Vielseitigkeit Marbach: Michael Jung in Führung mit persönlicher Rekordnote

Auf dem Weg zum besten Dressurergebnis: Michael Jung und Sam

Marbach an der Lauter 11.05.2012 Internat. Vielseitigkeit CIC*** Dressur: Michael Jung (GER) und Sam Foto: Julia Rau Am Schinnergraben 57 55129 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 Rüsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (© Julia Rau)

Die erste Teilprüfung Dressur des CIC*** in Marbach ist
entschieden. Michael Jung und sein Spitzenpferd Sam haben ihre persönliche Bestmarke geknackt und
auch viele andere Teilnehmer ritten so gut wie nie. Die Prüfung ist zugleich als Berufsreiterchampionat der Vielseitigkeitsreiter ausgeschrieben.

Große Freude im Hause Jung: Michael Jung ging als Favorit in der Dressur beim CIC*** mit Sam an den Start und wurde nicht nur seiner Rolle gerecht, sondern lieferte auch seine persönliche Bestleistung ab: 29,1 Minuspunkte, das sind 80,6 Prozent. Als das Ergebnis durch die Lautsprecher schallte, grinste Michael Jung bis über beide Backen. Jetzt habe ich die 29 geschafft, triumphierte er. Sam, ein zwölfjähriger Württemberger Wallach v. Stan the Man xx, präsentierte sich gewohnt locker und durchlässig, Höhepunkte waren die dynamischen Verstärkungen, die weit kreuzenden Traversalen und der losgelassene, raumgreifende Schritt. Die ganzen Paraden gelangen ebenfalls optimal.  Der Bundestrainer Hans Melzer war voll des Lobes und verneigte sich vor Jung als dieser aus dem Dressurviereck kam: Der perfekte Ritt Sam war immer losgelassen, immer in super Selbsthaltung und blieb ganz ruhig und lange stehen. Technisch perfektes Reiten. Somit startet Michael Jung am morgigen Samstag von der Pole Position ins Gelände.

Auch Ingrid Klimke strahlte mit der Sonne in Marbach um die Wette. Momentan hat sie einen guten Lauf. Nach ihrem Sieg beim CCI** in Vairano mit Butts Abraxxas, behauptete sie sich heute mit Tabasco, einem sehr schicken, grazilen Heraldik xx-Sohn, auf dem zweiten Platz in der laufenden Wertung mit einem sensationellen Zwischenergebnis von 30,9 Minuspunken. Kurz vorm Einritt ins Viereck ließ sie die Zügel aus der Hand kauen, Tabasco schnaubte zufrieden ab. In der Prüfung präsentierte Klimke den langbeinigen Trakehner Wallach dann durchweg in einer ansprechenden Silhouette, die Nase stets kurz vor der Senkrechten. Die Verstärkungen sowohl im Trab als auch im Galopp waren dynamisch und weit unterfußend, Tabasco steigerte sich in der Aufgabe und überzeugte dann besonders in der letzten Galoppverstärkung. Der Schritt des Rappen war gleichmäßig und raumgreifend. Trotz eines kleinen Patzers beim ersten fliegenden Galoppwechsel ­knüpfte Ingrid Klimke fast an ihr persönliches Bestergebnis von der Europameisterschaft in Luhmühlen 2011 an (30 Minuspunkte mit Butts Abraxxas).

Die Busch-Shootingstars des vergangenen Jahres Sandra Auffarth und Opgun Louvo, Wolle sind ebenfalls gut durch den Winter gekommen. Wolle präsentierte sich gewohnt locker und geschmeidig. Mit weiß schäumenden Maul, schnaubte er während der Prüfung immer wieder zufrieden ab. Die Grußaufstellung gelang tadellos, die Trabverstärkungen waren energisch bei deutlicher Rahmenerweiterung. Besonders im Außengalopp zeigte sich der zehnjährige Selle Français-Wallach v. Shogoun aktiv und sprang weit unter den Schwerpunkt. 32,7 Minuspunkte gab es für diese durchweg harmonische Vorstellung.

Auf dem vierten Platz landete Michael Jung mit seinem zweiten Pferd Halunke, einem achtjährigen Heraldik xx-Sohn, der erstmals auf Drei-Sterne-Niveau geht. Wie mit Sam zeigte Jung mit ihm exakt gerittene Lektion, genau am Punkt. Die Trabverstärkungen stachen positiv hervor, ebenso das ruhige, aber fleißige Rückwärtsrichten ohne Abtauchen und die sauber durchgesprungenen, dynamischen fliegenden Galoppwechsel. Beim Halten stand der Württemberger Wallach nicht ganz geschlossen auf allen vier Beinen (34,8 Minuspunkte).

Positiv aufgefallen ist Kenki Sato mit seiner Vorstellung auf Chippieh (Rang vier, 36,9). Der Japaner ritt den zehnjährigen Holsteiner v. Carnaby frisch vorwärts, holte in den Verstärkungen viel raus und saß dabei stets locker und geschmeidig. Die Nase des Braunen war durchweg optimal kurz vor der Senkrechten. Sato trainiert bei Familie Jung das sieht man. Auch Sato erzielte mit diesem Dressurergebnis persönlichen Rekord und verdrängte Michael Jung mit Drittpferd Leopin auf Rang sechs (39,6). Ebenfalls Rang sechs belegt Ingrid Klimke mit ihrem zweiten Pferd Escada.

Sein bestes Dressurergebnis lieferte übrigens auch Kai-Steffen Meier mit Karascada ab. Die Trakehner Stute v. Heraldik xx ist bekannt dafür, schnell nervös und spannig im Dressurviereck zu werden. Heute zeigte sie, dass sie auch anders kann: Locker und ruhig marschierte sie durch die Aufgabe, zwar nicht immer absolut losgelassen, aber trotzdem überzeugend. Hoffentlich haben sich die Richter nicht erschrocken, dass Karascada auf einmal so gut geht und vergessen, die guten Noten zu ziehen, scherzte Hans Melzer. Die Richter vergaßen die Noten nicht und setzten Meier auf Rang 13 mit 42,6 Minuspunkten.

Morgen gehen die Reiter ab 13 Uhr auf die Geländestrecke.

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