Hagen: Doppelsieg für Werth und Werndl im Grand Prix

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Benjamin Werndl und Daily Mirror (© Pauline von Hardenberg)

Das gibt es auch nicht so oft! Der Grand Prix von Hagen endete mit zwei Siegern, die exakt dieselbe Punktzahl erhalten hatten.

Isabell Werth und Emilio hatten als drittes Paar nach der Pause mit 77,567 Prozent die Führung übernommen und waren schon fast eine Stunde fertig, als Benjamin Werndl und Daily Mirror das Viereck betraten. Dass der der inzwischen 16-jährige westfälische Damon Hill-Sohn in einer Form ist, in der er noch nie zuvor war, hatte er schon während der Weltcup-Saison kurz vor der Corona-Zwangspause bewiesen. Heute demonstrierte er, dass das nicht nur in der Halle gilt: 77,567 Prozent, Gleichstand.

Es waren nur noch zwei Paare, die den beiden den Sieg zumindest theoretisch hätten streitig machen können, die Schwedin Christina Pantzar auf dem 17-jährigen Hannoveraner Silencium (v. Shakespeare in Love) und Emma Kanerva mit dem ebenfalls hannoversch gezogenen Rascalino-Sohn Riverdance. Doch daraus wurde nichts. Kanerva endete auf Rang acht immerhin noch unter den Platzierten (71,50), Pantzar wurde Zwölfte (70,167).

Damit stand der Doppelsieg von Werth und Werndl fest. An dritter Stelle reihte sich das mitfavorisierte Paar Dorothee Schneider/Sammy Davis Jr. ein (75,633), gefolgt von Fabienne Müller-Lütkemeier und Fabregaz (74,70), Helen Langehanenberg mit Annabelle (72,90) und Lena Waldmann mit Fiderdance (72,333).

Keine Langeweile bei Langehanenberg

Helen Langehanenberg hat dieses Wochenende einiges zu reiten. Neben der platzierten Annabelle hatte sie auch den zwölfjährigen Hollywood im Grand Prix an den Start gebracht und hatte 69,433 Prozent mit dem Herzensdieb-Sohn erhalten.

Vor dem Grand Prix stand der Prix St. Georges auf dem Plan und hier hatte Langehanenberg ebenfalls zwei Eisen im Feuer, von denen eines am Ende ganz vorne landete: der neunjährige Frank Sinatra. Der Fidertanz-Sohn, den die ehemalige Mannschaftswelt- und -europameisterin selbst ausgebildet hat, kam auf 76,545 Prozent. Pferd Nummer zwei, Sezuan-Vollschwester Straight Horse Ascenzione, wurde mit 71,707 Prozent Fünfte.

Platz zwei sicherten sich Emma Kanerva und der achtjährige Millennium-Sohn Mist of Titanium, gefolgt von dem gleichaltrigen Hannoveraner Quizmaster v. Quasar de Charry mit 74,106 Prozent.

Der Auftritt von letzterem war eine kleine Überraschung. Quizmaster war dreijährig Bundeschampion der Stuten und Wallache in Warendorf, wurde dann nach Luxemburg verkauft und ging fortan unter Sascha Schulz, der ihn unter anderem vierjährig zu Bronze in Warendorf ritt und anschließend bis Klasse M förderte und ihn noch im März letzten Jahres siegreich vorstellte. Bei der FN ist der Wallach noch in luxemburgischen Besitz. Auf der Hagener Ergebnisliste steht der Hof Kasselmann als Besitzer verzeichnet, und tatsächlich gab der Dunkelbraune sein S-Debüt auch mit dem PSI-Stallreiter Frederic Wandres im Sattel.

Alle Ergebnisse aus Hagen finden Sie hier.

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