Helgstrand-Hegemonie in Herning

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Andreas Helgstrand (© von Korff)

Im dänischen Herning ist dieses Wochenende einiges los – neben der Körung des Dänischen Warmbluts ist vom dänischen Jungpferdechampionat Dressur und Springen hin zur CSI3*- und CDI4*-Tour alles vertreten. Zumindest die Jungpferde-Prüfungen auf dem Viereck sind bis jetzt fest in der Hand des Stalls Helgstrand.

Auf den Plätzen ein bis sieben bei den fünfjährigen Dressurpferden war heute eher die Frage, welche Pferde nicht aus dem Stall Helgstrand kommen. Präziser: Welches Pferd. Es war nämlich nur eines. Insgesamt präsentieren die Pferde sich an diesem Wochenende dreimal, zweimal unter dem eigenen und dann am Sonntag noch einmal unter dem Fremdreiter. Das ist dieses Jahr Patrik Kittel.

In der ersten Prüfung gab es eine Pattsituation auf Rang eins: Tophojs Florentina v. Floriscout-Solos Landtinus unter Frederico Mexia de Almeida und Queenparks Wendy v. Sezuan-Blue Hors Soprano hatten beide 171 Punkte. Bei Florentina gab es eine 9,5 für alle drei Grundgarten. Bei Queenparks Wendy wurden es eine 9,5 im Schritt, 9,0 im Trab und 10,0 im Galopp.

Dritter war hier mit dem Sezuan-Sandro Hit-Sohn Elverhojs Raccolto ein weiteres Helgstrand Pferd, vorgestellt von der Deutschen Meike Lang, die seit ein paar Monaten im Stall Helgstrand arbeitet. Sie erhielt 165 Punkte, eine 8 im Schritt, eine 9,5 im Trab und ebenfalls eine 10 im Galopp.

Heute, in der zweiten Runde, in der die Wertungen für die Grundgangarten sechsfach, die Rittigkeit zehnfach und die Perspektive mal 14 zur Gesamtwertung zusammengezählt werden, war Queenparks Wendy unter Helgstrand einsam an der Spitze mit 403 Punkten. Im Schritt gab es diesmal nur eine 8,5, dafür aber je eine 9,5 für Trab und Rittigkeit sowie die Höchstnote 10 für Galopp und Perspektive.

Das Nachsehen hatte Stallkollegin Ziva Enshoj v. Blue Hors Zack-Uno Don Diego unter Hannes Lüth mit 370 Zählern. Auch Lüth ist ein Deutscher, der bei Helgstrand angeheuert hat.

Das einzige Pferd, das nicht aus dem Stall Helgstrand kam auf den vorderen Plätzen war Sogaards Bon Royal v. Bon Bravour-De Noir unter Camilla Ahlers Pedersen mit 369 Punkten.

Rang vier teilten sich zwei Stallkollegen mit jeweils 367 Punkten: Straight Horse De Milla v. De Niro-Blue Hors Zack unter Mette Seijbjerg Jensen und Zidan-ZD v. Sezuan-Blue Hors Future Cup, vorgestellt von Betina Jaeger.

Die beiden weiteren Pferde aus dem Stall Helgstrand waren Skovens Tzarina v. Blue Hors Zack-Blue Hors Don Schufro (Mette Seijbjerg Jensen) und Elverhojs Raccolto, der Drittplatzierte von gestern, unter Meike Lang.

Tophojs Florentina, die gestern noch mit in Führung gelegen hatte, landete heute abgeschlagen auf Rang 15.

Springchampionat

Was Queenparks Wendy auf dem Viereck, ist My Choice im Parcours: bislang ungeschlagen. Der Hengst v. Numero Unico-Frühling sicherte sich mit Alexander Skjelsen im Sattel beide Prüfungen mit deutlichem Vorsprung. Gestern brachte er auf xx Punkte. Gestern und heute wurden es 275 Punkte. Sein Vermögen wurde beide Male mit 9,5 bewertet. Manier, Galopp und Rittigkeit mit 9,0.

Zweite war heute Elmegardens Dakota v. Bogegardens Dicapo-Catoki unter Torben Frandsen mit 258,75 Zählern. Es folgte Up to Date v. Untouchable-Cajus mit Linnea Ercisson-Carey im Sattel (256,25).

Am Mittwoch war Caprice Ask am dichtesten dran gewesen am Sieger mit 262,5 Punkten für den Favorit Ask-Caretino-Sohn unter Maria Björnkjaer Asferg. Elmegardens Dakota hatte hier auf Rang drei gelegen mit 358,75 Zählern.

Springen – viele Schleifen nach Deutschland

Im Parcours gab es schon jetzt es diverse Schleifen für Deutschland zu beklatschen. Im gestrigen Auftaktspringen war Hendrik Sosath auf Cadora v. Catoki Zweiter gewesen hinter der Britin Louise Saywell auf Sharp Image.

Heute, im ersten Springen der großen Tour über 1,45 Meter, konnte Sosath sich an dritter Stelle behaupten, diesmal im Sattel von Lady Lordana. Sieger Emiel Richter (NED) auf Disinaa, gefolgt von Irlands Conor Drain im Sattel von Forever.

Mit Nisse Lüneburg und Luca Toni konnte sich noch ein weiteres deutsches Paar auf dem fünften Platz behaupten. Marco Kutscher auf Lord Pezi Junior, sein Bereiter Christopher Kläsener im Sattel von Abanta van de Huiskens und Evi Bengtsson auf Ulika waren zwar alle drei Doppel-null, aber nicht schnell genug für eine Schleife.

Ausblick auf den morgigen Grand Prix

Spannend wird morgen auch der Grand Prix der CDI4*-Tour. Hier gibt als letztes Pferd vor der Pause die dreifache Dressurpferde-Weltmeisterin Fiontini unter Severo Jurado Lopez ihr internationales Grand Prix Debüt.

Sie trifft auf harte Konkurrenz. Unter anderem präsentiert sich auch Dänemarks derzeit einzige Einzelmedaillenträgerin bei Championaten wieder mit ihrem Spitzenpferd: Cathrine Dufour mit Cassidy. Außerdem wird ihr Landsmann Daniel Bachmann Andersen auf Blue Hors Don Olymbrio am Start sein.

Deutschland wird vertreten durch Reiner Schwiebert mit Highline, Deutsche Bank Reitsport-Akademistin Ninja Rathjens auf Emilio und Bernadette Brune mit Spirit of the Age.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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