Braunschweig: Christian Kukuks Lieblingsturnier

026 Frie Christian Kukuk – Lacasino Web

Christian Kukuk und Lacasino auf dem Weg zum Sieg im Großen Preis von Braunschweig 2019. (© Frieler)

Es scheint, als fühle Christian Kukuk sich in Braunschweig besonders wohl. Jedenfalls war es heute schon das zweite Mal nach 2017, dass er hier den Großen Preis nach Riesenbeck holte.

Vielleicht liegt es am Braunschweiger Turnier, dass Christian Kukuk hier so einen Lauf hat. 2017 hatte er diese  Halle ebenfalls als Sieger verlassen, damals allerdings im Sattel von Cordess. Vielleicht liegt es aber auch an der Dressurarbeit, die U25-Bundestrainer Sebastian Heinze dem Bereiter aus dem Stall Beerbaum bei der EQUITANA vor Publikum hatte angedeihen lassen. Bei dem Anlass ritt Kukuk nämlich dasselbe Pferd, das ihn heute in einer absolut unschlagbaren Zeit durchs Stechen trug: den elfjährigen Oldenburger Lacasino v. Lordanos-Cassini.

Fehlerfrei in 34,76 Sekunden kamen die beiden ins Ziel. Das sollte eine Nuss sein, die selbst die Paare, die vier Fehler in Kauf nehmen mussten, nicht schlagen konnten. Dafür durfte Lacasino dann die Ehrenrunde schwänzen, während sein Reiter sein neues 43.500 Euro-Auto Probe fuhr.

Das Nachsehen hatte eine der erfolgreichsten deutschen Nachwuchsreiterinnen: Finja Bormann im Sattel des 13-jährigen Selle Francais-Wallachs A crazy son of Lavinia. Bei diesen beiden stoppte die Uhr nach 36,58 Sekunden.

Dritter wurde Schwedens Rolf-Göran Bengtsson auf Oak Grove’s Carlyle v. Casall, gefolgt von Harm Lahde mit Larry. Beide waren auch schon gestern gut platziert gewesen. Bengtsson und Carlyle im abendlichen Hauptspringen hinter Holger Wulschner und dem ebenfalls wie Carlyle von Casall abstammenden Cha Cha Cha, Lahde und Larry im nachmittäglichen Championat.

Bei letzterem hatten Michael Jung und Chelsea die Nase vorn gehabt. Sie mussten sich heute mit acht Fehlern im ersten Umlauf begnügen. Holger Wulschner ereilte das gleiche Schicksal, allerdings nicht auf seinem Siegerpferd von gestern, sondern auf dem Hannoveraner Stolzenberg-Sohn Skipper.

HGW-Bundesnachwuchschampionat an Hanna Schumacher

Den vielleicht größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere feierte die 17-jährige Hanna Schumacher heute im HGW-Bundesnachuchschampionat. Mit der Traumnote 9,5 auf ihrer neunjährigen Catinka zog sie ins Finale mit Pferdewechsel ein. An ihrer Seite: Niels Carstensen auf Galaxie du Moulin (9,2), Janne Visscher mit La Grafina (9,0) und Anne Götter im Sattel von Cheyenne (8,9).

Dann kam der Pferdewechsel. Hanna musste Cheyenne von Anne Götter reiten und meisterte die Herausforderung ganz hervorragend. Richter Joachim Geilfus schwärmte: „Ein Ritt mit ganz ganz viel Gefühl, auch für die Distanzen, und sehr viel Ruhe im Sitz. 9,4!“ Das war nicht mehr zu toppen. Und das gleich im ersten Jahr auf Großpferden. Eine überwältigte Hanna kommentierte: „Mein größter Erfolg bisher war der Sieg im Championat von Aachen letztes Jahr bei den Ponys. Aber das jetzt hier in Braunschweig ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer.“

Hanna hatte am Ende 18,9 Punkte. Platz zwei ging an Janne Visscher mit 18,1 Zählern, gefolgt von Anne Götter (18,0) und Niels Carstensen (17,6).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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