Amsterdam: Deutscher Dreifacherfolg im Dressur-Weltcup für Werth, Schneider und Langehanenberg

Isabell Werth – Weihegold FRHFreestyleJumping Amsterdam

Heute in Bestform in Amsterdam: Isabell Werth und Weihegold. (© FEI/www.arnd.nl)

Das Weltcup-Turnier in Amsterdam war ein Erfolg auf ganzer Linie für die deutschen Dressurreiter, die die ersten Plätze unter sich verteilten. An den Titelverteidigern Isabell Werth und Weihegold war aber auch heute kein Vorbeikommen.

Über ihre Weltcup-Finalqualifikation braucht Isabell Werth sich als Titelverteidigerin sowieso keine Sorgen zu machen. Allerdings muss sie das Pferd, das sie beim Finale in Göteborg reiten will, zweimal vorgestellt haben in der laufenden Weltcup-Saison. Für die meisten Reiter ist das gar kein Problem, denn sie haben nur ein Spitzenpferd. Isabell Werth war mit Emilio siegreich in Lyon, mit Bella Rose in Stuttgart und nun mit Weihegold in Amsterdam. Da muss sie dann wohl knobeln, welcher ihrer Stars zum Zuge kommt. Weihegold, mit der sie den Titel in den vergangenen beiden Jahren gewonnen hatte, meldete heute jedenfalls nachdrücklich Anspruch auf ein drittes Finale an.

Nachdem es gestern im Grand Prix ein paar Missverständnisse gegeben hatte, lief es heute deutlich besser für Werth und die Oldenburger Don Schufro-Tochter: „Heute war sie viel ruhiger“, so Werth. „Gestern ging sie in der ersten Hälfte der Prüfung gut, aber als es an die Galopparbeit ging, drehte sie richtig auf und wir haben die Zweierwechsel nicht hinbekommen. Heute war sie viel cooler. Das Ding bei ihr ist, dass sie manchmal einfach zu viel will – aber das ist ein Fehler, mit dem ich gut leben kann!“

Heute erhielt Weihegold jedenfalls 86,810 Prozent und war damit die klare Siegerin. Den beiden gelang eine nahezu makellose Prüfung. Weihegold spielte einmal mehr ihre Stärken in der Piaffe- und Passage-Arbeit aus. Hier, wie auch in den Pirouetten, gab es fast durchgängig Noten von 9 und 9,5. Dreimal 9,5 und zweimal 9 gab es für die Harmonie zwischen Reiterin und Pferd.

Isabell Werth ist ohne Frage die heißeste Anwärterin auf den Weltcup-Titel. Es wäre der fünfte ihrer Karriere und der dritte in Folge. Aber darüber will sie gar nicht nachdenken. „Ich würde nie sagen, dass ich gewinnen werde. Ich mache diesen Job nun schon seit ziemlich langer Zeit und man weiß nie, was passieren wird. Sie kennen mich, ich bleibe immer mit beiden Füßen auf der Erde!“

Knappe Entscheidungen

Sozusagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich Dorothee Schneider mit Sammy Davis Jr. und Helen Langehanenberg auf Damsey um die weiteren Plätze. Am Ende hatten Schneider und Sammy Davis Jr. die Nase vorn mit 82,675 Prozent. Bei Helen Langehanenberg und Damsey waren es 82,440 Prozent gewesen.

Langehanenberg und Damsey hatten in der ersten Hälfte der Prüfung den Ton angegeben mit ihrer schwierigen Kür, in der dem Paar heute alles zu gelingen schien. Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr. waren viertletztes Paar und sorgten vor allem in der Trabarbeit für einen Wachwechsel an der Spitze. Wenn auch knapp setzte sie sich gegen Helen Langehanenberg durch und musste sich am Ende nur dem letzten Paar der Prüfung geschlagen geben.

Ebenso dicht dahinter wurde der Schwede Patrik Kittel auf dem Oldenburger Delaunay Vierter: 82,290 Prozent. Die beiden Sieger von Mechelen, Hans Peter Minderhoud und Dream Boy schlossen sich mit 81,380 Prozent auf Rang fünf an, gefolgt von Daniel Bachmann Andersen (dem Star unserer aktuellen Reportage und Titelmodell in St.GEORG 2/2019) mit Don Olymbrio (80,40) und Irlands Judy Reynolds auf Vancouver (80,290).

Das vierte deutsche Paar in Amsterdam, Frederic Wandres und Duke of Britain, landete mit 77,080 Prozent auf Rang zehn.

Alle Ergebnisse finden Sie hier. 

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