Bianca Nowag siegt im Piaff-Förderpreis 2019

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Sieger im Piaff-Förderpreis 2019: Bianca Nowag und Sir Hohenstein. (© Frieler)

Der Piaff-Förderpreis ist eine Dressurserie für U25 Reiter, die auf dem besten Weg in den großen Sport sind. Traditionell wird das Finale im Rahmen der Stuttgart German Masters ausgetragen. Dort konnte sich heute Bianca Nowag gegen Vorjahressiegerin Jil-Marielle Becks durchsetzen.

Für die U25-Dressurreiter hieß es heute früh aufstehen: Schon um 8 Uhr ging das erste Paar im Piaff-Förderpreis an den Start. Zehn Reiter und Reiterinnen hatten über die Stationen in Mannheim, Wiesbaden, Verden und Ising das Ticket für die Hanns-Martin-Schleyer-Halle lösen können, neun von ihnen waren nach Stuttgart gereist. In der Einlaufprüfung war es noch  Vorjahressiegerin Jil-Marielle Becks gewesen, die die Siegerehrung angeführt hatte. Heute musste sie dann allerdings Bianca Nowag den Vortritt lassen.

Duell der Deutsche Bank Reitsport-Akademistinnen

Die 25-jährige Deutsche Bank Reitsport-Akademistin Bianca Nowag nutzte damit ihre letzte Chance, um nach einigen guten Platzierungen im Piaff-Förderpreis in den vergangenen Jahren, schließlich ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Sie saß im Sattel von Sir Hohenstein, einem zehnjährigen Sir Donnerhall-Sohn, mit dem sie in diesem Jahr auch schon erfolgreich die deutschen Farben bei den U25-Europameisterschaften in San Giovanni vertreten hatte. Mit ihrem „Riesenbaby“ hat Nowag somit einen Nachfolger für ihr langjähriges Erfolgspferd Fair Play gefunden – der Hannoveraner gehört mit seinen 1,85 Metern Stockmaß auch körperlich zu den Großen im Viereck. Heute erhielten die beiden für eine gleichmäßig gute Vorstellung 72,1 Prozent – wobei nur zwei der fünf Richter das Paar an erster Stelle sahen, der Rest auf Rang zwei.

Der ging in diesem Jahr an die 22-jährige Jil-Marielle Becks und Damon’s Delorange. Zwischen den gut gelungenen Galopppirouetten, für die es sogar einmal die neun gab, zeigte die zwölfjährige Damon Hill-Tochter einen fliegenden Wechsel zu viel: 71,2 Prozent. Zwei Richtern sahen die beiden dennoch ganz vorne, die übrigen Platzziffern variierten zwischen drei und fünf. Im letzten Jahr hatte Jil-Marielle, die seit diesem Jahr ebenfalls durch die Deutsche Bank Reitsport-Akademie (DBRA) unterstützt wird, das Finale schon einmal für sich entscheiden können. Allerdings nicht mit Damon’s Delorange, sondern mit deren ein Jahr jüngerem Bruder Damon’s Satelite, mit dem sie inzwischen schon im Grand Prix-Sport unterwegs ist.

Schützlinge von Isabell Werth top platziert

Platz drei ging an die jüngste Teilnehmerin im Finale: Hannah Erbe. Die 20-Jährige, die bis vor Kurzem noch Schülerin von Isabell Werth war und nun auf dem Krüsterhof bei Johann Hinnemann reitet, zählt ebenso zum aktuellen Jahrgang der DBRA und konnte 2017 Triple-Gold bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter gewinnen. Schon damals saß sie auf Carlos, ihrem zwölfjährigen Carabas-Sohn, der sie seit Junioren-Tagen begleitet. Nach einem teuren Schreckmoment in der ersten Trabverstärkung, kamen die beiden schlussendlich auf 70,98 Prozent.

Dahinter rangierte mit Ann-Kathrin Lindner auf Flatley eine weitere Schülerin von Isabell Werth (70,12 Prozent). Der einzige männliche Teilnehmer am Finale, Rapahel Netz, kam mit Lacoste auf 68,94 Prozent, Rang fünf. Dahinter platzierte sich Anna Abbelen mit Henny Hennessy als Sechste (68,24).

„Das war ein sehr gutes und hochklassiges Finale mit den Reitern, die auch schon die gesamte Saison im U25-Bereich geprägt haben, bis hin zur Europameisterschaft. Es waren wirklich interessante Pferde dabei, von denen man sich vorstellen kann, dass sie sich gut weiterentwickeln werden und man sie auch weiterhin im Sport sehen wird. Ich glaube, auch den Richtern haben die Leistungen hier gut gefallen, so war das Finale eine gute Werbung für unseren Sport“, resümierte U25-Bundestrainer Sebastian Heinze.

Alle Ergebnisse vom Piaff-Förderpreis Finale 2019 finden Sie hier.

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