Doha: Grand Prix an Jessica von Bredow-Werndl und Zaire

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Jessica von Bredow-Werndl und Zaire beim Grand Prix in Doha. (© Stefano Grasso/CHI Al Shaqab 2021)

Je oller, je doller könnte man zu Jessica von Bredow-Werndls Zaire sagen. Und das ist keineswegs despektierlich gemeint, im Gegenteil! Das hat die Stute heute in Doha einmal mehr demonstriert.

Nach einer fehlerfreien Prüfung entschieden Jessica von Bredow-Werndl und ihre 17-jährige Son De Niro-Tochter Zaire den CDI5*-Grand Prix von Doha für sich. Ergebnis: 76,957 Prozent. 8,5, 8, 9, 8, 9 lauteten die Wertnoten für den Gesamteindruck vom Richterquintett Henning Lehrmann, Bernard Maurel, Mariette Sanders-van Gansewinkel, Maria Colliander und Irina Maknami. Lehrmann, Sanders-van Gansewinkel und Maknami hatten diese beiden auf Rang eins.

Bernard Maurel hingegen hätte Reitmeisterin Dorothee Schneider und ihrem Faustus den Vorzug gegeben. Am Ende wurden es 75,913 Prozent und Rang zwei für den 13-jährigen Hannoveraner Falsterbo-Sohn. Das ist auf internationaler Ebene eine neue persönliche Bestleistung für das Paar. Dreimal 8,5, einmal 8 und einmal 9 lauteten die Bewertungen für den Gesamteindruck.

Dritter wurde der Finne Henri Ruoste auf dem belgischen Contendro-Sohn Kontestro mit 74,50 Prozent, gefolgt von Dorothee Schneiders Schülerin Morgan Barbançon im Sattel von Sir Donnerhall II (73,370).

Und der Rentner in spe? Der 19-jährige Damsey mit Helen Langehanenberg? Der soll ja in Doha aus dem Sport verabschiedet werden, zeigte heute aber noch einmal, dass er eigentlich noch ein bisschen weitermachen könnte, als er mit 72,717 Prozent Sechster wurde – trotz verpatzter Einerwechsel, die ja bekanntlich doppelt zählen im Grand Prix.

Vor den beiden lagen nich Nicolas Wagner und Quater Back Junior mit 73,217 Prozent.

Einer der Championatsreiter auf der Starterliste, der Schwede Patrik Kittel mit seiner WM-Stute Well Done de la Roche, konnte am Ende gar nicht starten, weil die Stute womöglich kontaminiertes Futter gefressen hat, ehe sie nach Doha abgeflogen ist und daher die Dopingprobe positiv ausfallen könnte. Das Risiko wollte Kittel nicht eingehen und zog seinen Start zurück. Das berichtet Kittel auf Instagram.

Springen

Für die Springreiter der Fünf-Sterne-Tour standen heute ein 1,50 Meter-Springen gegen die Uhr und ein 1,55 Meter-Springen mit Stechen auf dem Plan. Ersteres wurde zur Beute des Schweden Peder Fredricson mit Hansson WL, auf dem er bereits gestern gut platziert gewesen war.

Bester (und einziger) Deutscher dieser Prüfung war Maurice Tebbel, der mit Chacco’s Son Rang vier belegte.

In dem 1,55 Meter-Springen war Kevin Stauts Mylord Carthago-Tochter Tolede de Mescam Harcour die Schnellste im Stechen. Zweiter wurde Stauts französischer Landsmann Simon Delestre auf seinem bewährten Ryan, gefolgt von Max Kühner (AUT) im Sattel von Vancouver Dreams.

Und auch hier gab es eine blaue Schleife für Deutschland, diesmal dank Christian Kukuk auf dem elfjährigen westfälischen Comme il Faut-Sohn Checker. Kukuks Kollege im Stall Beerbaum, Philipp Weishaupt, ritt den elfjährigen Hannoveraner Coby dank der schnellsten Vier-Fehler-Runde im Umlauf ebenfalls noch ins Geld: Rang neun.

Christian Ahlmann und Solid Gold Z hatten ebenfalls einen Abwurf und waren raus. Bei Marcus Ehning und Funky Fred kamen zwölf Fehler zusammen.

Alle Ergebnisse aus Doha finden Sie hier.