Caprimond ist tot

Caprimond (li.) mit Sohn Hohenstein

(© www.toffi-images.de)

Ein Stempelhengst nicht nur der Trakehner Zucht verabschiedet sich: der Klosterhof-Hengst Caprimond, dem die Familie Wahler in jeder Hinsicht viel zu verdanken hat. Er wurde 29 Jahre alt.

Theresa Wahler, die Tochter des Hauses, die mit 14 Jahren auf Caprimond ihre erste S-Dressur gewann, hat einen Nachruf für „Opa“ verfasst. Bis zuletzt ging Caprimond mit Ingrid Wahler ins Gelände. Doch in den letzten Tagen hätten seine Kräfte zusehends nachgelassen. Er hatte ein mehr als erfülltes Pferdeleben, in dem er allen Wahlerkindern den Weg in den Reitsport ebnete, zum Teil bis hin zum Grand Prix. Nicht nur, dass Tochter Theresa mit ihm die ersten schwierigen Lektionen ihres Lebens geritten ist. Wer 2006 bei den Weltreiterspielen in Aachen war, wird sich sicherlich an das Schaubild erinnern, in dem der gerade mal zwölf Jahre alte Christoph auf Caprimond neben seinem Vater auf Hohenstein durch den Hexenkessel in der Soers galoppierte. Das muss schon ein besonderer Hengst sein, mit dem man so etwas machen kann! Aber, wie Theresa Wahler sagt: „Die für unsere Familie bedeutsamste Rolle hat Caprimond allerdings erst in den letzten Jahren eingenommen, als er Ingrid Wahler nach ihrem Unfall zunächst bei der Rekonvaleszenz als Therapiepferd unterstützte und später ein stets verlässlicher Partner in der täglichen Arbeit und bei ausgiebigen Spazierritten war.“

Neben den eigenen Erfolgen bis Grand Prix im Dressurviereck, lieferte der Karon-Mackensen-Sohn auch siegreiche Nachkommen. 35 von Caprimonds Kindern können auf S-Erfolge verweisen. Seine Zuchtprodukte kann man in der Regel auf den ersten Blick erkennen. Wie kein Zweiter gab er ihnen den unverwechselbaren Trakehner Charme mit. 14 gekörte Hengste haben Caprimond zum Vater und nicht nur solche mit Elchschaufel-Brand, sondern auch Oldenburger, Hannoveraner und andere.

Theresa Wahler: „Caprimond und sein einmaliger Charakter werden für uns unvergesslich bleiben!“

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