So bleibt die Darmflora im Gleichgewicht: Fütterungstipps für Pferdebesitzer

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(© NAF)

Viele Pferde reagieren auf Schmerzen oder Stress mit Verdauungsproblemen. Kotwasser, Durchfall, Magengeschwüre oder im schlimmsten Fall sogar eine Kolik sind die Folgen. Die gute Nachricht: Pferdebesitzer können die Darmflora ihrer Vierbeiner unterstützen und das Risiko von Verdauungsstörungen auf diese Weise möglichst gering halten.

Wenn die Verdauung nicht richtig funktioniert, beeinträchtigt das automatisch auch das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit unserer Vierbeiner. Pferdebesitzer sollten bei Magen- und Darmproblemen daher nicht nur auf Ursachenforschung gehen, sondern ihre Pferde auch in jeglicher Hinsicht optimal unterstützen, nicht zuletzt über die Fütterung.

Weil die meisten Pferde ihre Schmerzen nicht zeigen und quasi stumm leiden, ist die Dunkelziffer von unentdeckten Magengeschwüren vermutlich sehr hoch. Nicht zu übersehen sind hingegen weitere Probleme wie Kotwasser oder Durchfall. Beide Symptome werden häufig durch Stress ausgelöst, können aber auch ein Anzeichen für Krankheiten sein. Wenn das Pferd an starkem Durchfall, Fieber, Koliksymptomen oder Gewichtsverlust leidet, sollte man daher immer den Tierarzt rufen!

Was ist die Darmflora?

Die empfindliche Darmflora des Pferdes besteht aus Billionen von Mikroorganismen.

Häufig können Pferdebesitzer aber auch selbst aktiv werden – indem sie die Darmflora ihres Pferdes im Auge behalten. Haben dessen Hinterlassenschaften eine eher weiche bzw. lose Konsistenz, sehen aber ansonsten normal aus, ist wahrscheinlich das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora gestört. Denn im Pferdedarm sorgen Billionen kleinster Lebewesen für eine gesunde Verdauung und eine funktionierende Immunabwehr. Diese Gemeinschaft von Mikroorganismen – also von Bakterien, Pilzen und Einzellern – bezeichnet man als Darmflora.

Die Darmflora sorgt zum einen dafür, dass die Nährstoffe aus dem Futter im Dünn- und Dickdarm optimale verwertet werden können. Zum anderen beeinflusst eine gesunde Darmflora das Immunsystem des Pferdes, indem sie schädliche Keime abhält, die Abwerkräfte stärkt und Allergien vorbeugt. Schon geringe Veränderungen in diesem komplexen Ökosystems können für das Pferd schlimme Folgen haben.

Was muss ich bei der Fütterung beachten?

Das Verhältnis von Rau- und Kraftfutter muss stimmen. Grundsätzlich gilt: Raufutter ist das A und O in der Pferdefütterung!

Ernährungswissenschaftlerin Kate Hore, die für das britische Unternehmen NAF Ergänzungsfuttermittel entwickelt, hat vier gute Tipps für Pferdebesitzer parat:


1. Nichts geht über Raufutter

Auf dem Speiseplan für unsere Pferde sollten Ballaststoffe immer ganz oben stehen, egal ob Freizeit- oder Turnierpferd, Zuchtstute oder Rentner. Das Stichwort lautet: Raufutter! Eine Faustregel besagt, dass Pferde mindestens 1,5 Kilogramm Rafutter pro 100 Kilogramm Körpergewicht täglich zu sich nehmen sollten. Bei einem 600 Kilogramm schweren Warmblüter wären dies also mindestens neun Kilogramm Heu pro Tag. Wobei Raufutter nicht immer nur Heu heißen muss, sondern auch eine Kombination aus Gras, Heu, Heulage oder anderen rohfaserreichen Alternativen sein kann. Nimmt das Pferd nicht genügend Ballaststoffe zu sich, können Durchfall oder Gewichtsverlust die Folge sein.

Aber warum ist Raufutter eigentlich so wichtig? Zunächst einmal stimuliert es das Kauen – und damit den Speichelfluss, denn Pferde können nur beim Kauen Speichel bilden. Da Raufutter sehr faserreich ist, muss das Pferd länger kauen und produziert dabei extra viel Speichel. Dieser neutralisiert wiederum den sauren Magensaft, hilft bei Magenproblemen und kann Magengeschwüren vorbeugen. Aus dem Magen gelangt das Raufutter anschließend in den Dünndarm, wo die löslichen Rohfasern für eine gesunde Darmflora sorgen. Der wichtigste Prozess findet allerdings im Dickdarm statt, wo 90 Prozent der Energie des Pferdes durch Fermentation der unlöslichen Rohfasern aus dem Raufutter gewonnen werden.


