Hamburg: Special-Sieg geht nach England

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(© Deutsches Spring- und Dressurderby Logo 2016)

Er war zwar letzter Starter, führte aber am Ende die Siegerehrung an: Der Brite Emile Faurie siegte im Grand Prix Special mit bequemem Vorsprung vor voll besetzten Rängen

Das Feld war klein, aber fein: Zwölf Starter zählte der Grand Prix Special in Hamburg, aber jeder Ritt wurde mit Spannung erwartet. Lange sah es nach einem Sieg für den Lokalmatadoren Hartwig Busfeind aus, der seine neunjährige Nachwuchs-Hoffnung Fine Spirit v. Fidertanz gesattelt hatte – vor kurzem erst hatten die beiden den Grand Prix in Redefin gewonnen. Das Paar flog nur so durchs Viereck, bestach mit Leichtigkeit und mühelos wirkenden Lektionen. Ausdrucksstarke Wechsel, tolle Verstärkungen, eine feine Anlehnung – die Zuschauer war aus dem Häuschen, 72,705 Prozent und am Ende Platz zwei für den Publikumsliebling.

Mehr Lektionssicherheit sahen die Richter allerdings am Ende bei Emile Faurie im Sattel von Lollipop, einem 13-jährigen Lord Sinclair-Nachkommen. Der Wallach präsentierte alle Lektionen korrekt, war deutlich konzentrierter als im Grand Prix, zeigte sehr schöne, auf den Punkt gerittene Pirouetten und eine sichere, gerade Wechseltour – 74,843 Prozent bedeuteten den Sieg.

Rang drei erreichte die Derby-Finalistin Bianca Kasselmann mit ihrem 13-jährigen De Niro-Sohn Delatio. Der imposante Hengst zeigte ebenfalls große Lektionssicherheit und wurde von der erfahrenen Reiterin optimal in Szene gesetzt, 71,921 Prozent waren der Lohn.

Vierte wurde Mannschaftseuropameisterin Fabienne Lütkemeier mit ihrem zehnjährigen Florestano-Sohn Fabregas. 71,333 Prozent erhielt das Paar für eine deutlich bessere Vorstellung als noch im Grand Prix, mit Höhepunkten in der Wechseltour, wo Kleinigkeiten wie ein Angaloppieren nach der Trabverstärkung und ein nicht ganz spannungsfreier Start in die erste Piaffe die Note leider etwas drückten.

Alle Ergebnisse finden Sie hier

 

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