Dänemark: Cathrine Dufour und Cassidy weiter einsame Spitzenreiter

Ein absolutes Hingucker-Paar, dem man ruhig ein paar Punkte mehr hätte geben können: die Dänin Catherine Dufour auf dem Caprimond-Sohn Cassidy. Auch die beiden haben einen langen gemeinsamen Weg hinter sich, waren schon Europameister im Nachwuchsbereich und sind nun Dänische Meister und in der Weltspitze angekommen. Zu Recht: Das war richtig schönes Reiten!

Catherine Dufour auf dem Caprimond-Sohn Cassidy bei den Olympischen Spielen in Rio. (© Pauline von Hardenberg)

Nachdem sie bereits den Grand Prix der Dänischen Meisterschaften haushoch für sich entscheiden konnten, setzten die Titelverteidiger Cathrine Dufour und Cassidy im Special noch eins drauf.

Die Meisterschaft dürfte Cathrine Dufour und Cassidy so gut wie sicher sein. Erneut lag eine kleine Dressurwelt zwischen dem Olympiapaar und dem Rest des Feldes. 82,059 Prozent, Platz eins von allen Richtern, so lautete ihr Ergebnis im Special.

Damit haben der Caprimond-Sohn und seine 25-jährige Reiterin ihren Anspruch auf eine Platzierung auf einem der vorderen Ränge bei der Europameisterschaft in Göteborg noch einmal untermauert. Bei Olympia in Rio, ihrem letzten Championat, hätte das Ergebnis für Platz vier gereicht, noch vor Kristina Bröring-Sprehe und Desperados. Aber jede Prüfung ist bekanntlich anders und in Göteborg werden die Karten ohnehin neu gemischt.

Wobei, zwei der in Rio vorne platzierten Pferde werden in Göteborg schon mal nicht an den Start gehen: der inzwischen in den aktiven Ruhestand verabschiedete Valegro und Dorothee Schneiders leider verletzter Showtime.

Mit deutlichem Abstand (73,745 Prozent) folgte dahinter Daniel Bachmann Andersen auf dem Blue Hors-Deckhengst Don Olymbrio v. Jazz-Ferro. Agnete Kirk Thinggaard und der ungarische Ginus-Sohn Jojo AZ wurden diesmal Dritte.

Knappe Entscheidung

Der im Grand Prix noch zweitplatzierte Anders Dahl musste sich mit seinem Selten HW diesmal mit dem vierten Platz zufrieden geben (73,392). Er hat also gewissermaßen die Plätze getauscht mit Daniel Bachmann Andersen. Das dürfte dementsprechend ein spannender Kampf um die Medaillen werden in der Kür am Sonntag Nachmittag.

Hinter Anders Dahl konnte sich übrigens Anna Zibrandtsen in die Schleifenränge zurückkämpfen mit dem von Diederik van Silfhout übernommenen KWPN-Hengst Arlando. Mit 72,451 Prozent konnten sie sich knapp von Anna Kasprzak und Rock Star v. Rockwell behaupten (72,392).

Dufour mit westfälischem WM-Finalist in der kleinen Tour siegreich

Der Grand Prix Special war heute nicht der einzige Sieg von Cathrine Dufour. Die 25-Jährige, die mit Cassidy schon bei Nachwuchseuropameisterschaften zu den eifrigsten Medaillensammlerinnen zählte, hat ein besonderes Nachwuchspferd im Stall, das ihr einen weiteren Platz in der ersten Reihe bescherte: den Westfalen Bohemian v. Bordeaux-Samarant. Mit 74,035 Prozent gewann der erst siebenjährige Fuchs heute den Prix St. Georges vor Nanna Skodborg Merrald und Goerklintgaards Quater Boy v. Quaterback (72,719) und Sidsel Moerkenborg-Riis mit Dunhill v. Oscar (72,149).

Bohemian nahm im vergangenen Jahr als Westfale für Deutschland an den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde teil. Er hatte damals schon eine dänische Reiterin, Katrine Kraglund. Vom letzten Platz in der Qualifikation hatten die beiden sich über den Sieg im kleinen Finale bis in die Endausscheidung vorgekämpft. Hier hatte die Reiterin den talentierten Wallach aus der Zucht von Heinrich Langewellpott reichlich hoch und eng eingestellt, was das Gesamtbild etwas trügte. Trotzdem überzeugte das Pferd, die Richter so, dass sie ihm 83,4 Prozent gaben. Er wurde Achter. Und nun zeigt er offenbar, was wirklich in ihm steckt.

 

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