Daniel Bachmann Andersen kann Marshall Bell bis zur WM reiten

Daniel Bachmann Andersen Marshall Bell

Daniel Bachmann Andersen (DEN) und Marshall Bell (© toffi-images.de)

Daniel Bachmann Andersen ist der Glückspilz der Saison! Die neuen Besitzer des von ihm in die Weltspitze gerittenen Marshall Bell haben ihm den EM-Finalisten 2021 nun für den Sommer zur Verfügung gestellt.

Daniel Bachmann Andersen hat heute die frohe Botschaft auf seinem Instagram-Account öffentlich gemacht: „Nicola Ahorner und ihre Familie haben mir die fantastische Möglichkeit eingeräumt, die Reise mit Marshall mit dem Ziel Herning 2022 fortzusetzen. Ich bin außer mir vor Freude, dankbar und fühle mich geehrt, dass sie es zulassen, unsere Partnerschaft über den Sommer fortzuführen. Unser Ziel ist es jetzt, alle stolz zu machen, die in Verbindung mit diesem super Pferd stehen.“

Daniel Bachmann Andersen: Top WM-Kandidat

Der Don Romantic-Sohn war unter Bachmann Andersen 2021 in die Weltspitze aufgestiegen. Die beiden Dänen sind bislang 13 mal international in Grand Prix Prüfungen am Start gewesen. Achtmal sprang dabei ein Platzierung unter den ersten drei heraus. Im Kürfinale der Europameisterschaft 2021 wurden die beiden mit 82,05 Prozent Siebte. Marshall-Bell war das jüngste Pferd in dieser Prüfung.

Vor einigen Wochen war der Fuchswallach an die Nachwuchsreiterin Nicola Ahorner aus Österreich verkauft worden. Marshall-Bell gehörte seit Sommer 2021 zur Hälfte anteilig dem dänischen Pferdehändler Andreas Helgstrand, einem der großen Sponsoren der Weltmeisterschaften im August in Herning. Helgstrand war in den vergangenen Wochen wegen seiner Handelspraktiken öffentlich in dänischen Medien kritisiert worden. Helgstrand hat das Ziel, mit dem Hengst Jovian für Dänemark bei der Heim-WM an den Start zu gehen. Mit der Kombination Daniel Bachmann Andersen und Marshall-Bell hat er nun einen starken Konkurrenten um den Teamplatz. Zumal der Fuchs ja bereits Championatserfahrung hat. Gesetzt dürfte Cathrine Dufour für die dänische Mannschaft sein. Auch die Olympiareiterinnen Carina Cassøo Krüth und Nanna Skodborg Merrald haben gute Chancen für eine Berufung in das Dressurteam der Gastgeber.

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Hinweis: In einer früheren Version hatte es geheißen, Andreas Helgstrand sei der Organisator der Weltmeisterschaften. Dies sind aber Jens Trabjerg und Casper Cassøe. Wir haben es entsprechend korrigiert.

  1. Angelika Wismuth

    Das ist ja sehr schön, dass diese Passer-Kombination erhalten bleibt! Zumindest vorerst! Das ist aber auch eine ganz schöne Strecke, Dänemark – Österreich und zurück, das hätte man dem Pferd auch ersparen können. 🙁

    • Consicratus

      Wenn das alles so stimmt, dann stellen sich gleich mehrere Fragen: warum wird erst jetzt entschieden, dass das Pferd, nachdem es schon einige Wochen beim neuen Besitzer war, wieder zurück zu Herrn Bachmann geht? Die Situation der WM war allen Beteiligten vorher bekannt. Der Verkauf hatte insgesamt ein Gescmäckle: warum der Verkauf genau jetzt des Pferdehändlers Helgstrand, der mit Bachmann und einer weiteren Reiterin um einen der zwei letzten verbliebenen Startplätze konkurriert. Hat sich da jemand doch verzockt? Wohl kaum. Ich denke, dletztlich war und ist das Pferd die nicht kalkulierbare Komponente in dem Konstrukt, das nicht so perfomte, wie erhofft.

