CDI3* Jerez: Deutsche Dressurreiter hoch erfolgreich und Valegro im Training

Orangenduft statt Hallenmuff – nicht nur, aber auch einige deutsche Dressurreiter zieht es dieses Wochenende in die spanische Pferdehochburg Jerez de la Frontera. Dort haben sie bereits die ersten Schleifen geholt.

Los ging es gestern Morgen in Jerez mit der Einlaufprüfung für fünfjährige Dressurpferde. Drei Paare waren am Start, darunter Matthias Alexander Rath mit zwei Pferden, die auch gleich die ersten beiden Plätze belegten. Es siegte der 2013 in Redefin gekörte Flash Hit v. Fürst Romancier-Sandro Hit, der Familie Rath/Linsenhoff zusammen mit Paul Schockemöhle gehört. Er wirkt auf der neuen Deckstation des Schafhofs. In Jerez überzeugte er mit einer 86,6 Prozent-Runde, wobei die 9,3 für den Galopp herausstach. Platz zwei ging ebenfalls an Rath auf einem Oldenburger Fürst Romancier-Nachkommen, der Stute Frangipani (Mutter v. Wolkentanz II), die mit genau 77 Prozent aus dem Viereck kam. Dritter wurde der Spanier Juan Manuel Cortázar Pérez im Sattel des spanischen Hengstes Well Well.

Sönke Rothenberger auf Ganymedes v. Gribaldi

Sönke Rothenberger auf Ganymedes v. Gribaldi. Foto: Topiberian

Bei den Sechsjährigen triumphierte der KWPN-Hengst Ganymedes v. Gribaldi-Krack C mit Sönke Rothenberger im Sattel. Er erhielt 82,80 Prozent und erreichte die höchste Teilnote von 8,8 im Bereich Durchlässigkeit. Auch in dieser Prüfung gingen nur drei Paare an den Start. Platz zwei ging an einen Hannoveraner in spanischem Beritt: Quaterback v. Quaterback, der es auf 75,40 Prozent brachte. Dritter wurde der Lusitano Fenix do Tineo unter María Caetano Couceiro aus Portugal. Fenix do Toneo ist ein Sohn des Olympiahengstes Rubi, der unter Gonçalo Carvalho bis zu seiner Verabschiedung Werbung für Lusitanos im Dressursport gemacht hat.

Die Konkurrenz der Siebenjährigen wurde erneut zur leichten Beute von Matthias Rath im Sattel eines weiteren Schafhof-Hengstes: Sir Pacardi v. Sir Donnerhall-Don Picardi, der es auf 77 Prozent brachte. Der Wallach Estoque – Herkunft unbekannt – wurde mit Alfonso Expósito Santiso Zweiter (66,4) vor Juan Manuel Cortázar Pérez auf dem PRE-Hengst Mortal (60,90).

Die Intermediate A ging ausnahmsweise nicht nach Deutschland, sondern nach Großbritannien. Es siegte Richard Davison im Sattel des Oldenburgers Don Bettino v. Don Primero-Painters Row xx mit 70,222 Prozent. Der Wallach wurde von Barbara Bettin-Schulze-Schleppinghoff gezogen, der Ehefrau des Oldenburger Zuchtleiters. Seine Ausbildung bis zur schweren Klasse erhielt der Wallach bei Christoph Koschel. Zweite wurde die Spanierin Carmen Belén Bautista Sánchez auf dem PRE-Hengst Fenol II (66,361) vor Matthias Alexander Rath und dem Nürnberger Burg-Pokalsieger 2014, Es Fangar’s Samba King v. Sandro King-Lancet (66,028).

Dafür galoppierte Rath im Prix St. Georges wieder vorweg. Hier saß er im Sattel des Hannoveraner Hengstes Foundation v. Fidertanz-De Vito, der mit 69,553 Prozent aus dem Viereck kam. Carmen Gutiérrez Cruz wurde Zweite auf der dänischen Stute Gorklintgards Laika v. Sunny Boy-Leandro (66,053) vor dem niederländischen Paar Janneke van Riet auf Deylon v. Sting-OO Seven (66,026).

Heute stand in Jerez bereits die Intermediate B auf dem Plan. Auch hier hatten Richard Davison und Don Bettino die Nase vorne, diesmal mit 70,159 Prozent. Matthias Alexander Rath und Es Fangar’s Samba King verbesserten sich um einen Platz und kamen auf 67,024 Prozent. Platz drei ging nach Portugal, an Maria Pais do Moral im Sattel des Hannoveraners Don Antonio v. Don Frederico-A Jungle Prince (64,563).

Gerade läuft in Jerez der Grand Prix, in dem unter anderem Carl Hester auf dem Hannoveraner Wanadoo v. Wolkenstein II-Cavalier an den Start geht. Der Fuchs ist bereits 15 Jahre alt, wurde aber bisher kaum eingesetzt. Gerade mal zwei internationale ging er unter Hester, in Hickstead und Saumur, von wo er mit drei Siegen und einem vierten Platz nach Hause kam. Hester reitet aber auch sein Championatspferd Nip Tuck. Hesters Schülerin Charlotte Dujardin reitet den nun zehnjährigen Hannoveraner Barolo v. Breitling W-Hitchcock, mit dem sie ebenfalls schon Grand Prix-siegreich war. Zum Training hat sie übrigens auch ihren Star Valegro mit in Spanien.

Spannend aus deutscher Sicht wird der Auftritt von Sönke Rothenberger und dem KWPN-Wallach Cosmo v. van Gogh, den beiden Youngstern im deutschen A-Kader. Der Grand Prix läuft heute den ganzen Nachmittag.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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