FEI hebt Dopingsperre der Vielseitigkeitsreiter Paget und Mc Nab auf

Es ist nur vorläufig, aber vielleicht richtungsweisend: Nach der zweitägigen Anhörung der Clifton-Vielseitigkeitsreiter Jonathan Paget (NZL) und Kevin McNab in London hat der Weltreiterverband FEI die Sperre wegen Dopings erst einmal aufgehoben. Beide dürfen wieder auf Turnieren reiten.

In 2013 waren die Pferde der beiden, Clifton Promise und Clifton Pinot, anlässlich des CCI**** in Burghley positiv auf die verbotene Substanz Reserpin getestet worden. Sie wurden nachträglich disqualifiziert und für Turniere gesperrt bis zur Entscheidung des Falles. Für Paget bedeutete das außerdem die Aberkennung seines Sieges.

In ihrer Meldung schreibt die FEI, mit der Aufhebung der Sperre folge das Tribunal einer speziellen Anfrage der beiden Reiter, die diese während ihrer zweitägigen Anhörung geäußert hatten. Es wurde jedoch betont, dass dies nur vorläufig sei. Die endgültige Entscheidung, ob schuldig oder nicht, werde man zu einem späteren Zeitpunkt treffen.

Im Rahmen der Anhörung haben die beiden Reiter versucht das Tribunal davon zu überzeugen, dass sie keinen Fehler gemacht haben und dass es kein Versäumnis der Sorgfaltspflicht war, die zu den positiven Dopingproben geführt haben. Wenn das Tribunal dies anders sieht, erwartet beide Reiter eine Sperre von mindestens zwei Jahren. Nur ein einziges Mal war es zuvor einem Reiter gelungen, seine Unschuld überzeugend darzulegen.

Jim Ellis, Generalsekretär der neuseeländischen reiterlichen Vereinigung, ist noch vorsichtig: „Das ist ein ermurtigender Schritt. Aber es ist wichtig, auf das endgültige Urteil des Tribunals zu warten.“