Erfolgreiches Wochenende für Georgina Kraft, Kristin Biermann und Emely van Loon in St. Truiden

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PeTa würde am liebsten nicht nur den Sport mit Pferden verbieten, sondern das Reiten von Pferden im Allgemeinen. (© Toffi)

Der Stall Gravenhof im belgischen St. Truiden hatte am Osterwochenende ebenfalls zu einem internationalen Dressurturnier mit Nachwuchsprüfungen geladen. Das lief gut für die deutschen Reiterinnen.

Bei den Ponys dominierte Georgina Kraft mit ihren beiden Ponys DSP TI Daily Challenge und DSP TI Drei D – wobei das „TI“ jeweils für die Zucht von Tahani Ibrahim steht. Georgina ist Anfang April 16 geworden, es ist also ihr letztes Ponyjahr. Seit 2019 nimmt sie an internationalen Turnieren teil, war bislang aber noch nie Mitglied eines EM-Teams. Vielleicht ja dieses Jahr. In St. Truiden hat sie jedenfalls getan, was sie konnte.

In der Mannschaftsaufgabe ritt sie Daily Challenge mit 73,143 Prozent zum Sieg, wobei die Bewertungen von 71,286 Prozent (Rang sechs, Richter bei H: Wysocki Kristi/USA) bis 76,143 Prozent (Rang eins, Richter bei E: Lars Andersson/SWE) reichten. Mit Drei D wurde sie außerdem Vierte (71,514). Dazwischen platzierte sich die Dänin Cornelia Munch Sinding mit ihren beiden Ponys Terbofens Charico (72,372) und AJ Don’t you forget about me (71,657). Die zweite deutsche Reiterin, Paula Schiebener (15), ritt den einstigen Reitponybundeschampion Global Player AT auf den sechsten Platz (70,315). Für die beiden war es das erste gemeinsame internationale Turnier. Ein Team sind sie seit 2020.

In der Einzelaufgabe feierte Georgina Kraft einen Doppelerfolg. Drei D siegte mit 74,297 Prozent, Daily Challenge wurde Zweiter (73,838). Cornelia Munch Sinding landete mit beiden Ponys dahinter: 73,460 Prozent für AJ Don’t you forget about me, 71,919 Prozent für Terbofens Charico. Paula Schiebener wurde erneut Sechste (69,757).

In der Kür hatte wieder Daily Challenge die Nase vorn, hier mit 75,890 Prozent. Ganz knapp geschlagen geben musste sich diesmal Andrea Hamann Sand aus Dänemark auf Golden Spring GH: 75,835 Prozent. Cornelia Munch Sinding wurde Dritte mit AJ Don’t you forget about me (75,035). Paula Schiebener und Global Player AT belegten diesmal Rang vier (74,170).

Junioren: Dänemark dominiert

Bei den Junioren dominierte Dänemark das Geschehen, allen voran Mathilde Rude Hare auf dem zehnjährigen Westfalen Fred the Red v. Franziskus, der früher Ulla Salzgeber gehörte. Sie gewannen die Mannschafts- und die Einzelaufgabe mit 71,212 und 71,588 Prozent jeweils vor Johanne Kofod Jensen und Frida Gold (69,909 und 70,824 Prozent).

Einzige deutsche Reiterin der Juniorentour war Antonia von Andrenyi mit der Hannoveraner Sir Donnerhall-Tochter Santa Maria. In der Mannschaftsaufgabe landeten sie mit 66,697 Prozent im Mittelfeld. In der Einzelaufgabe wurden sie 14. von 21 Startern (65,50) und in der Kür Neunte (69,260). Hier siegte Annabelle Rhen mit Verstervangs Garson für Dänemark mit 76,565 Prozent.

Junge Reiter: Emely van Loon dreimal vorn

In der Altersklasse der U21-Jährigen waren Emely van Loon und der 13-jährige Don Diamond-Sohn Despereaux das Maß der Dinge. In der Mannschaftsaufgabe hatten sie mit 70,794 Prozent die Nase vorn, in der Einzelaufgabe mit 71,971 Prozent und in der Kür mit satten 78,110 Prozent.

Auch auf den Plätzen dahinter tat sich nicht viel: Zweite waren jeweils Amalie Skov Christensen und Sandbaek’s Wonder Hit v. Sandro Hit (70,559, 70,441 und 73,630 Prozent). An dritter Stelle standen in Mannschaftsaufgabe und Kür Sophia Ludvigsen und die Hannoveraner Quantensprung-Tochter Blue Hors Quintana (69,206 und 72,205 Prozent). In der Einzelaufgabe holten Belgiens Karoline Sofie Vestergaard und Junior Hit v. Sandro Hit Rang drei nach Belgien (70,265).

U25

Die U25-Tour in St. Truiden bestand nur aus Kurz-Grand Prix und Kür. Beide Prüfungen gingen dank Karoline Rohmann auf dem Don Romantic-Sohn Don Louvre nach Dänemark. Die beiden, die auch schon bei den U25-Europameisterschaften 2020 in Pilisjaszfalu in allen drei Prüfungen unter den Top Ten waren, kamen in Belgien auf 71,923 und 74,585 Prozent.

Im Kurz-Grand Prix wurde die Piaff-Förderpreis-Kandidatin Kristin Biermann auf ihrem 13-jährigen Oldenburger Wallach Queensland v. Quaterback Zweite mit 70,641 Prozent. In der Kür traten die beiden nicht mehr an.

Zweites deutsches Paar der U25 Tour waren Victoria Marie Schönhofen und der ebenfalls oldenburgisch gezogene Zack Zack VS v. Blue Hors Zack aus der Zucht von Inge Bastian, bei der ja auch Weihegold zur Welt kam. Mit der ist Zack Zack nicht verwandt, dafür aber mit dem ebenfalls gekörten und S***-erfolgreichen Zalando vom Gestüt Birkhof. Dessen Mutter Wunderschöne, Silbermedaillengewinnerin beim Reitpferdebundeschampionat, ist eine Tochter von Zack Zacks Mutter Wunderhall v. Donnerhall. Zack Zack trug seine Reiterin im Grand Prix zu 63,615 Prozent (Rang neun von elf Startern) und in der Kür zu 66,470 Prozent, was Platz acht von acht bedeutete.

Ein Wiedersehen gab es in der U25-Tour mit dem ehemaligen Louisdor-Preis Sieger Blue Hors Veneziano v. Vivaldi, der ja von Daniel Bachmann Andersen bis Grand Prix ausgebildet worden war. In seinem Sattel sitzt nun Laura Kristine Thorup. Das Paar belegte Rang drei im Grand Prix (68,128) und Platz vier in der Kür (69,920).

Große Tour

In der Grand Prix Tour gab es keine deutschen Starter. Im Grand Prix siegte Antoine Nowakowski auf der erst neunjährigen Hannoveraner Quaterhall-Tochter Quater Girl mit 69,652 Prozent. Im Special setzten sich die Niederländerin Mirelle Kemenade Witlox und der Oldenburger Wallach Siebenstein v. Sir Donnerhall mit 70,043 Prozent an die Spitze. In der Kür gab es einen belgischen Zweifacherfolg dank Laurence Roos mit der belgischen Stedinger-Tochter Fil Rouge (73,430) und Muriel de Ruijter auf D Quarterboy vh Bloemenhof (72,430). Rang drei holten Fiona Bigwood und Carl Hesters WM-Pferd 2018, Hawtins  Delicato, nach Großbritannien (71,910). Im Grand Prix kamen die beiden mit 68,239 Prozent nicht über Rang acht hinaus.

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