
12.02.2013
 
Kommentar von N.G.
Züchten selbst junge Pferde und reiten sie frühestens erst mit 3 Jahren an, meist erst mit 4. Kenne einen Stall in Nordsachsen, da werden die Pferde schon mit 2,5 Jahren!!geritten und unterm Sattel gesprungen!! Also wirklich 2,5. Was soll man dazu sagen?
08.02.2013
 
Kommentar von S. Römer
Um es mit den berühmten Worten von Henry Ford zu umschreiben :,, Der größte Fein der Qualität, ist die Eile.''
05.02.2013
 
Kommentar von ingrid stangl
Ich finde es übertrieben das 3 jährige schon aussehen wie fertige pferde und das sie so einen stress ausgesetzt werden bei diesen hengstleistungsprüfungen ich war neulich auf einer hengstleistungsprüfung nur für 3 jährige und bin der meinung da waren einige dabei die wurde im januar 2010 geboren somit kann man daraus schließen das diese schon ein halbes jahr vorher gearbeitet werden
27.01.2013
 
Kommentar von dirk nowak
hallo ich bin der meineung das alle pferde erstmal auswachsen müssen das ist meistens mit drei jahren noch nicht so weit den wen die pferde noch nicht ausgewachsen sind und stark gearbeitet werden können die pferde das nur schwer schoffen wodurch pferde oft verbaut sind was ich nicht gut finde da diese pferde immer mehr problme bekommen als korekt gebaute pferde dahe habt alle gedult und wartet bis die pferde richtig ausgewachsen sind auch wen die großen pferde oft am längsten brauchen
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