Franziska Borgmann ist westdeutsche Berufsreiterchampionesse

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Westdeutsches Berufsreiterchampionat: Siegerin Franziska Borgmann, Marie Sybel und Philipp Ruwe. (© BBR)

Auf dem Vechtehof in Haftenkamp wurde das westdeutsche Championat der Berufsreiter Dressur ausgetragen. Im Finale ritten zwei Neulinge und ein Wiederholungstäter. Franziska Borgmann sicherte sich den Sieg.

Franziska Borgmann hatte ihre neunjährige selbstgezogene und  -ausgebildete bayerische Stute Sternengold v. Damon Jerome mit auf den Vechtehof in Haftenkamp gebracht. In den beiden Qualifikationen zum Berufsreiterchampionat, einer Prüfung der Klasse S* und eine S**-Prüfung, belegten die beiden Platz zwei (70,526 Prozent) und drei (69,105). Im Finale gelang es Franziska Borgmann dann am besten, die beiden Pferde der Konkurrenz vorzustellen.

Das Finale mit Pferdewechsel wurde erstmals in einem neuen Modus ausgetragen: Das eigene Pferd wurde nur noch abgeritten, in der Prüfung wurden lediglich die beiden Fremdpferde vorgestellt, nicht wie bisher das eigene Pferd auch. Die Vorbereitungszeit mit dem Fremdpferd betrug maximal fünf Minuten. Für das Endergebnis zählten die beiden Qualifikationen und die beiden Punktsummen aus dem Finale.
„Die Pferde müssen hier an drei Tagen gehen, da ist der neue Modus auf jeden Fall sehr fair. Das lief super!“, so das Fazit der Siegerin. Für die 33-jährige Pferdewirtschaftsmeisterin, die bei Rudolf Zeilinger gelernt hat und in Georgsmarienhütte selbstständig ist, war es der erste Start in einem Berufsreiterchampionat. Und auch ihre Stute absolvierte erstmals eine Prüfung auf Inter I-Niveau.

Philipp Ruwe und Scolari’s Sixpack sowie Marie Sybel mit Bente L hatten sich ebenfalls füs Finale qualifiziert – letztere wurde als bestes Finalpferd ausgezeichnet. Pferdewirtschaftsmeisterin Marie Sybel, die ihre Lehre auf Gestüt Bonhomme absolviert hat und mittlerweile selbstständig in Essen arbeitet und bei Johannes Augustin trainiert, gewann Silber. In den beiden Qualifikationen wurde sie mit der elfjährigen hannoverschen Bonifatius-Tochter Bente L Vierte (69,386) und Zweite (69,263).

Philipp Ruwe saß in den Qualifikationen auf dem zwölfjährigen Hannoveraner Wallach Scolari‘s Sixpack v. Scolari (Platz fünf, 68,421, und sechs, 67,605) und gewann dann im Finale wie schon 2021 Bronze. Der 35-Jährige hat bei Bernhard Fischer in Wallenhorst und auf der Hengststation Böckmann gelernt, hat Station bei Johannes Westendarp und Jürgen Koschel gemacht und war Auktionsreiter beim Hannoveraner Verband. Seit 2018 ist er mit seinem Zucht- und Ausbildungsbetrieb selbstständig auf der Anlage seiner Schwiegereltern Rövekamp in Balkum zwischen Bramsche und Ankum.

Die Ergebnisse finden Sie hier.