Berufsreiterchampionat Bad Oeynhausen: Finalisten stehen fest

Thomas Heineking mit Czarnitza

(© Kappmeier)

Mit einem Sieg in der zweiten Qualifikation zum Championat der Berufsreiter, einer Springprüfung der Klasse S**, gelang dem Pferdwirt Thomas Heineking (Nenndorf) auf der zehnjährigen Westfalen-Stute Czarnitza v. Cilton-Frühlingsball ein echter Durchbruch.

Denn nach einem nicht so guten Start in der ersten Qualifikation am Donnerstag (Rang 12) katapultierte ihn der Sieg vom Freitag ins Finale des diesjährigen Berufsreiterchampionats. Damit habe ich nicht gerechnet, strahlte der 33-jährige, der zum ersten Mal an diesem Championat teilnimmt und im Vorjahr mit der braunen Stute die Landesmeisterschaften in Niedersachsen für sich entscheiden konnte. Eine noch größere Überraschung aber bot die auf Rang zwei platzierte Amazone: Schon am Vortag konnte sich Rebecca Golasch als eine von nur zwei Amazonen im 26 Reiter starken Feld mit einem fehlerfreien Ritt auf Rang sieben behaupten. Sie saß im Sattel von Lassen Peak, einem elfjährigen Rheinländer Schimmelhengst v. Lucky Luke-Polydor und zeigte als einzige der drei Finalisten bisher ausschließlich fehlerfreie Runden. Auch im Stechen der zweiten Qualifikation ließ sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen, der Lohn: Rang zwei. In der Gesamtwertung beider Prüfungen findet sich die 29-jährige Rheinländerin, die erst vor kurzem ins ostwestfälische Versmold umzog, nun in der Favoritenrolle für das Finale am Samstag Mittag wieder und ist zudem die erste Frau in der siebenjährigen Geschichte des Berufsreiterchampionats Springen, die dieses Finale erreicht hat.Dritter im Bunde der Finalisten ist Toni Hassmann, der durch seinen Sieg mit Rocky Mountain v. Rockwell-Pilot in der ersten Qualifikation genügend Punkte gesammelt hatte, um in der zweiten Qualifikation einen achten Rang verkraften zu können. Ob er allerdings am Finaltag in den Sattel steigt, ist noch unklar. Denn Bundestrainer Kurt Gravemeier ist mit einem Einsatz des Pferdes im Finale nicht einverstanden. Hassmann jedoch würde sich der Herausforderung gern stellen und versucht nun, einen Start durch Rücksprache mit dem Besitzer des Pferdes noch möglich zu machen. Besitzer des Pferdes ist Hendrik Snoek, er ist derzeit nicht erreichbar. Nachrücken würde Vorjahresvize Andre Thieme, er verpasste mit seinem letztjährigen Derbypferd Nacorde nur knapp das Finale und landete in der Gesamtwertung auf Rang vier. Infos zu weiteren Ergebnissen des Turniers gibt’s hier.

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