Bettenrode: Piaff-Förderpreis Etappe an Ellen Richter und weitere Siege für Schmidt und Schneider

Verden International

Ellen Richter und Vinay bei der Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal in Verden 2019. (© Equitaris/Becker)

In der eigentlichen Wertungsprüfung für den Piaff-Förderpreis auf Hof Bettenrode gab es einen Platzwechsel auf den vorderen Rängen und ein neues Gesicht in der Serie, das die Nase vorn hatte.

Der Sieg in der Piaff-Förderpreis Wertungsprüfung wurde zur Beute der 24-jährigen Ellen Richter aus Bad Essen auf dem neunjährigen Westfalen Vinay v. Vitalis, den sie sechsjährig und mit Erfolgen in Dressurpferdeprüfungen Klasse L unter dem Sattel bekommen hat.

Das Paar war Anfang des Jahres noch gar nicht unter den Auserwählten gewesen, die sich bei dem obligatorischen Auswahllehrgang für die Piaff-Förderpreis Serie hatten empfehlen können. Die ersten Intermédiaire II für die beiden war Ende September 2019 in Spenge-Wallenbrück. Sie gewannen die Prüfung.

In Kronberg, das ja auch eine Piaff Förderpreis-Etappe war, starteten Richter und Vinay in der Serie „Stars von Morgen“ für die Nachwuchspferde. Sie wurden Zehnte von 28 Paaren in der Intermédiaire II und Neunte im Kurz-Grand Prix.

Nun also ihr Piaff Förderpreis-Debüt, das man als rundum gelungen bezeichnen darf – nach Rang zwei in der Vorbereitungsprüfung hinter Kristin Biermann und Queensland drehten sie den Spieß im Kurz-Grand Prix um: Sieg mit 71,442 Prozent.

Kristin Biermann belegte Rang zwei mit 70,349 Prozent. Über den dritten Platz konnte sich Alexa Westendarp und Der Prinz freuen, die es auf 69,977 Prozent gebracht hatten.

Angesprochen auf das Siegerpaar, berichtete U25-Bundestrainer Sebastian Heinze gegenüber St.GEORG: „Das Pferd ist schon gut, weil er sehr gleichmäßig schwingt. Und die Reiterin sitzt da einfach gut drauf. Was noch ein wenig fehlt, sind Kraft beim Pferd und Routine bei beiden. Für Ellen ist das ja auch alles neu.“

Quereinsteiger willkommen

Zu ihrem Quereinstieg in der Serie erklärte Heinze weiter: „Das Pferd war über den Winter verletzt, deshalb hatte das mit dem Auswahllehrgang bei Ellen nicht geklappt. Aber wir hatten ja auch in den Vorjahren immer mal Paare, die beim Auswahllehrgang nicht mit dabei waren, aber dann trotzdem einige Etappen geritten sind.“

Als Beispiele nennt er Bianca Nowag, die Gesamtsiegerin des Vorjahres, oder auch Ninja Rathjens und Raphael Netz, die ja wie Nowag am Ende auch, bereits zu EM-Teamgold der Altersklasse U25 beitragen konnten. Mit der Option des Einstiegs in die laufende Saison wollen sie „allen guten Reitern gerecht werden“, so Heinze.

Dass Ellen Richter in Bettenrode reiten konnte, lag daran, dass die Bundeskader-Pferde in wenigen Tagen in Hagen an den Start gehen, um sich möglichst eine Empfehlung für die Europameisterschaften zu holen. Daher waren Kapazitäten frei.

Wenn die Größe des Starterfeldes es zulasse, könne Richter auch bei den weiteren Stationen der Serie an den Start gehen, so Heinze. Es sind noch zwei: Gut Ising vom 2. bis 6. September und Balve vom 17. bis 20. September.

Grundsätzlich bekräftigte Sebastian Heinze noch einmal, ihm gehe es darum, auch jenen eine Chance zu geben, die beim Auswahllehrgang nicht dabei waren.

Weitere goldene Schleife für Schmidt

Nachdem er ja bereits den Grand Prix gewonnen hatte, war Hubertus Schmidt im Sattel des Escolar-Vollbruders Escorial der Top-Favorit für den Sieg im Special. Die beiden wurden ihrer Rolle gerecht. Mit 74,183 Prozent und Rang eins von allen Richtern hatten sie einen komfortablen Vorsprung zum Rest des Feldes.

Das wurde mit 70,882 Prozent angeführt von Pia Wischerath auf dem Louisdor-Preis Finalisten von 2019, dem Oldenburger San Amour-Sohn Science Fiction, der heute Special-Premiere feierte.

Rang drei sicherten sich Beatrice Buchwald und der ehemalige Silbermedaillengewinner beim Reitpferdebundeschampionat, der nun elfjährige Trakehner Brancusi v. Kaiserdom. Auch für ihn war dies der erste Grand Prix Special seines Lebens, der mit 70,588 Prozent belohnt wurde.

Kür an Schneider

Nachdem Dorothee Schneider und die nun 16-jährige Hannoveraner Rubin-Royal-Tochter Rock’n Rose im Grand Prix Zweite hinter Schmidt und Escorial gewesen waren und diese sich für die Special-Tour entschieden hatten, war in der Kür der Weg frei. Mit 47,85 Punkten gelang Schneider und „Rosi“ ein Durchmarsch an die Spitze des zehnköpfigen Starterfeldes.

Zweiter wurde mit 44,925 Punkten Holga Finken auf dem zwölfjährigen Hannoveraner Londontime-Sohn Lagerfeld K, den er 2019 aus dem Beritt von Borja Carrascosa übernommen hatte. Rang drei sicherten sich Britta Rasche-Merkt und ihr bewährter 17-jähriger Xerez mit 44,625 Zählern.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.