Angst vor zu viel Stress – Edward Gal zieht Undercover zurück, Rio-Start fraglich

EM 2015 in Aachen: Edward Gal (NED) und Undercover

Die niederländischen Dressurmeisterschaften finden in diesem Jahr ohne die Kombination Edward Gal/Undercover statt. Auf der Facebook-Seite des Glock Performance Center gibt der Reiter den Grund an.

Edward Gal befürchtet, dass der Stress, dem „Fritsie“, wie der Ferro-Sohn im Stall des Waffenproduzenten Glock genannt wird, zu groß sein würde. Auf der Facebook Seite wird Gal mit den Worten zitiert, das Wohl des Pferdes sei wichtiger als seine eigenen Ambitionen zu reiten. Deshalb bleibe „Fritsie“ zuhause. Bei seinen letzten Auftritten hatte der Rappe, den die Richter gemeinhin äußerst wohlwollend beurteilen, nicht gerade postiv aufgefallen: Abgeklingelt bei den Europameisterschaften wegen eines blutenden Mauls, Widersetzlichkeiten und Rückwärtsrennen beim Turnierdebüt in 2016 (siehe unten), und dann waren da noch die unschönen Bilder in diversen Social Media Kanälen vom Abreiten bei der EM 2015, die einmal mehr den Dressursport im Ganzen in Frage stellten.

Wie die Webseite Eurodressage vermeldet, müsste das Paar eigentlich bei den nationalen Meisterschaften an den Start gehen, um noch für die Olympischen Spiele berücksichtigt zu werden. Eine endgültige Entscheidung seitens des Sportverbandes stünde aber laut Eurodressage noch aus.

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  1. anke quiriling

    Es´ist schon erschreckend das solch eine Reitweise wie die von Edward Gal noch so honoriert wird.Schade das ein Pferd nicht reden kann.

  2. Steffi Wilxmann

    Wenn dieses Pferd reden könnte, dann würde es vermutlich schreien. Was hat dieser Auftritt mit Dressur oder gar Leichtigkeit zu tun? Das Wohl des Pferdes sei wichtiger als seine Ambition zu reiten. Er sollte das Reiten lieber sein lassen, dann würde er den Pferden das Wohl zugestehen, was sie verdienten. Und die Richter, die so einen Ritt auch noch honorieren, gehörten aus dem Verkehr gezogen. Solche Bilder machen mich echt wütend.

  3. Angela Krause

    Das arme Tier, offensichtlich total ängstlich und dadurch völlig spannig, was muss der im Training erlebt haben…
    Leider sehr „entzaubernde“ Bilder…

  4. simon

    Es ist natürlich Blödsinn dass das Pferd im Training schlimmes erlebt hat es gibt auch Pferde die sind einfach so guckig auf einem Turnier und steigern sich darein…..

    • Steffi Wilxmann

      Das ist ja wohl völliger Blödsinn, ein Pferd, was schon große Turniere gegangen ist, wird immer schlechter, guckiger und spanniger. Was sonst, als die Reitweise macht ein Pferd zu dem, was man in dem Video zu sehen bekommen hat. Der hat nicht vor irgend etwas Gruseligem am Viereck gescheut, der hatte einfach nur Angst vor dem Reiter und wer das nicht erkennt, redet den ganzen Turniersport schön und verschließt die Augen vor der ganzen Misere, die immer wieder zu diesen Diskussionen führt.

  5. Stephanie

    Misstände im Dressursport hin oder her…

    Stellt sich hier nicht die Frage, besonders, da alle wieder einmal „unmögliche“ Trainingsmethoden und die angeblichen Folgen davon mit erhobenem Zeigefinger verteufeln – inwiefern harsche Kritik aus dem Publikum hier unter Umständen unangebracht ist?

    Wenn man eine tierfreundliche, „sanfte“ Umgangsweise im Training von Sportpferden sehen möchte, dann muss man sich auch an eine erhöhte Anzahl ersichtlicher Fehler, also das Erlauben von deutlicher Rückmeldung seitens des Pferdes gewöhnen, oder nicht?

    Die Alternative wäre schließlich, Widerstände (die es IMMER zu einem gewissen Grad gibt – zeig‘ mir den Reiter, bei dem das, besonders unter Wettkampfbedingungen nicht so ist…) mit Kraftreiterei zu unterdrücken. Und das will ja angeblich keiner.

    Also was jetzt?


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