Mitstreiten im Januar/Februar 2013

Anreiten junger Hengste im Anschluss an die Körung - Sinn oder Unsinn?

Dass Junghengste unmittelbar nach ihrer Körung angeritten werden, wenn sie noch nicht ganz dreijährig sind, sorgte jüngst einmal mehr für eine Welle der Empörung. Und trotzdem wird es regelmäßig gemacht. Es muss also Gründe dafür geben.

Schließlich sind die Pferde gründlich auf die Körungen vorbereitet worden, haben Muskulatur aufgebaut und an Kondition gewonnen. Ein guter Grund, oder? Oder ist es nicht vielmehr das Problem, dass ohnehin zu früh zu viel mit den Pferden gemacht wird?

Wir sind gespannt, wie Sie das sehen. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

22.05.2013
 
Kommentar von Antonia
Ein Pferd mit 3 Jahren einreiten ? Naja also wenn man welche hat die Psychologisch schon weit genug sind gar kein Problem aber wenn man Junge Pferde hat die Psychologisch noch nicht so weit sind sollte man einfach ein Jahr langer auf der Wiese stehen lassen. Was eigendlich noch besser ist wenn die Pferde 3 Jahrig angeritten werden und dann nochmal fuer 6 Monate ganz raus auf die Wiese gehen koennen.
10.05.2013
 
Kommentar von Laura
Wenn mann von zu fruehes Anreiten spricht dann muss mann sich auch fragen ob die Koervorbereitung von noch nicht mal 2-jaehringen Pferden artgerecht ist. Ich dass ist ein viel gravierendes Problem da es im Endeffekt nicht viel ausmacht ob Zweijaehrige die aussehen wie fertige M-Pferde von der Bemuskelung zweimal die Woche einen Reiter auf den Ruecken geschnallt bekommen. Viel viel schlimmer finde ich dagegen dass, waehrend andere noch auf der Weide spielen und wachsen duerfen, die Koerkandidaten schon im Stall stehen muessen, jeden Tag gearbeitet werden, in die Fuehranlage gehen und longiert werden.
24.04.2013
 
Kommentar von Julia
Also meiner Meinung nach sollten Pferde allerfrühestens 3 jährig angeritten werden und dann auch nur entspannt, ohne Druck und nicht zu häufig. Ich denke (wenn ein Pferd 3 jährig körperlich schon gut entwickelt ist!) ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man 1 oder 2 mal in der Woche entspannt mit anderen ins Gelände geht oder ähnliches. Ich denke, das Grundsätzliche Problem ist die Finanzierung. Umso früher ein Pferd eingeritten wird ums schneller läasst es sich verkaufen. Wo das Pferd dabei bleibt ist meist nicht allzu bedacht. Daher bin ich ein Fan von der 4 jährigen Sattelkörung, wenn auch diese um ein halbes Jahr nach hinten verschoben werden könnte. Mitte/ende 4 jährig eine Körung unter dem Sattel, das wäre doch perfekt. Dann hätten wir mehr unter dem Sattel erprobte gekörte Hengste, pferdegerechtes Einreiten und möglicherweise weniger junge und kaputte Pferde. Aber das ist vermutlich ein Wunschtraum, denn es rentiert sich nicht. Und die Entscheidung zwischen Geld und Pferd fällt dann doch meist zugunsten ersterem aus.Leider auch heute noch, wo man meinen könnte, die Menschen hätten aus Fehlern gelernt.
30.03.2013
 
Kommentar von Martina
Ein Pferd ist vom Skelett her eigentlich nicht für die Reiterei gebaut.
Meiner Meinung nach sollte ein Reiter erst aufs Pferd, wenn dieses die entsprechende Muskulatur zum tragen des Gewichts aufgebaut hat. Ein zweieinhalbjähriger gehört für mich deshalb nicht unter den Sattel. Gegen eine fundierte Ausbildung vom Boden aus, ist hingegen nichts einzuwenden.
22.02.2013
 
Kommentar von Martina
Man kann so junge Pferde sehr wohl schon ausbilden: gerade aus als Handpferd ins Gelände, so was wie ein ruhiger Wanderritt in der Gruppe mit Pause, Wasserdurchritt etc. Davon profitiert das Pferd körperlich und seelisch sehr viel für die Zukunft - nur keine Belastung durch Reiter, Gebiss und Zügelzug. Und schon gar keine Longiererei im Kreis mit der Scherwirkung auf die unfertigen Gelenke! Aber so was ist aus der Mode gekommen. Es macht nichts her und ist nicht "schick" und macht nur Mühe (der Reiter muss gut und sicher reiten können, oho). So ein Handpferd strampelt nicht spektakulär daher, es lernt nur von den anderen Pferden und das sieht man ihm nicht an. Schade eigentlich. Ich werde gegen den Strom schwimmen und unsere Pferde nicht im 4eck anreiten, das steht fest.
22.02.2013
 
Kommentar von Sabine Brandt
"Dass Junghengste unmittelbar nach ihrer Körung angeritten werden, wenn sie noch nicht ganz dreijährig sind, sorgte jüngst einmal mehr für eine Welle der Empörung."

Für Empörung sorgten die Videos einiger Hengsthalter, die 2 1/2 jährige Hengste in nicht altersgerechter Art und Weise unter dem Sattel zeigten: strammgezogen, hoch aufgerichtet und sich dabei die Beine aus dem Leib strampelnd.

