Bettenrode: Evelyn Eger gewinnt Piaff-Förderpreis Etappe, Louisdor- und Burg-Pokal Einlaufprüfungen

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Emma Kanerva und Mist of Titanium 2020 in Schenefeld, wo sie sich für den Nürnberger Burg-Pokal qualifizierten. (© Tara Gottmann)

Für den zweibeinigen Dressurnachwuchs ging es heute auf dem Hof Bettenrode um wichtige Punkte im Piaff-Förderpreis. Die Finalqualifikationen zum Saisonhighlight der vierbeinigen Jungstars stehen zwar erst morgen auf dem Plan, aber heute gab es in den Einlaufprüfungen schonmal erste Eindrücke.

Evelyn Eger vom Hof Kasselmann in Hagen ritt ihren 15-jährigen Falsterbo-Sohn Flynn PCH mit 71,163 Prozent zum Sieg in der Piaff-Förderpreis Etappe auf dem Hof Bettenrode. Flynn ist kein Unbekannter. Er war zunächst von Marcus Hermes im Stall Schmidt geritten worden, als Hermes dort seine Ausbildung machte. Die beiden nahmen unter anderem auch am Bundeschampionat und den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde teil. Später saß Hubertus Schmidt auch persönlich im Sattel des schicken Dunkelfuchses und bildete ihn weiter bis Grand Prix aus. Emma Kanerva, die ja früher auch im Stall Schmidt ritt, stellte Flynn auf mehreren Turnieren vor. Dann ging er zu Fabienne Müller-Lütkemeier, mit der er mehrere Jahre erfolgreich war. Seit Mitte letzten Jahres darf ihn Evelyn Eger nun reiten.

Die beiden ließen heute ein Duo hinter sich, das sich schon wesentlich länger kennt: Semmieke Rothenberger und ihre Hannoveraner Don Crusador-Tochter Dissertation, die mit 70,233 Prozent Zweite wurden. Seit Semmiekes Juniorentagen sind die beiden ein Team. Bei der EM 2016 holten sie ihre ersten Medaillen, damals auf M-Niveau. Allerdings war Daisy zuvor schon unter Lena Waldmann in der schweren Klasse erfolgreich gewesen.

Rang drei ging an Lisa Breimann und Aida Luna, die heute mit 69,465 Prozent bewertet wurden. Felicitas Hendricks und Faible-As, die gestern noch gemeinsam mit Rothenberger an der Spitze gestanden hatten, wurden heute Vierte mit 69,349 Prozent.

Warm-Up für die Stars von Morgen

Die Louisdor-Preis Pferde haben sich heute in der Intermédiaire II akklimatisieren können. Der Sieg ging an Emma Kanerva und den nun neunjährigen Millennium-Sohn Mist of Titanium, der im vergangenen Jahr noch beim Finale des Nürnberger Burg-Pokals Sechster geworden war. Heute holte er seinen ersten S***-Erfolg überhaupt und dann gleich den Sieg. 74,789 Prozent gaben die Richter.

Zweiter wurde Christoph Koschel im Sattel des zehnjährigen Drombusch v. Destano, der eigentlich der Piaff-Förderpreis-Vierten Felicitas Hendrickx gehört, die bei Christoph Koschel reitet. Sie hatte den Oldenburger bis Klasse S ausgebildet und die ersten Drei-Sterne-Starts hat er nun mit Christoph Koschel hinter sich gebracht. 73,053 Prozent lautete das Ergebnis.

Rang drei holte Thomas Wagner auf dem zehnjährigen Fürstenball-Sohn Filigrano Marone, der seine zweite S***-Saison geht und heute mit 72,263 Prozent bewertet wurde.

Die Einlaufprüfung für den Nürnberger Burg-Pokal ging an den Niederländer Bart Veeze mit den KWPN-Hengst Imposantos v. Wynton (75,171), der ja seit diesem Jahr über das Gut Wettlkam von Lisa und Thomas Müller zu beziehen ist und mit Veeze im Sattel die Niederlande wiederholt bei Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde vertreten hat.

Der erst siebenjährige D’alessandro v. Don Frederic wurde unter Reitmeister Hubertus Schmidt Zweiter mit 73,244 Prozent. Für den Hengst war es erst die zweite S-Dressur seines Lebens und gleichzeitig auch die zweite Prüfung mit Schmidt im Sattel nach der Qualifikation in Balve, wo das Rang vier belegt hatte. Zwar steht der Hannoveraner schon lange im Stall Schmidt, allerdings war es bislang Ivan Nieto Sanchez, Hubertus Schmidts spanischer Bereiter, der den Hengst in Dressurpferdeprüfungen vorgestellt hat.

Apropos Stall Schmidt – dort war die Reiterin des drittplatzierten Pferdes ausgebildet worden, Emma Kanerva. Sie stellte den ebenfalls erst siebenjährigen Bordeaux-Sohn Borderline fpr 72,195 Prozent vor.

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