Dänemark äußert sich zur „Blood Rule“

Ulf Helgstrand, der Präsident der dänischen Reiterlichen Vereinigung, hat ein Statement abgegeben zur umstrittenen „Blood Rule“ (Infos, siehe hier).

„Wir haben die Angelegenheit bislang noch nicht mit dem Dressurkomitee besprochen. Ich habe die Diskussion in den Medien intensiv verfolgt. Ich verstehe den Aspekt, dass man wegen einer leichteren Verletzung ein ganzes Team bei Olympischen oder Weltreiterspielen vom Wettkampf ausschließt.

Das Problem ist: Was sind leichte und was sind schwere Verletzungen? In meinem Beruf als Chirurg kann ich eine große Wunde verursachen, die fast gar nicht blutet und eine kleine, die stark blutet. Was passiert, wenn z.B. ein Offizieller aus den Niederlanden einen Deutschen anhand eines subjektiven Kriteriums ausschließt und einen holländischen Reiter nicht etc.? Und was passiert, wenn es der letzte Reiter ist? Sollen wir dann 30 Minuten warten, bis der Reiter zurück ins Viereck kommt?

() Um meine persönliche Meinung noch einmal klar zu machen: Blut im Maul ist Blut, egal woher es kommt und bedeutet Ausschluss. Einfach zu beurteilen und ohne jeden Zweifel. Außerdem, aber sekundär im Vergleich zum dem Besten für den Sport, wird es dem Image des Dressursports zugute kommen.“

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