Gegen altersgerechtes (an)reiten dieser jungen Körkandidaten, die in satter Kondition stehend mitten im Winter von der Körung kommen, ist grundsätzlich nichts einzuwenden.

Grössere Empörung sollte man eher den unzähligen naiven "Daumen hoch" Kommentare euphorischer "Fans" zollen, die durch blindes Lemminge-Verhalten derart altersungerechten Drill noch zusätzlich mit ihrer unreflektierten "Begeisterung" in der Öffentlichkeit unterstützen.

Solches Verhalten unterstützt unangemessene Praktiken der Hengshalter, die ihre Junghengste im Netz feiern lassen.

Wen sollte man nun also eher kritisieren?
den unangemessenen "Ausbilder" udn Hnegsthalter oder die Heerscharen euphorischer "gefällt-mir-Fans" die soetwas durch naives Schwarmverhalten unterstützen - ?
20.02.2013
 
Kommentar von Ralph
Komisch, daß diese Diskussion immer nur bei den Reitpferden, aber nicht bei den Rennpferden oder Westernpferden auftaucht.
Früher war es ganz selbstverständlich die Pferde von der Weide weg im Spätherbst 2 1/2jährig anzureiten. Das war einfach eine wirtschaftliche Rechnung des Züchters. Die Pferde wurden nach Möglichkeit, wenn nicht schon als Fohlen, als 3jährige vermarktet, denn ein Jahr später stand ja der nächste Jahrgang ins Haus (Ställen). 6jährig durften die Pferde schon S-Springen gehen!
Die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten ist zugunsten der Pferde deutlich positiver geworden. Man läßt ihnen mehr Zeit sich zu entwickeln, die Anforderungen im Sport werden altersgerecht erst später abgefragt, bzw. sind verringert worden.
Wenn man Sorgfalt walten läßt, ist gegen das Anreiten als 3jährige nichts einzuwenden. Nicht zu schwerer Reiter, nicht jeden Tag, das Pensum an die Entwicklung angepaßt, bei Wachstumsschüben auch mal eine Auszeit (Weide). Die besten Erfahrungen habe ich gemacht, wenn man das Anreiten begann, bevor die Pferde viel Hafer gesehen hatten. Vor der Kraft (Übermut) hatten die Youngster Kultur.
13.02.2013
 
Kommentar von MountedGames
Mal ganz ehrlich: Was willst du denn
mit Hengsten machen, die von der Körung kommen? Noch ein halbes Jahr auf die Weide oder wieder wegstellen, damit sie dann mit 3 1/2 oder 4 angeritten werden? Wenn die Hengste erstmal so aif die Körung vorbereitet sind, dann kannst du die auch nicht mehr wegstellen. Dann lieber langsam anfangen anzureiten. Ich sehe kein Problem darin, Pferde dreijährig anzureiten. Bei uns wird das so gehandhabt, dass die Pferde (ich spreche jetzt nicht von Hengsten, die zur Körung sollen) Anfang des Jahres angeritten werden und dann den Sommer wieder auf die Weide gestellt werden. Im Herbst/Winter beginnt dann die "richtige" Arbeit. Alles natürlich in Maßen, immer noch viel Longieren und kurze Reitreprisen. Egal in welchem Alter sollte man Pferde fair und gerecht arbeiten, so dass es nicht zum Verschleiß kommt. Ein erst 5 Jährig eingerittener mit danach 8 Jahren Turnierkarriere ist verschleißanfälliger als ein 3 Jährig eingerittener, der dosiert eingesetzt wird und auch mal sein Jahr Turnierpause oder einen freien Monat auf der Wiese hat. Also: Schiebt nicht immer alles auf das Alter des Anreitens. Horsemanship ist vielmehr der bewusste Umgang und die richtige Bewegung für das Pferd. Jeden Tag. Egal, welches Pferd. Egal wie alt. Egal, ob Sport- oder Freizeitpferd. Immer.
12.02.2013
 
Kommentar von N.G.
Züchten selbst junge Pferde und reiten sie frühestens erst mit 3 Jahren an, meist erst mit 4. Kenne einen Stall in Nordsachsen, da werden die Pferde schon mit 2,5 Jahren!!geritten und unterm Sattel gesprungen!! Also wirklich 2,5. Was soll man dazu sagen?
08.02.2013
 
Kommentar von S. Römer
Um es mit den berühmten Worten von Henry Ford zu umschreiben :,, Der größte Fein der Qualität, ist die Eile.''
05.02.2013
 
Kommentar von ingrid stangl
Ich finde es übertrieben das 3 jährige schon aussehen wie fertige pferde und das sie so einen stress ausgesetzt werden bei diesen hengstleistungsprüfungen ich war neulich auf einer hengstleistungsprüfung nur für 3 jährige und bin der meinung da waren einige dabei die wurde im januar 2010 geboren somit kann man daraus schließen das diese schon ein halbes jahr vorher gearbeitet werden
27.01.2013
 
Kommentar von dirk nowak
hallo ich bin der meineung das alle pferde erstmal auswachsen müssen das ist meistens mit drei jahren noch nicht so weit den wen die pferde noch nicht ausgewachsen sind und stark gearbeitet werden können die pferde das nur schwer schoffen wodurch pferde oft verbaut sind was ich nicht gut finde da diese pferde immer mehr problme bekommen als korekt gebaute pferde dahe habt alle gedult und wartet bis die pferde richtig ausgewachsen sind auch wen die großen pferde oft am längsten brauchen
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