Fritzens: Klarer Sieg für Isabell Werth und Don Johnson im Grand Prix für die Kür

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Wie es sich beim Swarovski-Turnier gehört gab es für die Grand Prix-Siegerin 2017, Isabell Werth auf Don Johnson, eine Kristallstatuette. (© Schreiner)

Mit Weile setzten Isabell Werth und Routinier Don Johnson sich an die Spitze des zweiten Grand Prix beim CDI4* in Fritzens, Österreich.

„Ich bin rundum zufrieden“, kommentierte Isabell Werth ihren Grand Prix-Ritt mit Don Johnson. Das konnte sie in den Augen der Richter auch sein, die die Vorstellung der sechsfachen Dressur-Olympiasiegerin mit 78,54 Prozent bewerteten. Auf dem Abreiteplatz hatte der 16jährige Hannoveraner Wallach noch kräftig gebuckelt. Aber Isabell Werth meinte schmunzelnd: „Das brauchen wir beide, damit wir die Prüfung nicht zu lässig nehmen. Er ist aufgewacht und ich bin auf der Hut.“

Platz zwei (73,80) ging an die Mannschafts-Europa– und Mannschafts-Weltmeister von 2013 bzw. 2014, Fabienne Lütkemeier und den Hannoveraner Fuchswallach D’Agostino, dem man seine 17 Jahre in keinem Moment der frisch vorgetragenen Prüfung anmerkte.

Als Drittplatzierte Beste der vier US-amerikanischen Reiterinnen unter den 19 Teilnehmern dieser Prüfung wurde auf ihrer ersten Europa-Tournee die vierfache Mutter P.J. Rizvi, die von sich sagt: „Die einzige, die mich bei meinem vollen Vornamen Patty Jean ruft, ist meine Mutter, wenn sie ärgerlich ist.“ Mit 70,96 Prozent ließ die Reiterin aus Wellington mit dem 16jährigen KWPN-Wallach Breaking Dawn ihre Trainerin Ashley Holzer und Havanna (12./66,56) deutlich hinter sich.

Auch die folgenden drei Plätze gingen dank der Kanadierin Brittany Fraser auf All In (4./7,10) sowie den US-Amerikanerinnen Arlène Page auf Woodstock (55./69,38) und Jennifer Hoffmann – die allerdings in Deutschland lebend und verheiratet ist – auf Florentinus V (6./68,60) über den Atlantik.

Kleine Tour

Am Vormittag in der Intermédiaire I hießen die Sieger wie schon im Prix St. Georges Ashley Holzer und Radondo (72,842). Die US-Amerikanerin überzeugte durch ihre präzise Reitweise, ihrem elfjährigen Oldenburger Wallach hätte man allerdings etwas mehr Halsfreiheit gewünscht.

Zweiter wie schon im Prix St. Georges wurde der Österreicher Christian Schumach mit dem ausdrucksstarken, neunjährigen Oldenburger Hengst Sinclair Jason, der allerdings schon beim Einreiten, als auch später im Starken Schritt und mit einem versprungenen Galoppwechsel Punkte liegen ließ.

Platz drei (67,921) blieb mit Florian Bacher und dem 14jährigen Oldenburger Wallach Dauphin, der zum Abschluss der Siegerrunde hervorragende Passagen und Piaffen zeigte, ebenfalls in Österreich. Der Reiter aus der Steiermark belegte zudem Platz fünf mit dem achtjährigen Oldenburger Wallach Fiedertraum Platz sechs (66,895). Die Intermédiaire I – ein Festival für die Oldenburger Pferdezucht!

Das CDI4* findet am Sonntag mit dem Grand Prix Special (9 Uhr), der Musik-Kür der Para-Dressurreiter im Rahmen deren österreichischen Staatsmeisterschaften (12.00 Uhr) und der Grand Prix Musikkür (14.30 Uhr) seinen Abschluss. Birgit Popp