2. Keine plötzliche Futterumstellung

Die mikrobielle Population im Darm ist bei jedem Pferd ganz individuell auf seine Ernährung abgestimmt. Fohlen kommen zunächst ohne Darmflora zu Welt, diese wird erst nach der Geburt nach und nach aufgebaut. Ändert sich die Fütterung des Pferdes ganz plötzlich, werden die Mikroorganismen im Darm schnell gestört, die Darmflora gerät aus dem Gleichgewicht.

Da sich die Darmflora entsprechend anzupassen versucht und neue Mikroorganismen bildet, können infolgedessen Verdauungsstörungen auftreten. Wird das Pferd aber langsam – über mindestens eine Woche hinweg – an das neue Futter gewöhnt, kann sich die mikrobielle Population besser neu sortieren und das Verdauungssystem bleibt stabiler.


3. Kraftfutter in kleinen Portionen

Die Darmflora des Pferdes kann bei einem neutralen pH-Wer am effektivsten arbeiten. Kraftfutter enthält aber häufig viel Stärke und Zucker. Gelangen diese unverdaut in den Dickdarm, fangen sie dort an zu gären, wobei Milchsäure freigesetzt wird. Das kann dazu führen, dass der pH-Wert im Dickdarm kippt – das Pferd „übersäuert.“

Ist der Dickdarm zu sauer, werden die „guten“ Bakterien im Darm abgetötet. Dadurch setzen sich Toxine (Giftstoffe) frei, die dann zu wässrigem Kot und im schlimmsten Fall zu Koliken und Hufrehe führen können. Daher sollte Kraftfutter lieber in mehrere kleine Portionen aufgeteilt und über den Tag hinweg verfüttert werden. Nur so hat die Verdauung des Pferdes auch wirklich eine Chance hinterherzukommen!


4. Das richtige Ergänzungsfutter

Selbst wenn sich Pferdebesitzer an alle Fütterungsregeln halten, kann es manchmal vorkommen, dass sich die Konsistenz der Pferdeäpfel verändert. Hauptauslöser ist meist Stress – beispielsweise durch einen Stallwechesel, Turniere oder eine Futterumstellung.

Um die Pferde in solchen Situationen auch über die Fütterung zu unterstützen, sind Probiotika und Präbiotika-Ergänzungsfuttermittel auf dem Markt mittlerweile weit verbreitet. Probiotika sind lebende Mikroorganismen bzw. nützliche Bakterien, die krankmachende Keime verdrängen und die Darmflora wieder aufbauen. Mit sogenannten Präbiotika, einer bestimmten Gruppe von Ballaststoffen, lässt sich das Wachstum der Probiotika unterstützen.

Zusätzlich kann Heilerde die saure Umgebung im Magen neutralisieren, damit die Prä- und Probiotika ihre Arbeit machen können. Allerdings entfaltet Heilerde ihre Wirkung nur im Dickdarm, nicht aber im Magen. Viele Ergänzungsfuttermittel für die Darmgesundheit enthalten zudem Saccharomyces (Hefen). Aber auch pflanzliche Quellen sollten nicht unterschätzt werden: So sind zum Beispiel Chicorée und Flohsamen schon lange für ihre Fähigkeit bekannt die Darmflora zu verbessern und wirken als natürliche Präbiotika.


Hilft gestressten Pferden: NAF Gastri Aid

Der Ergänzungsfutter GastriAid von NAF Equine wurde speziell für Pferde und Ponys mit empfindlichem Magen entwickelt. Es unterstützt auf natürliche Weise die Darmflora und sorgt für eine gesunde Verdauung. Zu den hochwertigen Inhaltsstoffen zählen auch Prä- und Probiotika, die für eine gesunde Darmflora wichtig sind. Kalziumkarbonate unterstützen einen gesunden pH-Wert und damit eine intakte Magenschleimhaut bzw. Magenwand. Flohsamenschalen regen die Verdauung an und tragen ebenfalls zu einem gesunden Darmmilieu bei, während Bentonit (Tonmineralerde) eine effiziente Verdauung und die Nährstoffverwertung begünstigt.

Wer die gesamte Verdauung seines Pferdes unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden seines Pferdes steigern möchte, kann auf NAF GastriAid setzen. Ihr Pferd wird es Ihnen danken!

Mehr Informationen: www.naf-equine.eu/de