Bad Salzuflen: Nadine Capellmann gewinnt Grand Prix

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Ein gehorsamer Elvis stand nach dem Bad Salzufler Dressur Special auf Rang eins der Platzierungsliste.

Die Prüfung war ohne große Fehler mit Höhepunkten in den Verstärkungen, allerdings wirkte Elvis unruhig in der Anlehnung, hatte streckenweise ein offenes Maul. Nadine Capellmann war glücklich, sich im Vergleich zu ihrem Freiluftdebüt bei den Hagener Horses and Dreams verbessert zu haben, besonders in der Wechseltour. 73,96 Prozent reichten den beiden zum Sieg.

Apropos Hagen da machte eine neues Paar der Szene auf sich aufmerksam: Matthias Alexander Rath mit Sterntaler. Im Bad Salzuflener Grand Prix bestätigten die beiden mit ihrem zweiten Platz (71,67), was sich in Hagen andeutete: Hier scheint ein Championatspaar heranzuwachsen. Bundestrainer Holger Schmezer unterstrich diesen Eindruck, als er bei der anschließenden Pressekonferenz auf die Frage, wie viele A-Kader-Reiter anwesend seien, Rath mit einrechnete. Die Bewertung von Rath und Sterntaler wäre höher ausgefallen, hätten die Piaffen die geforderten zwölf bis 15 statt nur acht Tritten gehabt und wäre Rath tatsächlich 15 Einerwechsel geritten statt nur sehr gelungener 13. Trotz der kleinen Fehler war er glücklich über seine Platzierung. Ihm würde noch Prüfungsroutine mit dem Pferd fehlen, darum sei er heute noch vorsichtig geritten. Im morgigen Special wolle er aber mehr zulangen.

Ebenfalls zufrieden äußerte sich Monica Theodorescu. Ihr Fuchs Whisper hätte sich gut reiten lassen und war geschlossener als noch bei den Horses and Dreams. Allerdings hadere sie noch mit ihrer Linkspirouette, die viel zu groß ausfiel: Aber das war mein Fehler. Schön anzusehen waren die Verstärkungen und der sensationelle Schritt des Württemberger Welt Hit O-Sohns. Schwach waren die Piaffen, die allesamt klebend und hinten breit waren. Platz drei mit 71,41 Prozent war das Endergebnis der beiden.

Raum für Verbesserungen sieht der Bundestrainer im Anschluss an die Prüfung angesichts der mäßig hohen Prozente. Aber das sei positiv, denn so wüssten die Reiter wo sie stehen und woran sie arbeiten müssen. Für Hongkong würde er den gesamten A-Kader im Blick behalten. Aber es sei ja auch schon vorgekommen, dass man Reitern aus dem B-Kader kurzfristig den Sprung ins Team ermöglicht habe, fügte er mit einem Seitenblick auf Matthias Alexander Rath hinzu.

Die drei restlichen Reiter in Bad Salzuflen, die Chancen auf einen Olympiastart haben, sind Klaus Husenbeth, Hubertus Schmidt und Carola Koppelmann. Husenbeth und sein bewährter Piccolino landeten mit einer weitgehend fehlerlosen Vorstellung auf dem vierten Rang (70,08). Hubertus Schmidt und die 15-jährige Wansuela suerte zeigten eine schöne Piaffe-Passage-Tour. Allerdings verritt Schmidt sich einmal, was Punkte kostete. Die beiden belegten gemeinsam mit Dorothee Schneider auf dem zehnjährigen gekörten Trakehner Kaiserkult Platz fünf (69,25).

Ebenfalls auf Abwegen fand sich die fünfte Kader-Reiterin Carola Koppelmann mit ihrem Halbblüter Le Bo wieder. Ein etwas enttäuschender zwölfter Rang mit 66,04 Prozent war ihr Resultat.

Noch eine neue Reiter-Pferd-Konstellation erregte allgemeine Aufmerksamkeit in Bad Salzuflen: Hubertus Schmidt stellte den zehnjährigen Fidermark-Sohn Franziskus vor. Der Wallach steht im Besitz von Heinrich Kampmann und wurde bisher von Rudolf Zeilinger geritten, genauso wie Festival, der ebenfalls zukünftig unter Hubertus Schmidt gehen soll. Die erste Prüfung von Schmidt und Franziskus war laut Bundestrainer Schmezer vor allen Dingen eine Möglichkeit für den Reiter, das Pferd in einer Prüfungssituation kennenzulernen. Der Wallach hat großes Potenzial. Das deutete sich in der Trabtour an und auch die Piaffen und Passagen ließen seine Qualitäten erkennen. Allerdings stand Franziskus während der gesamten Prüfung extrem unter Spannung, was dann vor allen Dingen in der Galopptour deutlich wurde. Man darf gespannt sein, wie sich das Pferd unter Schmidt weiterentwickeln wird. Der Besitzer Heinrich Kampmann verspricht sich viel von dem neuen Beritt. Heute reichte es nur für 64,08 Prozent.

Weitere Infos: www.dressur-special.de

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