Essen-Herbergen: Fürsten-Look zum Burg-Pokal

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Isabel Freese und Fürsten-Look bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde 2018. (© www.toffi-images.de)

Da herrschte heute Einigkeit zwischen den fünf Richtern: Bestes Pferd in der Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal 2020 in Essen war Isabel Freeses Fürsten-Look, der damit das Ticket für Frankfurt löste.

Mit 74,585 Prozent sicherte sich der Hannoveraner Hengst Fürsten-Look v. Fürstenball-Londonderry den Sieg in der Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal 2020. Alle Richter (Hein-Holger Lammers/E, Jens-Ingolf Schlittgen/H, John McCormack/C, Katja Giesecke/M, Norbert Giesecke/B) hatten ihn auf Rang eins.

Eine wirkliche Überraschung ist das nicht. Schließlich war Fürsten-Look unter Isabel Freese, die ihn auch heute vorstellte, schon Reitpferde-Bundeschampion und vor zwei Jahren Dritter bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde. Damals war er siebenjährig. Er hat also bereits bewiesen, dass er nicht nur zu den besten Nachwuchspferden Deutschlands gehört, sondern dass er auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.

Allerdings war Fürsten-Look seit der WM in Ermelo 2018 auch kein Turnier mehr gegangen. Geschadet hat es dem nun neunjährigen Hengst offenbar nicht, hatte er doch gestern auch schon die Einlaufprüfung für sich entschieden. Nun also nächste Station Frankfurt, wo Isabel Freese ja schon zwei Schockemöhle-Hengste zum Sieg geritten hat – Vitalis 2016 und Total Hope 2019.

Die weiteren Platzierten

Auch auf den weiteren „Medaillenplätzen“ landeten Pferde, die schon WM-Luft geschnuppert haben. Zweite wurde mit 72,341 Prozent die achtjährige Hannoveraner Stute Quadrophenia v. Quasar de Charry-Hochadel mit Carina Bachmann im Sattel. Quadrophenia war fünf- und sechsjährig unter den Top Ten beim Bundeschampionat platziert und vertrat im vergangenen Jahr die deutschen Farben bei der WM der Siebenjährigen in Ermelo. Dort belegte sie im Finale Rang 13.

Ebenfalls achtjährig, hannover’scher Abstammung und WM-erfahren ist die Stute auf Rang drei: Nadine Husenbeths elegante Faviola v. Foundation-Weltmeyer, die mit 71,902 Prozent bewertet worden war (und bei der wie auch schon gestern bei mehreren anderen Paaren die Ansichten der Richter bemerkenswert weit auseinander lagen: In den Augen des Chefrichters bei C war es der zweitbeste Ritt, die Kollegin bei M ordnete das Paar hingegen auf dem letzten Platz ein).

Die ehemalige Piaff-Förderpreis Siegerin Nadine Husenbeth hat Faviola selbst ausgebildet und stellte sie fünfjährig mit auffallend harmonischen Vorstellungen in Ermelo vor und wurde damals Elfte. Letztes Jahr war das Paar zwar nicht bei der WM, aber bei zwei anderen internationalen Nachwuchs-Meetings für Siebenjährige am Start. In Wiesbaden belegten sie zweimal Rang drei. In Cappeln konnten sie beide Prüfungen gewinnen.

Sowohl Isabel Freese als auch Nadine Husenbeth hatten heute zwei Eisen im Feuer und landeten mit beiden im Geld. Freese ritt den Oldenburger Totilas-Sohn Top Gear auf Rang sieben (71,463). Husenbeth landete mit dem Oldenburger De Niro-Sohn Duracell direkt dahinter (71,390).

Doppel-Sieg für Kittel in der Intermédiaire II

In der vorangegangenen Intermédiaire II war kein Vorbeikommen an Patrik Kittel, der mit seinen beiden Pferden die Plätze eins und zwei belegte.

Ganz vorne stand der Württemberger Ampere-Sohn Amplemento, gefolgt von dem elfjährigen Westfalen-Hengst Rocky Lee, der ja inzwischen der treuen Kasselmann-Kundin Elena Knyaginicheva gehört. Mit 72,675 und 72,632 Prozent lagen die beiden notenmäßig dicht beieinander. Gerade mal ein halber Punkt trennte sie.

Dritte wurde Fabienne Müller Lütkemeier auf dem schicken Hannoveraner Hengst Flynn PCH v. Falsterbo (72,325), gefolgt von Isabell Werth auf einem neuen Pferd, dem elfjährigen Fairmont.

Bei dem Wallach handelt es sich um ein Österreichisches Warmblut, über seinen Vater Fit For Fun ein Florestan-Enkel. Er ging im vergangenen Jahr mehrere S-Dressuren mit Isabell Werths Stallreiter Niklaas Feilzer, der nach zwei zweiten und einem vierten Platz dreimal hintereinander siegreich war mit ihm. Mit Isabell Werth war das heute eine Premiere und auch die erste Prüfung mit Piaffe und Passage, für die es von den Richtern 71,711 Prozent gab.

Alle Ergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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