Hamburg: U25-Wiederholungstäterin Caroline Wilm

Dressur

Dressur (© Julia Rau)

Dreimal hintereinander im Finale mit drei verschiedenen Pferden und nun zum wiederholten Male U25-Derbysiegerin – Caroline Wilm (23) schickt sich an, in die Fußstapfen ihrer einstigen WG-Mitbewohnerin Kathleen Keller als Derbyqueen zu treten.

2015 hatte die International Marketing-Studentin vom Gestüt Tasdorf in Schleswig-Holstein den Holsteiner Hengst Almoretto mit nach Hamburg gebracht. In diesem Jahr saß Caroline Wilm auf dem Trakehner Elfado v. Kostolany, auch dies ein Vererber in Tasdorf, wo Carolines Mutter Petra Wilm, ehemalige Vorsitzende des Trakehner Verbands, eine Hengststation betreibt. In der Qualifikationsprüfung hatten die beiden noch Platz zwei hinter der erst 19-jährigen Sportsoldatin Ann-Kristin Arnold auf Rio de Janeiro belegt. Dieser hoch talentierte Riccione-Sohn erwies sich als das Schlüsselpferd dieses Derbys, denn er stand heute schon unter seiner eigenen Reiterin unter Starkstrom. So machten sie den Weg frei für Wilm und Elfado, die mit 69,816 Prozent, ein paar kleinen Patzern (Anzackeln im Schritt, nicht ganz ausbalancierte Pirouetten, ein Haker bei den fliegenden Wechseln zu vier Sprüngen), aber ansonsten einer super harmonischen Runde die heutige Bestleistung lieferten. Ann-Kristin Arnold und Rio de Janeiro brachten es auf 69,579 Prozent dank einer super ausdrucksstarken Trabtour. Die dritte im Finale, Raika-Marie Rosch aus Schleswig-Holstein im Sattel der Sir Donnerhall-Tochter Felicity, erreichte 67,710 Prozentpunkte. Der Stute wünschte man insgesamt mehr Bergauftendenz. Ihre beste Runde (68,842 Prozent) drehte sie übrigens unter der späteren Siegerin Caroline Wilm. Dafür war diese diejenige, die mit Rio de Janeiro am meisten Schwierigkeiten hatte (61,158 Prozent).

Da Wilm aber mit ihrem eigenen Pferd und mit Felicity so viel mehr Punkte als ihre beiden Mitstreiterinnen gesammelt hatte, war ihr das blaue Derby-Band sicher. 199,816 Punkte gab es insgesamt für sie. Zweite wurde bei ihrer Premiere in Hamburg Ann-Kristin Arnold mit 199,342 Zählern. Den Bronzeplatz nahm Raika-Marie Rosch ein mit 198,183 Prozent.

Bestes Pferd des Derbys war Caroline Wilms Elfado, der bereit zu sein schien, für jede seiner Reiterinnen sein Bestes zu versuchen.

Die Ergebnisse in der Übersicht finden Sie hier.

 

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