Hagen: Isabell Werth und Superb siegen bei internationalem Grand Prix-Debüt

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Superb v. Surprice unter Isabell Werth in München 2021. (© Schreiner)

Internationales Grand Prix-Debüt für Isabell Werths Nachwuchshoffnung Superb. Die zehnjährige Hannoveraner Stute gewinnt in Hagen bei „Horses & Dreams meets Canada“ den 3*-Grand Prix.

Für Superb war es der erste internationale Grand Prix-Start. Und den münzte die Hannoveraner Stute in einen Sieg um. Mit 75,783 Prozent setzte sich die Surprice-Tochter klar an die Spitze in einem eher zweitklassigen Feld. Isabell Werth war deutlich in der Hilfengebung noch bevor die Glocke zum Beginn der Aufgabe einlud. Derart aktiviert startete die Zehnjährige mit schwungvollen Trabverstärkungen. In den Piaffen fußte Superb hinten noch zeitweise unterschiedlich hoch und stützte im Vorderbein. Die zweite Piaffe legte Werth daraufhin mehr im Vorwärts an und erzielte hier die höchste der drei Piaffebewertungen (7,3).

Im Galopp gelangen die fliegenden Galoppwechsel zu zwei Sprüngen schon sehr sicher, in der Zickzack-Traversale stimmte die Feinabstimmung noch nicht. Superb landete mit 75,783 Prozent deutlich vor der Konkurrenz.

Superb klar vor dem Rest des Feldes

Platz zwei ging an die Finnin Emma Kanerva, die den Finalisten im Lousidor Preis 2021, Mist of Titanium mit einer losgelassenen und ungezwungenen Runde strahlen ließ. Das Paar kam auf  73,457 Prozent. Fünf Paare erzielten Ergebnisse von mehr als 72 Prozent zum Auftakt von „Horses & Dreams meets Canada“ in diesem 3*-Grand Prix.

Mit ihrem Trakehner Kipling TSF landete die Dänin Anne Troensegaard auf dem dritten Rang. Der Hofrat-Sohn, der in den vergangenen Wochen mehrfach hat auf sich aufmerksam machen können, beendete die Prüfung mit 72,87 Prozent. Damit setzte sie sich vor Lokalmatador Frederic Wandres. Der ritt einen Hofrat-Enkel, den Oldenburger Schimmel Hot Hit v. Hotline (72,609). Der mochte entweder die Insekten oder den einsetzenden Pollenflug nicht und wackelte immer wieder während der Prüfung mit dem Kopf.

Einen Aussetzer gab es für Anabel Balkenhol und High Five FRH. Der Vierte des letztjährigen Louisdor-Finals begann im 76-Prozent-Bereich, stieg dann aber im Wortsinn aus der zweiten Piaffe komplett aus.

Am morgigen Donnerstag steht für die besten der Prüfung der Grand Prix Special auf dem Programm ab acht Uhr. Die 4*-Tour beginnt dann ab 11 Uhr mit dem Grand Prix.

Die Ergebnisse aus Hagen finden Sie hier.