Ebreichsdorf: Souveräner Sieg für Dalera BB bei internationalem Grand Prix Debüt

Pferdesport,Louisdor Preis Finale

Jessica vo Bredow-Werndl und Dalera BB, Sieger im Louisdor Preis Finale 2017. (© von Korff)

Internationale Premiere für die Louisdor Preis-Siegerin Dalera BB im österreichischen Ebreichsdorf und gleich ein Sieg mit über 75 Prozent. Das Jahr geht gut los für Jessica von Bredow-Werndl.

Ebreichsdorf war gewissermaßen ein Revival des Louisdor Preises in Frankfurt, denn neben Dalera waren auch Dorothee Schneider und ihr Hannoveraner Faustus im Grand Prix für den Special am Start. Die Reihenfolge blieb: die Easy Game-Tochter vor dem Falsterbo-Sohn.

Die nun elf Jahre alte Dalera präsentierte sich bemerkenswert sicher. Ihre perfekt sitzende Reiterin kam mit minimalstem Hilfenaufwand aus und das Paar bot ein Bild von großer Harmonie. Sicherlich, die Piaffen hätten noch etwas mehr am Platz sein können. Aber die Übergänge sind schon jetzt Weltklasse. Im Galopp schien etwas Spannung aufzukommen, was insbesondere bei den Zick-Zack-Traversalen deutlich wurde. Aber alles in allem war das ein Einstand nach Maß für die Louisdor Preis-Siegerin, der von den Richtern mit 75,067 Prozent bewertet wurde.

Auch für den zehnjährigen Faustus unter Dorothee Schneider war Ebreichsdorf internationale Premiere. Die beiden begannen ganz stark, verspielten die Chance, an den Siegern vorbeizuziehen aber mit kleinen Fehlern. Das Rückwärtsrichten war etwas zäh, der Übergang aus der Passage in den Schritt stockend und vor der zweiten Piaffe schien Faustus äppeln zu müssen, so dass er sich verhielt und der Fluss gestört wurde. Dem gegenüber standen z.B. wunderbare Serienwechsel und tolle Verstärkungen. Nachdem der Falsterbo-Sohn sich dann tatsächlich erleichtert hatte, gelang auch die letzte Mittellinie. Die Richter vergaben 71,783 Prozent.

Platz drei blieb dank Astrid Neumayer auf dem 18-jährigen DSP-Wallach Rodriguez v. Rubinstern Noir. Als letztes Paar der Prüfung konnten die beiden die Richter noch einmal von sich überzeugen: 69,71 Prozent.

Weitere gelbe Schleifen

Der Grand Prix war nicht der einzige Erfolg heute für Jessica von Bredow-Werndl. Zuvor hatte sie mit dem neunjährigen Hannoveraner Florencio-Sohn Ferdinand BB bereits die Intermédiaire A gewonnen. Das „BB“ hinter dem Pferdenamen deutet es an – auch dieser Wallach gehört von Bredow-Werndls langjähriger Mäzenin Beatrice Bürchler-Keller. Die konnte sich über einen gelungenen Auftritt ihres hoch elastischen Wallachs freuen, der sich heute insbesondere in der Passage schon sehr sicher präsentierte. 71,206 Prozent vergaben die Richter.

Platz zwei ging an den Luxemburger Nicolas Wagner auf dem Hannoveraner Quater Back Junior v. Quaterback (70,529) vor Wolfgang Himsl für Österreich im Sattel des Westfalen Dubrovnik v. Diamond Hit (69,971).

Auch Dorothee Schneider war am heutigen Tag schon ganz vorne galoppiert auf der Ehrenrunde, nämlich der für die FEI-Einlaufprüfung der sechsjährigen Dressurpferde. Hier stellte sie den Oldenburger Flying Dancer v. Fürst Romancier vor, einen eleganten Braunen, der Elisabeth Max-Theurer gehört, wie noch einige andere Pferde im Stall der Mannschaftsolympiasiegerin.

Der locker-elastische Trab war den Richtern heute eine 8,5 wert. Im Schritt gab es eine 9,2 und im Galopp die 9,5. Bemerkenswert war die schöne Anlehnung und der vertrauensvolle Gehorsam des Wallachs. 9,0 gab es für die Durchlässigkeit, 9,5 für den Gesamteindruck. Machte unter dem Strich 90,4 Prozent.

Platz zwei ging an die Trakehner Stute Arosa v. Kentucky unter Friederike Schulz-Wallner mit 81 Prozent vor der Tschechin Hana Vasaroyova auf dem Hannoveraner David du Plessis-Belliere (75,8).

Alle Ergebnisse aus Magna Racino finden Sie hier.

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