Pferdesteuer zwingt Betrieb in Bad Sooden-Allendorf zur Aufgabe

Die FN, hier vertreten durch Generalsekretär Soenke Lauterbach (re.) und Thomas Ungruhe (Mi.), bekommt Unterstützung aus höchsten politischen Kreisen in ihrem Kampf gegen die Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen bzw. -pläne des Bad Sooden-Allendorfer Bürgermeisters Frank Hix (li.) und seiner Kollegen in anderen Kommunen.

(© All der Einsatz seitens der FN, hier vertreten durch Thomans Ungruhe und Generalsekretär Soenke Lauterbach (rechts im Bild), um Bürgermeister Frank Hix (links) umzustimmen, war vergebens. Nun ist die Pferdesteuer da und hat bereits ihren Tribut gefordert.)

Die Stadt Bad Sooden-Allendorf in Hessen war die erste, die eine Pferdesteuer eingeführt hat. Nun muss dort ein weiterer Betrieb aufgrund der Pferdesteuer schließen.

Es handelt sich um den Pensionsbetrieb Hainsmühle. Die Pferdebesitzer haben ihre Kündigung bereits erhalten, vier Arbeitsplätze gehen ebenfalls verloren. Die Hainsmühle wurde von der Familie Stephan geleitet. Die hatte die Pferdesteuer von 200 Euro pro Jahr für ihre Einsteller übernommen. Dennoch haben viele Pferdebesitzer sich nach Bekanntwerden der Steuerhebung Ställe außerhalb des Gemeindegebiets gesucht. Im Mai wird die Hainsmühle nach 18 Jahren geschlossen.

Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), kommentierte: „Das Beispiel Hainsmühle zeigt, wie unsinnig die Einführung der Pferdesteuer in Bad Sooden-Allendorf war. Das damit eingenommene Geld sollte die öffentlichen Kassen füllen, nun bewirkt die Steuer, dass Arbeitsplätz verloren gehen und Existenzen vernichtet werden. Wir können andere Gemeinden nur davor warnen, die Steuer einzuführen.“

Das Aktionsbündnis Pro Pferd verfolgte den Kampf um die Hainsmühle vom ersten Tag an. Pro Pferd-Sprecherin Carola Schiller sagt: „Wir sind entsetzt, dass man in Bad Sooden-Allendorf auch Betriebe besteuert, die voll vom Pferd abhängig sind.“

Bereits 2014 musste der Reitverein Sickenberger Pferdefreunde aus Bad Sooden-Allendorf aufgeben, denn die Pferdesteuer war nicht auf die Reitschüler umzulegen. Es kam zu zahlreichen Kündigungen und Abwanderungen. „Wir sind umso fassungsloser, weil Bürgermeister Hix weiterhin an der Pferdesteuer festhält und sogar andere Bürgermeister berät und dabei offensichtlich nicht erwähnt, welche Schäden er mit seinen Fürsprechern anrichtet. Wir bitten um Verbreitung, um Aufklärung und um Unterstützung. Es ist genug zerstört worden. Keine Gemeinde hat das Recht, Existenzen zu vernichten“, betonte Schiller weiter.

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  1. Gonne Wehrmann

    Sehr geehrte Redaktion,
    die Nachricht ist traurig. Politik kann zerstören. Umso mehr ist es verdienstvoll, wenn St. Georg die fatalen folgen politischer Entscheidungen aufzeigt. Zuerst war es Bad Sooden-Allendorf, jetzt will die Gemeinde Tangstedt/Storman denselben Fehler machen. Allein der Reitsport soll den verschuldeten Haushalt retten. Welche Sportart oder welche andere Freizeitaktivität soll noch Steuern bezahlen, weil die Politiker mit ihrem Geld nicht auskommen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Gonne Wehrmann


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