Dänemark: Andreas Helgstrand erhält Verwarnung

Bildschirmfoto2014-04-20um07.38.32.png

(© Epona.tv)

Nachdem der dänische Dressurreiter Andreas Helgstrand im November 2014 vom Tatbestand der Tierquälerei im Zusammenhang mit der Vorstellung seines Pferdes Akeem Foldager bei einem Tag der offenen Tür im April auf seiner Anlage freigesprochen worden war, hat nun auch die Dänische Reiterliche Vereinigung ihr finales Urteil gefällt.

Der Rechtsausschuss der Dänischen Reiterlichen Vereinigung hat beschlossen, eine Verwarnung gegenüber Helgstrand auszusprechen. Das Komitee unter der Leitung von Ole Lindgreen hatte entschieden, dass der Mannschafts-Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2008 „unsachgemäßen Gebrauch von Gebiss und Zügeln“ gemacht hat. Er ist nun verwarnt, dass sich ein solcher Vorfall innerhalb der nächsten zwei Jahre nicht wiederholt. Anderenfalls wird man es als verschärften Umstand behandeln.

Helgstrand dürfte nun wieder für das dänische Team reiten, beispielsweise bei den Europameisterschaften in Aachen, wenn er die nötigen Qualifikationsvoraussetzungen erfüllt.

Quelle: Eurodressage/rideforbund

Der Ablauf der Ereignisse stellt sich folgendermaßen dar: Im Frühjahr 2014 sorgten Fotos von Andreas Helgstrand auf seinem Toppferd Akeem Foldager für Aufsehen, die der Internet-TV-Sender Epona TV veröffentlicht hatte. Sie wurden im Rahmen eines Tags der offenen Tür auf Helgstrands Anlage aufgenommen und zeigten Akeems violettfarbene Zunge unter der Kandare sowie deutliche Anzeichen des Sporeneinsatzes. Daraufhin fanden Untersuchungen statt.

Am 28. Novemberhatte das Gericht in Aalborg sein Urteil in der Sache Helgstrand gefällt. Helgstrand war nach Veröffentlichung der Fotos, die einen medialen Aufschrei verursacht hatten und die Dänische Reiterliche Vereinigung zum Handeln zwangen, bei der Polizei wegen Tierquälerei angeklagt worden. Das Gericht sprach ihn frei. In der Begründung hieß es, es habe nicht bewiesen werden können, dass Akeem am 12. April irgendeinen Schaden im Sinne der Paragrafen 1,2 und 17 des Tierschutzgesetzes davongetragen hatte. Das Urteil basierte auf anonymen Fotos und den veterinärmedizinischen Untersuchungsergebnissen, die auf Geheiß der Dänischen Reiterlichen Vereinigung (deren Vorsitzender Andreas‘ Vater ist, der FEI-Präsidentschaftskandidat Ulf Helgstrand) angefertigt wurden.

Nach den Vorfällen hatte Helgstrand Sponsoren verloren, wie Sattler Passier und die dänische Futterfirma Equsana.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.