Valegros Abschied. 18.20 Uhr: Was Blueberrys Abschied mit Isabell Werth und Kai Pflaume zu tun hat

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www-st-georg.de (© Abschied von Valegro in London)

Der Abschied von Dressur-Olympiasieger Valegro, alias Blueberry, ist heute das Thema. Nicht nur in London, sondern unter Dressurenthusiasten in der ganzen Welt. St.GEORG wird live dabei sein.

Der Hamburger Flughafen am späteren Vormittag. Die Hektik ist vorbei, an der Sicherheitskontrolle wird Geld gespart. Wenig Personal, entsprechend lang ist die Schlange vor dem einzigen geöffneten Schalter. Alle nehmen es mit Gelassenheit, auch einer, dessen Handköfferchen noch einmal genauer durchleuchtet werden muss. Irgendwie kommt mir das Gesicht bekannt vor. Sind es die Augenringe? Die erinnern mich, sie mag mir das nachsehen (hoffe ich!), ein bisschen an Isabell Werth. Nur dass diese Augenringe nicht im Gesicht der weltbesten Dressurreiterin angesiedelt sind, sondern in einem Männergesicht. Gut rasiert, der Mund in einem dezenten Dauergrinsen. Das ist doch? Moment, meine Kollegin Maria Pecenka könnte sicherlich aushelfen, sie hat sich mal journalistisch mit Promis (also zweibeinigen, von Red Carpet bis Dschungelcamp) intensiver beschäftigt als wir das beim St.GEORG gemeinhin tun. Aber Skiläuferin, die sie ist, wird sie vermutlich noch im Freudentaumel sein über die Pressemitteilung, dass im nächsten Jahr Horses & Dreams Österreich als Partnerland hat und Andreas Gabalier (hoffentlich habe ich den richtig geschrieben, die Word Autokorrektur kennt das Wort nicht) als Gaststar geplant ist. Ulapalu, was sagst denn du dazu?

Aber Andreas Gablier ist dies nicht, die Augenringe gehören zu Kai Pflaume. Der rennt auch prompt in zwei Fans mit Selfiestick und grinst routiniert noch etwas freundlicher. Vollprofi, das hat er mit Isabell Werth gemeinsam.

Obst, Gemüse und Valegro

Schon interessant: Man ist auf dem Weg zu der vielleicht berühmtesten Blaubeere der jüngeren Weltgeschichte – „Blueberry“ ist ja der Stallname von Olympiasieger Valegro, der heute beim Weihnachtsturnier in der Londoner Olympia Hall aus dem Sport verabschiedet werden wird – und trifft auf eine TV-Pflaume, bei der man spontan an Gurken, also Gurkenmasken (die sollen doch helfen bei Augenringen) um präziser zu sein, denken muss.

„Farewell Valegro“ – schon das Video im Internet hat die Tränenproduktion angeregt. Wie soll das erst heute Abend werden? Charlotte Dujardin, die dem Wallach ihre Karriere verdankt, wird ihn nach der Weltcupkür reiten. Es ist ein Abschied in zwei Etappen. Um viertel nach sieben London-Zeit, also 20.15 Uhr, nach der Tagesschau in Deutschland und dann die ganz große Abschiedsnummer in der Nacht, nach dem Dressurweltcup. Ich habe dann die Gelegenheit, mit Valegros Entdecker Carl Hester (der gestern den Grand Prix gewonnen hat), Reiterin Charlotte und eventuell auch noch mit Pfleger Alan, dem vermutlich berühmtesten Dressurpferdepfleger, der Welt zu sprechen. Die Interviewtermine sind knapp bemessen, St.GEORG hat als einziges deutsches Magazin einen der umworbenen Spots bekommen. Akkreditierungen gibt es keine mehr. Alles also perfekt geplant. Nach Kai Pflaume und vor dem Einsteigen dann das: Easy Jet verkündet, dass die Emirates-Maschine Vorrang hat, das Einsteigen verschiebt sich. Schluck!!! Grrrr!!!! Lerne: Im Flugverkehr ist es so wie im Reitsport auch, die Petrodollars aus der Golfregion sind der bestimmende Faktor.

Egal. Wird schon klappen, Hauptsache der Zug fährt am Flughafen pünktlich in Richtung Innenstadt. Oder überhaupt. Es soll Warnstreiks der Lokführer in London geben. Aber deshalb lasse ich mir jetzt keine grauen Haare wachsen. Oder gar die Augenringe vertiefen. Blueberry, here I come.

PS: Aufatmen! Keine Streiks, alles gut, W-LAN in der Pressesetelle ist auch gut. Alle in großer Robe, gut, dass ich das Sakko dabei habe….


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