Horses & Dreams: Finalisten des Berufsreiterchampionats stehen fest

Da kommt Freude auf: Nach zwei Siegen sicher im Finale – Bianca Kasselmann auf Weltclassiker.

Hagen a.T.W. 26.04.2012 Horses & Dreams Dressur Berufsreiterchampionat: Bianca Kasselmann (GER) und Weltclassiker Foto: Julia Rau Am Schinnergraben 57 55129 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 Rüsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (© www.rauphoto.de)

Für Bianca Kasselmann und Max Wadenspanner war der Einzug
ins Finale eine sichere Nummer – um Rang drei jedoch wurde hart gekämpft. 15
Punkte trennten die Plätze drei und vier, am Ende hatte der
Vorjahres-Vizechampion Johannes Augustin trotz kleiner Patzer die Nase vorn.

Es treffen damit zwei Routiniers auf einen Newcomer im Finale am Sonntag, das in einer Sonderaufgabe auf Grand Prix-Niveau mit Pferdewechsel entschieden wird. Zwei Qualifikationen waren nötig, beide entschied Hausherrin Bianca Kasselmann auf dem 16-jährigen Oldenburger Weltclassiker v. Welt Hit II souverän für sich. 68,638 Prozent genügten für den Sieg im Grand Prix, im heutigen Grand Prix Special steigerte die 60-Jährige ihre Leistung und siegte mit 71,04 Prozent. Besonders die sicheren Passage- und Piaffe-Touren sowie die wie an der Schnur gezogenen Serienwechsel trugen zu den hohen Noten bei. Einzig die etwas sichtbare Hilfengebung in den Wechseln hätte man sich unauffälliger gewünscht, wie der Richter bei B, Dr. Dietrich Plewa, im Anschluss an die Prüfung sagte. Lobend erwähnte er die gute Balance des Pferdes. Bianca Kasselmann kennt den Modus mit Pferdewechsel, hat unter anderem 2008 das Berufsreiterchampionat gewonnen, damals im Sattel von Forum zwei. Weltclassiker, der von Insa Hansen ausgebildet wurde und unter ihr auch schon einmal am Finale teilgenommen hatte, ist nach einem längeren Amerika-Aufenthalt seit Herbst 2011 wieder im Stall Kasselmann zu Hause.

Ein Newcomer bestätigte seine Leistung vom Vortag: Auch im Grand Prix Special platzierte sich Max Wadenspanner auf dem elfjährigen Breitling-Sohn Bandor auf Rang zwei (68,375 Prozent). In der schwungvollen Trabtour erreichte der 26-Jährige, der seit zehn Jahren bei Ton de Ridder arbeitet, einen Zwischenstand von knapp 73 Prozent, den sie aber durch die etwas schwächere Galopptour nicht halten konnten. Auch die leisen Hilfestellungen von Ton de Ridder (mehr, aktiver) konnten nicht verhindern, dass der Pferdewirtschaftsmeister zu Beginn der Einerwechsel einen Fehler machte. Insgesamt präsentierte sich das Paar harmonisch, mit Höhepunkten in den sehr ausbalancierten Passagen. Auch die Losgelassenheit von Reiter und Pferd beeindruckten die Richter, viermal die Note acht gab es dafür.

Eine Zitterpartie wurde der Einzug ins Finale für Johannes Augustin, der bereits zweimal (2009 und 2010) den Titel des Vizechampions erreichte. Im Grand Prix lag er auf Rang drei (67,149 Prozent), auch der Grand Prix Special begann für den Ausbilder aus Menslage und seinen 17-jährigen polnischen Wallach Norblin mit einer sauberen und leichtfüßigen Trabtour und einer der besten Schritt-Touren der Prüfung. In Piaffe und Passage fehlte die letzte Tragkraft, dann kam auch noch ein Fehler in den Zweierwechsel dazu schon war seine erneute Teilnahme am Finale gefährdet (66,5 Prozent). Denn dicht auf den Fersen war ihm Insa Hansen mit Calvados, einem 16-jährigen Holsteiner Calando-Sohn. Nach Rang sieben im Grand Prix (64,809 Prozent) ritt die Pferdewirtschaftsmeisterin vom Hof Kasselmann im Special auf Angriff, erreichte mit einer sauberen Vorstellung im Special 68,167 Prozent und schob sich damit in dieser Prüfung auf Rang drei – vor Augustin.

Da in der Wertung zum Einzug ins Finale aber beide Qualifikationsprüfungen, also Grand Prix und Grand Prix Special gewertet werden, hatte Hansen am Ende das Nachsehen 15 Punkte bzw. ein guter halber Prozentpunkt fehlten ihr, um sich an Augustin vorbeizuschieben.

Richter Dr. Dietrich Plewa war sehr angetan vom Starterfeld und auch von den Ergebnissen, obwohl keiner der drei Finalisten des Vorjahres in diesem Jahr antritt. Dafür sehen wir eine Menge interessanter jüngerer Berufsreiter, so Plewa, und spielte damit unter anderem auf Max Wadenspanner oder auch auf seine Berufskolleginnen Geertje Hesse und Cora Jacobs an, die mit unauffälligen Hilfen und guter Einwirkung zu punkten wussten. Wir haben hier gute Vorstellungen gesehen mit Pferden, die allesamt dem Niveau einer Grand Prix-Prüfung entsprechen, war sein Urteil. Im Grand Prix waren 22 Paare am Start, von denen die ersten sechs über 65 Prozent erreichten, auf Rang sieben bis 19 bewegten sich die Wertungen zwischen 60 und 65 Prozent. Im Grand Prix Special traten 14 Paare an, auch dort erreichten die ersten sechs Paare über 65 Prozent.

Alle Ergebnisse der Prüfung im Überblick finden Sie hier.

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