FEI-Doping: Alte Substanzen, neue Fälle

Der Weltreiterverband hat die Liste des Dopings verdächtiger Reiter-Pferd-Kombinationen aktualisiert. Das „Olympia-Dopingmittel“ Capsaicin ist gelistet, wie auch ein einst in Deutschland erfolgreiches Dressurpferd.

Das Kürzel „CEI“ taucht wieder einmal am häufigsten auf: Der Distanzsport will und will nicht sauberer werden, trotz aller Lippenbekenntnisse gegenüber der Zentrale des Weltreiterverbandes (FEI) in Lausanne. Bei einem 120 Kilometer-Ritt in Trinidad (Uruguay) wurde bei dem siegenden Pferd LG Muneerah der Reiterin Fernanda Villar (URU) am 8. August 2015 das Psychopharmakon Guanabenz gefunden, das gegen Bluthochdruck eingesetzt wird und zu den Substanzen gehörte, die im „Cocktail“ aus unterschiedlichen Stoffen in der Blutprobe des Olympiasiegers von Athen 2004, Waterford Chrystal von Cian O’Connor (IRE), gefunden wurde. Die Reiterin wurde vorläufig gesperrt ab dem 29. September.

Bis zum 16. Oktober 2015 hat Muriel Judic (FRA) noch Zeit zu erläutern, warum in der Blutprobe ihres Pferdes – der Name ist kein Scherz! – Opium de Breuiln – bei einem 120-Kilometer-Distanzritt Morphium gefunden wurde. Der Fall datiert ursprünglich vom August 2013.

Beim CDI1* im kolumbischen Bogota war bei der Stute Wakana der kolumbianischen Reiterin Constanza Jaramillo bereits im Mai 2015 das entzündungshemmende Asthmamittel Theophyllin sowie Coffein nachgewiesen worden. Die Fuchsstute war früher von Ulla Salzgeber erfolgreich im Grand Prix Sport gegangen. Hier endet die Einspruchsfrist der Reiterin am 9. Oktober. Und schließlich wurde bei einem Springturnier in Lexington (USA) bei dem Pferd Why Not der Amazone Sophie Simpson der Chilliextrakt Capsaicin, der seit den Olympischen Spielen von Hongkong 2008 traurige Berühmtheit erlangt hat, gefunden.

Hier finden Sie den aktuellen Stand der Dopingverfahren bei der FEI.

 

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