Hollands Aachen-Zweiter Delacroix von Vincent van Gasselt zu Jill Irving nach Kanada

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Der diesjährige Nationenpreis der Dressurreiter in Aachen bot auch den Niederlanden die Möglichkeit, Paaren aus der zweiten Reihe eine Chance für die große Bühne zu geben. So beispielsweise Vincent van Gasselt und seinem Hannoveraner Delacroix, der nun in kanadische Championatshände verkauft wurde.

Neue Reiterin des Dancier-Sohnes Delacroix ist Jill Irving. Mit Hannoveranern mit D-Blut hat die Kanadierin gute Erfahrungen gemacht. Als sie 2019 mit dem Team Gold bei den Pan-Amerikanischen Spielen holte, saß sie im Sattel des De Niro-Sohns Degas. Zuvor hatten die beiden die kanadischen Farben bereits bei den Weltreiterspielen in Tryon vertreten.

Nun hat sie also einen De Niro-Enkel im Stall. Delacroix ist ein zwölfjähriger Rappe, der 2020 sein internationales Grand Prix-Debüt gegeben hat. Bisheriger Höhepunkt seiner Karriere, in der er erst sieben internationale Turniere gegangen ist, war der Auftritt beim CHIO Aachen 2021, wo er mit 71,787 Prozent Vierter im Grand Prix Special wurde und so zum zweiten Platz der niederländischen Mannschaft in der Nationenpreiswertung beitrug.

Über Delacroix

Delacroix kam bei Jens Hagemann im niedersächsischen Landkreis Gifhorn zur Welt. Als junges Pferd war er zunächst von Theresa Wahler und dann von Bart Desender vorgestellt worden. Vierjährig wurde er über die Auktion auf dem Klosterhof Medingen in die Niederlande verkauft. Übrigens dieselbe Auktion, auf der auch High Five von Anabel Balkenhol die Besitzer wechselte. Die letzten Platzierungen hierzulande holte er 2015. Danach tauchte er dann mit Vincent van Gasselt wieder auf. Ein Vollbruder zu Delacroix wurde 2019 in Verden gekört.

Den Verkauf des Wallachs meldet die US-Website dressage-news.com. Demnach wird Delacroix in wenigen Tagen Europa verlassen und zunächst nach Wellington in Florida fliegen, wo Jill Irving derzeit mit Ashley Holzer trainiert.

„Ich bin überglücklich, dieses gut ausgebildete Pferd in meinem Stall zu begrüßen und bin gespannt, was uns die Zukunft bringen wird“, so Irving.