Future Champions: Dressur-Junioren und -Junge Reiter gewinnen Nationenpreise

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Der Auftakt auf dem Dressurviereck bei den Future Champions in Hagen lief wie erhofft für die deutsche Entourage. Die U18- und U21-Jährigen haben beide ihre Nationenpreise gewonnen.

In beiden Altersklassen setzten sich die Mannschaften aus nur zwei bis drei Reitern zusammen, wobei die drittbesten Ergebnisse gestrichen wurden. Im Junioren-Nationenpreis ritten für Deutschland Rose Oatley und Rock Revolution, dann Lana-Pinou Baumgürtel auf Emma sowie Allegra Schmitz-Morkramer im Sattel von Libertad. Das Trio setzte sich mit 147,272 Punkten gegen Dänemark (145,152) und Frankreich durch (141,566). Die Niederländer, die sich sonst immer mit Deutschland und Dänemark um die Top drei-Plätze kabbeln, wurden heute nur Vierte (141,213).

Die meisten Punkte – nicht nur für Deutschland, sondern in der gesamten Prüfung – sammelten Allegra Schmitz-Morkramer und ihr zehnjähriger Hannoveraner Hengst Libertad. Der Londontime-Sohn war mit 75,707 Prozent bewertet worden. Zweitbestes deutsches und fünftbestes Paar insgesamt waren Rose Oatley und der neunjährige Rock Revolution v. Rock Forever. Für Lana-Pinou Baumgürtel und Emma, eine achtjährige Escolar-Tochter, wurden es 70,404 Prozent, das Streichergebnis.

In der Einzelwertung der Prüfung ging der zweite Platz an die Britin Annabella Pidgley auf Sultan des Paluds, das Silber-Paar der EM 2021. Die beiden waren als Einzelstarter in der O-Tour unterwegs, also ohne Mannschaft, und erhielten 73,990 Prozent. Dritte wurde die beste Französin, Mathilde Juglaret im Sattel des Lusitanohengstes Caporal de Massa (73,435). Dahinter reihten sich die beiden Toppaare aus Dänemark ein, Johanne Kofod Jensen mit der Oldenburger Fidertanz-Tochter Frida Gold (72,677) und Sophia Boje Obel Jørgensen auf Brilliant v. Bretton Woods (72,475).

Junge Reiter

Der Sieg der Jungen Reiter fiel deutlich aus. Das war vor allem Lucie-Anouk Baumgürtel und Hugo zu verdanken. Die beiden Europameister des Vorjahres (damals noch als Junioren) gewannen die Prüfung mit 75,980 Prozent. Helena Schmitz-Morkramer und der Brandenburger DSP-Wallach Lifestyle v. Lord Fantastic landeten mit 74,657 Prozent direkt dahinter. Nummer drei im deutschen Team waren Jana Schrödter und Der Erbe – ebenfalls ehemalige Junioreneuropameister. Heute wurden es 70,049 Prozent und Rang sechs für die beiden.

In der Mannschaftswertung waren auch hier die Dänen die Zweitbesten. Es ritten der designierte neue Blue Hors-Bereiter Kristian Würtz Green auf Bovbjergs Zhivago (68,088), Sophia Ludvigsen mit Blue Hors Elliott, die mit 73,970 zugleich das drittbeste Ergebnis hatten, und Frederikke Gram Jacobsen im Sattel von Ryvangs Zafina (73,137), Vierte der Einzelwertung.

Über einen Riesenerfolg konnten sich die Spanier freuen. Sie waren nur zu zweit angetreten und landeten trotzdem auf Rang drei. Als Equipechefin stand ihnen Jenny Eriksson zur Seite. Es punkteten Natalia Bacariza Danguillecourt auf dem Hannoveraner Belissimo M-Sohn Romantico Ymas (69,167) und Sergio Moron Basoco auf Farnham L v. Fürst Rousseau (71,618).

