Hagen: Werth mit Quantaz vor Werndl und drei Schweden im Grand Prix Special

HAGEN – Horses and Dreams meets Canada 2022

Isabell Werth und Quantaz, Hagen 2022 (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Quantaz und Isabell Werth siegen im Grand Prix Special in Hagen bei Horses & Dreams meets Canada mit knapp 79 Prozent. Zweiter wird Benjamin Werndl, dessen Famoso ein fehlerfreies Programm zeigte. Auf die beiden folgte ein schwedisches Trio.

Mit einem Notenspektrum von Neun bis Fünf hat Isabell Werth mit Quantaz den CDI4* Grand Prix Special in Hagen gewonnen. 78,915 Prozent bedeuteten Werths vierten Sieg beim fünften Start bei Horses & Dreams in Hagen. Mit Nachwuchshoffnung Superb hatte sie die CDI3*-Tour dominiert. Mit Quantaz, den sie heute an den Start brachte, hatte Werth gestern bereits den CDI4* Grand Prix gewonnen.

Passagen sind Trumpf bei Quantaz

Elfmal ließ die Jury „sehr gut“, also eine 9,0, in das Protokoll schreiben. Vor allem bei Passagen und den Übergängen Passage-Piaffe-Passage waren die Richter begeistert. Weniger angetan waren sie vom starken und versammelten Schritt. Quantaz fußte im starken Schritt vorne deutlich kürzer, da zogen einige in den Häuschen Fünfen. Einmal im starken Tempo und zweimal im versammelten. Insgesamt war die Anlehnung nicht ganz konstant, technische Fehler unterliefen dem Paar aber nicht.

Ausgeglichen war das Protokoll von Benjamin Werndl und Famoso OLD. Der Oldenburger Wallach ging eine beständige Prüfung. Die Lieblingsnote der Beurteilenden war ganz klar die Acht. Es hagelte förmlich die „guts“. Nur in einem starken Trab, nicht die Paradelektion des Oldenburger Farewell III-Sohn gab es eine 6,5. Aber auch eine Neun beim Schlussgruß.

76,66 Prozent bekam das Paar aus Aubenhausen insgesamt. Vier Punkte mehr als die Schwedin Therese Nielshagen vom Dressurpferdeleistungszentrum Lodbergen (76,489, Platz drei). Drei Richter sahen sie auf Platz zwei. Für Werndl standen die Platzziffern 4, 4, 3, 1, 3 zu Buche. Nielshagens Olympiahengst Dante Weltino punktete in den starken Tempi in Trab und Galopp. Die ersten Passage war nicht gleichmäßig. Hier verlor die Schwedin die Punkte, die sie noch näher an Quantaz und Isabell Werth und sicher auf Platz zwei gebracht hätten.

Schweden auf Rang drei bis fünf

Vierter wurde Patrik Kittel, dessen Quaterback-Sohn Touchdown. Der erst zehnjährige Braune schwingt im Trab vorne häufig ein Bein höher, sei es im versammelten, oder – tendenziell gelaufenen – starken Trab. In der Piaffe tritt der Braune hinten deutlich breit und sucht vorne nach Balance (75,362). Kittels Schülerin Juliette Ramel mit ihrem Olympiapferd Buriel K.H. folgte mit 74,872 Prozent auf Rang fünf vor der Britin Charlotte Fry und Everdale.

Die Ritte der in den Niederlanden trainierenden Fry sind vor allem durch mangelnde Rückentätigkeit gekennzeichnet. Bei ihr lagen knapp fünf Prozent zwischen den einzelnen Beurteilungen. Während Elke Ebert mit 71,702 Prozent mit Achten eher sparsam umging, gefiel der Dänin Susanne Baarup der Ritt deutlich besser. Sie sah Everdale auf Platz zwei mit mehr als 76 Prozent. Baarup wird Chefrichterin bei den Weltmeisterschaften im August in Herning sein.

Konzentrierter als gestern zeigte sich Franziskus mit Ingrid Klimke. Nur beim ersten starken Trab klappte es nicht wie gewünscht. Die beiden wurden mit 73,34 Prozent Siebte. Platz acht ging an Carina Scholz und Tarantino 72,106 Prozent.

Die Ergebnisse finden Sie hier.