Pferdesteuer: Es nimmt kein Ende, heute Sitzung in Bayern

Nein zur Pferdesteuer!

Nein! Zur Pferdesteuer!

Das leidige Thema Pferdesteuer ist noch immer brandaktuell und nimmt inzwischen geradezu groteske Züge an. Heute geht es in Lauf a.d. Pegnitz um die Frage: Pferdesteuer – ja oder nein?

Achtung, Notfall! Heute, am 9. Dezember 2015, tagt der Verwaltungsausschuss der Stadt Lauf a.d. Pegnitz in Mittelfranken. Der Reitverein Heuchling-Lauf ist sehr engagiert und lädt alle Pferdefreunde ein, durch zahlreiche Präsenz dem Nein zur Pferdesteuer vor Ort Nachdruck zu verleihen. Hier die wichtigsten Infos:

Treffpunkt ist am 09.12.2015 um 17:30 Uhr vor dem Rathaus der Stadt Lauf, Urlasstraße 22, 91207 Lauf. Die Unterschriftenlisten liegen morgen noch bis 16 Uhr im Vereinsheim (RFV Heuchling-Lauf e.V., Hersbrucker Str. 66, 91207 Lauf) oder bis 12 Uhr bei Reitsport Ochs (Hauptstraße 1a, 90607 Rückersdorf) aus. Alle weiteren Infos, sowie den offenen Brief an den 1. Bürgermeister der Stadt Lauf findet man auf der Website www.rfv-heuchling.de

Weitere Brennpunkte

In Idelberg in Rheinland-Pfalz leben ca. 60 Einwohner, von denen eine Dame drei Pferde hält. Zwei davon bekommen das Gnadenbrot. Nun will der Bürgermeister von Idelberg, Karl-Heinz Henn, eine Pferdesteuer einführen. Dabei geht es ihm nicht um das Geld, sondern hauptsächlich darum, „asoziale Pferdehalter“ von Idelberg fernzuhalten, wie er im Interview mit den Kollegen von www.country-reiten.de erklärte. Denen hatte Henn erzählt, dass vor einiger Zeit eine Familie mit vielen Pferden in dem Dorf gelebt habe, wobei die „Pferde auf braunen Wiesen hätten stehen müssen.“ Er erklärte weiter, diese Leute „wären echte Asoziale gewesen und das ganze Dorf habe darunter gelitten.“ Um zu verhindern, dass sich noch einmal „asoziale Pferdebesitzer“ in Idelberg niederlassen, wolle man nun die Pferdesteuer einführen. Dass eine einzelne Bewohnerin des Dorfes darunter zu leiden hätte, ist ihm bewusst. Allerdings vertritt er die Meinung, dass man es nun mal nicht jedem recht machen könne. Das sei eben so. Schließlich müssen die alte Frau ja auch Steuern für ihren Hund zahlen, dann könnten die Pferdeleute auch für ihre Pferde zahlen.

Am 11. Dezember findet um 20 Uhr die öffentliche Sitzung statt, in der die Entscheidung über die Pferdesteuer in Idelberg fallen soll.

Im hessischen Rosbach im Wetteraukreis wurde im Rahmen der letzten Stadtverordnetenversammlung die Einführung der Pferdesteuer vorgeschlagen. Es ist also möglich, dass sie Teil der Tagesordnung bei der nächsten Haushaltssitzung ist.

In Wadersloh, Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen, hat die Vernunft gesiegt. Im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung wurde sich klar gegen die Einführung einer Pferdesteuer ausgesprochen. Ursprünglich hatte die SPD den Antrag zur Einführung gestellt.

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