Emmelie Scholtens und Indian Rock gewinnen ersten internationalen Grand Prix

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Emmelie Scholtens (NED) und Indian Rocks Vater Apache beim Weltcup-Finale in Göteborg 2019, wo sie Achte wurden. (© Pauline von Hardenberg)

Beim CDI Kronenberg meldete sich heute zum einen die niederländische Dressurreiterin Emmelie Scholtens nach ihrer Babypause zurück im internationalen Turniergeschäft und zum anderen stellte sie ihre neue Championatshoffnung vor.

Erst neunjährig ist der Rapphengst Indian Rock, ein Sohn ihres viel zu früh verstorbenen WM-Pferdes Apache aus einer Vivaldi-Mutter. Der Hengst vertrat die Niederlande fünfjährig bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde und war unter anderem letztes Jahr Dritter und Zweiter in der Kleinen Tour in Aachen. Heute ging er in Kronenberg seinen ersten internationalen Grand Prix, drei Wochen, nachdem er seinen ersten nationalen Grand Prix mit 74,6 Prozent hatte gewinnen können.

Ganz so viel wurden es heute nicht. Aber dennoch, schon früh übernahm das Paar mit 74,369 Prozent die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr her. Highlight der Prüfung waren unter anderem die Pirouetten, für die es Noten bis 9,0 gab.

An zweiter Stelle fand sich die Niederländerin Marieke van der Putten im Sattel von Tørveslettens Titanium RS2 wieder. Der zehnjährige Wallach ist ein Totilas-Sohn aus der Stedinger-Tochter Stamina, die einst mit Andreas Helgstrand international ging. Das Paar war schon mehrfach international platziert. Heute wurden es 72,174 Prozent. In den anderen Knackpunkten auf Grand Prix-Niveau wie den Passagen und den Serienwechseln gab es Noten bis 8,0. In den Piaffen waren es überwiegend Bewertungen zwischen 7 und 7,5.

Platz drei ging an den Louisdor-Preis Sieger von 2020, den ja ebenfalls niederländisch gezogenen Bordeaux-Sohn Bonheur de la Vie unter Sandra Nuxoll. 71,217 Prozent gaben die Richter dem Paar.

Vierte wurde Adelinde Cornelissen auf dem inzwischen zwölfjährigen Fleau de Baian, dem Vollbruder ihres einstigen Erfolgspferdes Parzival. An dessen Bewertungen reicht der Jazz-Sohn Fleau de Baian allerdings nicht heran. Heute wurden es 70,978 Prozent.

Intermédiaire II

In der vorangegangenen Intermédiaire II waren fünf U25-Paare am Start. Auch hier ging der Sieg in die Niederlande dank der 24-jährigen Corinda Luttjeboer mit dem 15-jährigen KWPN-Hengst Cirano v. United. Sie gewannen die Prüfung mit neuer persönlicher Bestleistung von 70,735 Prozent.

Zweite wurde mit 68,480 Prozent ihre Landsfrau Carlijn Vaessen (23) auf dem Ampère-Sohn Fossbury, gefolgt vom einzigen deutschen Paar, Cosima von Fircks (23) im Sattel von Nymphenburg’s Easy Fellow v. Ehrenpreis (67,50).

Prix St. Georges

Und auch in der kleinen Tour gab es einen niederländischen Sieg, hier dank Hans Peter Minderhoud mit dem achtjährigen Oldenburger Hengst Syrakus v. Sezuan, der sein erstes internationales Turnier ging und 72,745 Prozent erhielt.

Platz zwei holten Anne-Marie Hosbond und die neunjährige, ebenfalls oldenburgisch gezogene Scarlett v. San Amour mit 79,833 Prozent nach Dänemark.

Kimberly Pap, eine der erfolgreichen niederländischen Nachwuchsreiterinnen (21), stellte ihren Ampère-Sohn Floris für 70,588 Prozent vor, das reichte für Rang drei.

Einziges deutsches Paar der Prüfung waren Jana Spallek und der Hannoveraner Depiereux B v. Damsey. Mit 68,039 Prozent wurden sie Zehnte von 15.

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