Deutsches Para-Team Zweiter im Nationenpreis

Steffen Zeibig auf Feel Good, Siebter bei den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie.

Steffen Zeibig auf Feel Good bei den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie. (© Pauline von Hardenberg)

Beim traditionellen Maimarkt in Mannheim mussten die deutschen Para-Reiter den Niederländern im Nationenpreis den Vortritt lassen. In der Kür waren Elke Philipp und Steffen Zeibig stark.

Bereits das dritte Jahr in Folge ist Mannheim Ausrichter des Nationenpreises CPEDI für Para-Reiter. Die letzten zwei Jahren fuhren die Deutschen den Sieg ein, in diesem Jahr mussten sie dem Team aus den Niederlanden den Vortritt lassen. Für Deutschland gingen Elke Philipp mit Regaliz (Grade I), Hannelore Brenner mit Kawango (Grade IV), Alina Rosenberg und Nea’s Daboun (Grade II) sowie Steffen Zeibig mit Feel Good (Grade III) an den Start. Sie holten 408,887 Punkte. Das holländische Team siegte mit sieben Punkten Vorsprung, 415,996. Platz drei ging nach Norwegen, 395,892 Punkte.

Verletzungspech und Umbruchphase

Dass es in diesem Jahr mit der Titelverteidigung nicht klappte, ist dem Ausfall von Regaliz geschuldet. Noch die erste Wertungsprüfung für den Teamtest gewann Elke Philipp mit dem Wallach überlegen. Equipechefin Britta Bando erklärt dazu: „Regaliz war abends nicht ganz in Ordnung und wir mussten ihn abmelden, damit unsere Tierärztin sofort behandeln konnte. Wäre das Paar an den Start gegangen, hätte es vermutlich für einen Sieg gereicht. Schon deswegen, weil sich unsere Reiter in der zweiten Prüfung eigentlich immer gesteigert haben. Wir sind immer noch in einer Umbruchphase, mit neuen Pferden und auch neuen Reitern, die alle erst noch Erfahrungen sammeln müssen. Insofern bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“ Im Hinblick auf die Europameisterschaften, die im Sommer in Göteborg (SWE) stattfinden, gibt sich Brando zuverlässig. „Bis dahin ist ja noch Zeit. Und wir sind mit unseren Reitern sehr gut aufgestellt, auch wenn die anderen Nationen in den letzten Jahren stark aufgeholt haben. Das macht es nicht einfacher, aber dafür spannender. Und wir sind ja bekannt dafür, dass wir um jeden Punkt kämpfen.“

Grade III

In der Kür in Grade III konnte Zeibig das deutsch-holländische Verhältnis wieder ausgleichen. Er siegte mit seiner Fürst Heinrich-Tochter Feel Good mit 74,889 Prozent vor der Niederländerin Rixt van der Horst mit Uniek N.O.P., 73,111 Prozent. Mit 70,5 Prozent wurde Claudia Schmidt mit Romeo Royal Dritte.

Grade I

Elke Philipp, die in der Teamwertung noch Pech hatte, konnte die Kür in Grade I auf Fürst Sinclair für sich entscheiden. Sie gewann mit 75,389 Prozent vor dem Norweger Jens Lasse Dokkan, der mit Cypres auf 66,956 Prozentpunkte kam. An dritter Stelle sahen die Richter wieder eine Deutsche: Silvia Logemann mit Danjo As, 66,378 Prozent.

Grade IV

Etwas Anlaufzeit benötigten Hannelore Brenner und „Kiwi“, wie Kawango liebevoll genannt wird. Die ersten zwei Prüfungen fehlte die Harmonie zwischen Reiter und Pferd, aber in der Kür konnten sie wieder einiges gut machen, sodass es am Ende mit 70,785 Prozent noch für den dritten Platz gereicht hat. Sieger wurde der Belgier Manon Claeys mit San Dior, 74,875 Prozent vor der Niederländerin Lotte Krijinsen mit Rosenstolz, 72,542 Prozent.

Grade II

Hoffnungen auf eine bessere Platzierung hatte sich Alina Rosenberg gemacht. War sie in den ersten beiden Wertungsprüfungen noch jeweils Zweite mit Nea’s Daboun, wurde sie in der Kür „nur“ Dritte mit 64,389 Prozent. Britta Brando erläuterte dazu: „Nea’s Daboun hat heute nicht so auf die Hilfen von Alina reagiert wie sonst üblich.“ Dafür war die Freude bei der Nachwuchsreiterin Julia Porzelt groß. Die 21-Jährige wurde mit Lettenhofs Lovely Daintiness mit 69,278 Prozent Zweite hinter der Finnin Jaana Kivimäki, die auf Bellilene 73,167 Prozentpunkte erreichte. „Das war ihr bisher bestes Ergebnis“, freut sich Bundestrainerin Britta Brando.

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