Weitere Ergebnisse

Auch die Teilnehmer der I-Touren waren heute schon dran mit ihren FEI-Mannschaftsaufgaben bzw. müssen gleich noch reiten. Den Anfang machten heute morgen die Jungen Reiter. Der einzige, der die deutsche Phalanx in der Platzierung durchbrechen konnte, war Alexander Yde Helgstrand mit Belantis. Mit 72,696 Prozent wurden sie Zweite. Der Sieg ging an Jana Lang und Baron mit 73,186 Prozent.

Hinter den beiden an der Spitze folgten wie gesagt ausschließlich deutsche Paare: Theresa Friesdorf auf Quotenkönig (71,422), Emely van Loon im Sattel von Despereaux (70,784), Lucie-Anouk Baumgürtel auf Farlana (70,343), Romina Nieberle mit Free Willy (69,657), Sina Eilers auf Donna Wetter (69,559) und Anna Derlien im Sattel von Holly Golightly (69,216).

Für die Children standen heute die Einlaufprüfungen auf dem Programm. In der O-Tour setzte sich Zoe Marie Hachmeier im Sattel des Hannoveraners Sir Piccolino mit 80,840 Prozent klar an die Spitze. An zweiter Stelle folgten Robin Dicker und die KWPN-Stute Helena für die Niederlande (77,875) vor Martha Raupach auf Francis Drake (76,447). Das dritte deutsche Paar, Lotta Plaas mit ihrem 19-jährigen Trakehner Lehrmeister Balsamico, belegte mit 74,965 Prozent Platz fünf.

In der I-Tour setzte sich Martha Raupach mit ihrem zweiten Pferd an die Spitze, dem KWPN-Wallach Jack Sparrow v. Expression. Hier wurden es 81,786 Prozent. Zweite (79,286) wurde Alessa Marie Maass mit Floricella (79,286). Die siebenjährige Stute ist die Schwester zum einstigen Dressurpferde-WM-Medaillengewinner Floricello und war zuvor von Lisa Müller erfolgreich in Reit- und Dressurpferdeprüfungen präsentiert worden. Mit Alessa ist Floricella seit diesem Jahr im Einsatz. Den deutschen Erfolg komplett machte Rang drei von Eva Catherine Bartels auf Freispiel (74,322).

In der I-Tour der Ponyreiter stand ein neues Gesicht vorne: den 13-jährigen Hamburger Hubertus Stallmeister auf einem wohl bekannten Pony, nämlich Alexander Yde Helgstrands ehemaligen Europameister Adriano B. Die beiden machen gerade eine kometenartige Karriere. Für Hubertus, einem Schüler von Kristy Oatley, ist es das erste FEI-Jahr und heute ließen die beiden mit 75,143 Prozent deutlich erfahrenere Paare hinter sich. So zum Beispiel Julie Sofie Schmitz-Heinen auf Chilly Morning, die mit 74,476 Prozent Zweite wurden. Rang drei sicherte sich Lilly Marie Collin auf Cosmo Callidus (74,286).

Die I-Tour der Junioren wurde zur Beute von Annabella Pidgley mit Espe. 72,828 Prozent reichten locker für den Sieg – auch wenn die Richterin bei E, Malgorzata Pawlowska aus Polen, die beiden nur an neunter Stelle sah. Chefrichter Peter Holler bei C hatte sie allerdings ebenso vorne wie der Kollege bei M, Ilja Vietor (SVK). 1, 6, 7 lauteten die Platzziffern für das Paar auf Rang zwei, Lana-Pinou Baumgürtel im Sattel von Founder. Ihre Wertnote 71,818. Dritte wurde Shona Benner mit ihrem Neuzugang, der Burg-Pokal-Zweiten Schöne Scarlett (71,667). Ponyeuropameisterin Rose Oatley ritt den nun elfjährigen Veneno auf Platz vier (71,162).

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