CHIO Aachen nicht mehr Teil der FEI-Nationenpreisserie

Das wohl prestigeträchtigste Turnier der Welt, der CHIO Aachen, ist nicht mehr Teil der FEI-Nationenpreisserie. Ursache sind „inhaltliche und wirtschaftliche Gründe“, heißt es in einer Pressemitteilung des CHIO-Veranstalters, des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV).

Von Seiten des CHIO heißt es, die Organisatoren des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, und die Internationale Reiterliche Vereinigung FEI seien überein gekommen, dass der Mercedes-Benz Nationenpreis beim CHIO Aachen künftig nicht mehr Bestandteil des FEI Furusiyya Nations´ Cup sein werden. „Aus inhaltlichen und wirtschaftlichen Gründen sind wir zu dieser Entscheidung gekommen“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, die für die Vermarktung des CHIO Aachen verantwortlich zeichnet.

Der Weltreiterverband FEI meldet, dass man sich mit Aachen nicht rechtzeitig über die kommerziellen Erfordernisse einigen konnte. „Trotz der Bemühungen aller Parteien und Diskussionen, die bis gestern gingen, war es nicht möglich, hier eine Lösung zu finden.“

An Stelle von Aachen wird das belgische Lummen nun die acht Nationenpreisturniere in der „Europe Division 1“ voll machen. Den seit langem von Mercedes-Benz gesponserten Nationenpreis wird es in Aachen aber weiterhin geben, versprechen die Veranstalter. Nur dann eben nicht mehr unter dem FEI-Regiment. Die viel sagende Ankündigung vom CHIO Aachen lautet: „Durch die geänderte Situation sind wir bei der Einladung der teilnehmenden Mannschaften nun deutlich flexibler“, so Frank Kemperman, der Vorstandsvorsitzende des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins. So werden zukünftig beim traditionsreichen Mercedes-Benz Nationenpreis in der Aachener Soers auch tatsächlich die derzeit stärksten Mannschaften aufeinander treffen.“

Der CHIO Aachen hatte genau wie der CHI Genf angekündigt, dem langjährigen Sponsor und offiziellem Zeitnehmer Rolex die Treue halten zu wollen, als die FEI nach zehn Jahren Weltcup- und Weltranglisten-Sponsorings Uhrenhersteller Rolex gegen den Konkurrenten Longines austauschte. Rolex hat danach den Grand Slam of Show Jumping ins Leben gerufen, bestehend aus den Großen Preisen von Aachen, Spruce Meadows und Genf. Der Sieger aller drei Turniere gewinnt eine Million Euro Bonus zu den ohnehin stattlichen Preisgeldern der einzelnen Springen.
Der Nationenpreiskalender 201 sieht so aus:

Mittlerer Osten:

  • Al-Ain (UAE) CSIO5*, 5. bis 7. Februar

North/Zentralamerika und Karibik:

  • Wellington (USA) CSIO4*, 25. Februar bis 2. März

  • Coapexpan (MEX) CSIO4*, 7. bis 11. Mai

  • Calgary (CAN) CSIO5*, 12. bis 15. Juni

Europe Division 1

  • Lummen (BEL) CSIO5*, 30. April bis 5. Mai

  • La Baule (FRA) CSIO5*, 15. bis 18. Mai

  • Rom (ITA) CSIO5*, 22. bis 25. Mai

  • St. Gallen (SUI) CSIO5*, 29. Mai bis 1. Juni

  • Rotterdam (NED) CSIO5*, 18. bis 22. Juni

  • Falsterbo (SWE) CSIO5*, 10. bis 13. Juli

  • Hickstead (GBR) CSIO5*, 31. Juli bis 3. August

  • Dublin (IRL) CSIO5*, 6. bis 10. August

Europe Division 2

  • Linz-Ebelsberg (AUT) CSIO4*, 8. bis 11. Mai

  • Kopenhagen (DEN) CSIO3*, 15. bis 18. Mai

  • Lissabon (POR) CSIO3*, 29. Mai bis 1. Juni

  • Sopot (POL) CSIO3*, 5. bis 8. Juni

  • Budapest (HUN) CSIO3*, 3. bis 6. Juli

  • Gijon (ESP) CSIO5*, 30. Juli bis 4. August

  • Bratislava (SVK) CSIO3*, 7. bis 10. August

  • Arezzo (SMR) CSIO3*, 17. bis 21. September

Finale: Barcelona (ESP) CSIO5*, 9. bis 12. Oktober

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