Betamethason

Ein Glukokortikoid (Kortison). Die folgenschwerste Anwendung unterlief Ludger Beerbaum bei den Olympischen spielen in Athen. Sein Pferd Goldfever wurde wegen einer Verletzung in der Fesselbeuge, so heißt es, mit einer Betamethasonhaltigen Salbe behandelt. Ergebnis: Zwar keine Strafe für Beerbaum, aber Verlust der Mannschaftsgoldmedaille.

Betamethason wird eingesetzt in der Therapie von:[3]

  • entzündlichen Hauterkrankungen (Ekzem, Psoriasis u. a.)
  • allergischen Reaktionen (Akutbehandlung nach Bienen- oder Wespenstichen bei Insektengiftallergie, anaphylaktischer Schock, Nesselsucht u. a.)
  • rheumatischen Erkrankungen (beispielsweise rheumatoide Arthritis, akutes rheumatisches Fieber mit Karditis),
  • Autoimmunerkrankungen (z. B. systemischer Lupus erythematodes)
  • Erkrankungen der Lungen und Atemwege (schwerer akuter Asthmaanfall, chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen, toxisches Lungenödem, Einleitung der Lungenreife bei Ungeborenen, wenn eine Frühgeburt droht, u. a.)
  • gastrointestinalen entzündlichen Erkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Eine Creme mit 0,05 % Betamethason wirkt effektiv in der Behandlung von Phimose und macht häufig eine Beschneidung unnötig.[4][5][6]

Ferner wird Betamethason verwendet zur unterstützenden Behandlung bei bösartigen Tumoren sowie zur Vorbeugung und Behandlung von Erbrechen bei Zytostatikabehandlung.

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