Deutsche Katrina Wüst Dressur-Chefrichterin bei Olympia Tokio 2020

Katrina Wüst

Katrina Wüst wird Chefrichterin bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 (© Maximilian Schreiner)

Die deutsche Dressurrichterin Katrina Wüst wird Vorsitzende der „Ground Jury“ bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020. Eigentlich besetzt der Gastgeber traditionell diesen Posten. Da es in Japan aber keine 5*-Dressurrichter gibt, hat das Dressurkomitee des Weltreiterverbandes (FEI) die resolute Bayerin nun nominiert.

Wenn vom 23. bis 29. Juli 2020 die Dressurwettbewerbe auf dem Olympia-Terminkalender stehen, wird Katrina Wüst die Richterin bei C sein, wenn es um die Goldmedaille geht. Die „Kür-Päpstin“ wurde vom Dressurkomitee des Weltreiterverbandes (FEI) zur Präsidentin der Ground Jury ernannt. Eigentlich stellt der Gastgeber den oder die Juryvorsitzende(n). Da Japan aber nicht über 5*-Dressurrichter verfügt, fiel die Entscheidung auf Wüst. Als Chefrichterin ist sie nach aktuellem Stand eine von zwei Deutschen „in Amt und Würden“ bei den Olympischen Spielen von Tokio 2020. Für die Böden, auf denen die Reiterspiele stattfinden, zeichnet Oliver Hoberg als zweiter Offizieller „made in Germany“ verantwortlich.

Katrina Wüsts Jury-Kollegen beim neuen Olympia-Modus

Neben Wüst wird es sechs weitere Juroren geben, die nach neuem Modus entscheiden, wer Olympiasieger wird. Erstmals wird es nur noch drei Reiter je Nation geben. Das Streichergebnis ist Geschichte. Der Grand Prix ist lediglich eine Qualifikationsprüfung. Hier entscheidet sich, welche acht besten Teams im Grand Prix Special um Mannschaftsmedaillen konkurrieren. Übrigens dann untermalt von Musik, die der Athlet selbst wählen darf. Für die Kür, in der über die Goldmedaille in der Einzelwertung, also den/die Olympiasieger(in) entschieden wird, ist ebenfalls das Grand Prix-Ergebnis ausschlaggebend. 60 Reiter/Pferd-Kombinationen gehen an den Start. In sechs Gruppen à zehn Reiter dauert die Prüfung zwei Tage. Drei Gruppen gehen pro Tag ins Viereck.

Die jeweils beiden Besten der Gruppe qualifizieren sich für die Kür bei Olympia 2020, so dass nach Abschluss des Grand Prix zwölf Reiter-/Pferd-Kombinationen feststehen. Die verbleibenden sechs Startplätze gehen an die besten Reiter, die nicht über die Gruppen qualifiziert sind. Wer das ist, entscheiden neben Katrina Wüst Andrew Gardner (GBR), Francis Verbeek (NED), Hans-Christian Matthiesen (DEN), Janet Foy (USA), Susie Hoevenaars (AUS) und der Schwede Magnus Ringmark. Technische Delegierte ist die Australierin Mary Seefried (AUS). Als Chef Steward fungiert einmal mehr der Belgier Jacques van Daele.

Zwei Briten stehen den anderen beiden Disziplinen vor. Jon Doney im Springen und Nick Burton in der Vielseitigkeit. Auch hier gibt es gravierende Änderungen in Bezug auf die Mannschaftszusammenstellung und die Möglichkeit, Ersatzpaare noch im laufenen Wettbewerb „einzutauschen“.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.