Hamburg: Klarer Kür-Sieg für Hubertus Schmidt

Hubertus Schmidt und Hedelunds Mefisto nach im Grand Prix-Sieg beim Deutschen Dressur-Derby in Hamburg 2016.

(© Hubertus Schmidt und Hedelunds Mefisto nach im Grand Prix-Sieg beim Deutschen Dressur-Derby in Hamburg 2016.)

Das ist ein Wochenende mit gemischten Gefühlen für Reitmeister Hubertus Schmidt beim Deutschen Spring- und Dressur-Derby in Hamburg. Nach einer großen Enttäuschung am Morgen folgte die Wiedergutmachung am Abend.

Heute morgen im Grand Prix Special hatte Hubertus Schmidt die Stute Stella Pack Ganda gesattelt, mit der er eigentlich das Derby mit Pferdewechsel hatte bestreiten wollen. Qualifiziert hatten die beiden sich dafür schon im Grand Prix. Aber es hat nicht sollen sein. Es war eigentlich kein exorbitanter Sporeneinsatz während der Prüfung erkennbar. Dennoch war die rechte Flanke sichtbar blutig. Damit war der Traum vom Derby ausgeträumt, denn den dänischen Wallach Hedelunds Mefisto, Sieger im Grand Prix, hatte Schmidt von Anfang an nicht für den Pferdewchsel vorgesehen, weil er nach einer längeren Pause erst seit kurzem wieder voll im Turniereinsatz ist.

Dafür ging der schicke schwarze Michellino-Sohn heute Abend in der Kür und überzeugte mit 77 Prozent und einem großen Vorsprung zum Rest des Feldes. Alle fünf Richter waren sich einig: Das ist Platz eins.

Zweiter wurde Schmidts ehemaliger Auszubildender, Marcus Hermes. Er saß im Sattel des 13-jährigen Rosario-Sohnes Royal Mirage, dem Pferd, mit dem er 2014 Berufsreiterchampion geworden war. Heute in Hamburg kam er auf 73,60 Prozent in der Grand Prix Kür.

Platz drei ging an den Portugiesen Filipe Canelas auf dem Hannoveraner De Niro-Sohn Der Clou, mit dem Canelas 2014 die portugiesischen Farben bei den Weltreiterspielen 2014 in Caen vertreten hat. Heute mussten die beiden sich nur knapp geschlagen geben mit 73,30 Prozent.

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  1. Rick

    Schon komisch… da wird Herr Schmidt in der Qualifikationsprüfung disqualifiziert und darf dann trotzdem in der Kür starten?! Sehr merkwürdig….

  2. Dominique Wehrmann

    Der Grand Prix Special war eine eigenständige Prüfung. Der Grand Prix – den Schmidt mit Mefisto gewonnen hatte – war die Qualifikation für Special und Kür. Dementsprechend konnte er mit dem einen Pferd im Special ausscheiden, ohne dass der Start mit dem anderen in der Kür gefährdet gewesen wäre.

    • Rick

      @D.W.: Ja, aber die Qualifikation war der GP! Und da gab es die disqulifizirungen! Ausgeschrieben war: Preis des Helenenhofes, Familie Schwiebert
      Teilwertung zum MEGGLE Champion of Honour
      CDI4*: Grand Prix de Dressage
      Qualifikation zum Grand Prix Special, zur Grand Prix Kür und zum Deutschen Dressur-Derby.
      Er ist nicht erst im GPS ausgeschieden, sondern schon im GP!


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