  2. Schumacher

    Ein Formel1 Auto kann nur von entsprechenden talentierten und ausgebildeten Fahrern gefahren werden, insbesondere sehr schwierige Formel1 Autos. Weniger talentierte „Instagram“ Amateure sind hier hoffnungslos überfordert (siehe z.B. Masepin). Das ist ein großes Problem der Formel1, da die neuen Fahrer die sonst sehr guten Autos nicht fahren können, zumindest aber das vorherige Potential nie wieder werden abrufen können. Für die Rennställe ist das nebensächlich und nicht relevant, es ist ja schließlich auch nur ein Auto und kein Lebenwesen! Hauptsache ist, sie erhalten egal von wem ihre vollkommen überteuerten Gelder für die Cockpits. Ob ein Auto zum Fahrer passt ist hier vollkommen nebensächlich. Der Profit liegt hier über Allem. So können die Autos letztlich entweder dann gar nicht mehr gefahren werden oder aber sie fahren nur noch hinterher, bis sie irgendwann still und leise ganz verschwinden. Ab und zu werden die Autos dann doch wieder an den Rennstall zurückgegeben mit blumigen Vorwänden und Wünschen, damit man das Gesicht wahrt. Die Cockpits sind dann fast immer in der nächsten Saison unter neuen Fahrern zu finden.

  3. Marina

    Da hier Fragen gestellt werden: es ist fraglich, ob man seinen Kindern unbedingt einen großen Gefallen fürs weitere Leben macht, wenn man sie in „Cockpits“ für 7-stellige Beträge einkauft. Hätte es hier nicht auch ein immer noch sehr gutes nicht so weit entwickeltes Auto getan, immer noch im 6-stelligen Bereich? So nimmt man den jungen Fahrern jegliches eigenes Erfolgserlebnis.
    Und wenn jetzt schon (Eigen-)Leistung und Qualität nicht mehr zählt, sondern nur noch Geld, dann ist Betrug und Korruption Tür und Tor geöffnet. So ist es auch zu erklären, warum Bernie Ecclestone, der größte Rennautohändler der Welt, unzählige Beschuldigungen (gerade erst wieder aktuell) am Hals hat und mehrere gerichtliche Verfahren anhängig sind.
    Das angesprochene Auto war schon länger auf dem Markt, schon nach dem Großen Preis von Hagen war das in der Szene kein Gerücht mehr. So soll es etliche Testfahrten mit Interessenten gegeben haben, die das Auto aber ablehnten, weil es insbesondere im Grenzbereich unbeherrschbar ist. Ähnliches dürfte jetzt auch erst bei Testfahrten zuhause erkannt worden sein, weshalb das Auto nochmals zurück zum Testfahrer ging.

  4. Marianne

    Da hier Fragen gestellt werden: es ist fraglich, ob man seinen Kindern unbedingt einen großen Gefallen fürs weitere Leben macht, wenn man sie in „Cockpits“ für 7-stellige Beträge einkauft. Hätte es hier nicht auch ein immer noch sehr gutes nicht so weit entwickeltes Auto getan, immer noch im 6-stelligen Bereich? So nimmt man den jungen Fahrern jegliches eigenes Erfolgserlebnis.
    Und wenn jetzt schon (Eigen-)Leistung und Qualität nicht mehr zählt, sondern nur noch Geld, dann ist Betrug und Korruption Tür und Tor geöffnet. So ist es auch zu erklären, warum Bernie Ecclestone, der größte Rennautohändler der Welt, unzählige Beschuldigungen (gerade erst wieder aktuell) am Hals hat und mehrere gerichtliche Verfahren anhängig sind.
    Das angesprochene Auto war schon länger auf dem Markt, schon nach dem Großen Preis von Hagen war das in der Szene kein Gerücht mehr. So soll es etliche Testfahrten mit Interessenten gegeben haben, die das Auto aber ablehnten, weil es insbesondere im Grenzbereich unbeherrschbar ist. Ähnliches dürfte jetzt auch erst bei Testfahrten zuhause erkannt worden sein, weshalb das Auto nochmals zurück zum Testfahrer ging.


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